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Neue Umfrageergebnisse Verfassungsreferendum in Italien: Die Angst vor dem Italexit steigt

29.11.2016, 10:16  |  3234   |   |   

Wenige Tage vor dem italienischen Verfassungsreferendum wächst die Sorge vor einem tatsächlichen EU-Austritt des einstigen Gründungsmitglieds. Wo vor einem Monat noch jeder zehnte Anleger mit diesem Szenario gerechnet hat, glaubt nun jeder Fünfte daran.

"Die Euro-Ängste kommen mit großen Schritten zurück", sagte Sentix-Chef Manfred Hübner dem Nachrichtendienst "Reuters". Die für ihre wöchentliche Kapitalmarkterhebung bekannte Firma hat kurz vor der Abstimmung Italiens über die Verfassungsreform eine weitere Stimmungsumfrage unter 1.000 Investoren durchgeführt. Demnach glaubt nunmehr jeder fünfte Anleger (19,3 Prozent), dass das euroskeptische "No"-Lager am Sonntag einen Sieg einfahren wird. Vor einem Monat war es noch jeder Zehnte

Insgesamt erwarten sogar 24,1 Prozent aller Anleger, dass die Eurozone in den kommenden 12 Monaten gänzlich auseinanderbricht. "Zum Ende des Jahres 2016 ist eine bemerkenswerte Anti-Euro-Dynamik entstanden", sagte Hübner. Neben Italien steige die Austrittswahrscheinlichkeit auch in Frankreich und in den Niederlanden. 

Im Zuge der bevorstehenden Abstimmung am Sonntag warnte die EZB bereits vor Marktturbulenzen. Wegen der Ungewissheit über den Ausgang decken sich die Italiener momentan reichlich mit Gold ein und bunkern dieses in der Schweiz (mehr dazu hier). 

Nach den Plänen der Regierung soll der Senat, eine der beiden Parlamentskammern, von 315 auf 100 Sitze verkleinert werden. Ziel sei es, damit die Regierung zu stabilisieren. Denn: Nach der Verkleinerung könne der Senat der Regierung nicht mehr das Vertrauen entziehen. Die andauernden Regierungswechsel sollen dann der Vergangenheit angehören.


 

Wertpapier: Gold


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Kommentare

Die EU wird, in dieser Form, so oder so ihr berechtigtes Ende finden.
Dieses unglückselige Konstrukt, auf einer mangelhaften, fehlerbehafteten Basis errichtet und konsequent in die falsche Richtung weiter entwickelt.
Das liegt einerseits an der mangelnden Qualität der beteiligten Politiker, andererseits am zunehmenden Verlust des demokratischen Gedankens.

Draghi und Schulz bestätigen uns das fast täglich auf einprägsame Art und Weise.
Seit 2009 wurde kein einziges wesentliches Problem der EU gelöst.
Ganz im Gegenteil: sie werden mehr und größer.

Was getan wird, ist Flickschusterei und Augenwischerei. Alle harschen und mahnenden Ereignisse der jüngsten Zeit hat die EU-Elite ignoriert oder kurz abgeschüttelt. Das Motto lautet „Weiter so!“, und wenn‘s nicht funktioniert, dann eben mit etwas mehr Einsatz.
Von Korrektur oder einem Lernprozess ist weit und breit nichts erkennbar!

Die EU-Bürger werden immer mehr aus den Entscheidungsprozessen hinausgedrängt, die Einbildung der Unfehlbarkeit und Unangreifbarkeit bei den EU-Granden wächst dynamisch.
Gesetzesverstöße sind an der Tagesordnung und Gerichte, die das ahnden müssten, gibt es offensichtlich nicht mehr. Gleichwohl tauchen sie im EU-Budget nach wie vor mit einem soliden Posten auf.
An die Stelle der Bürger als Kontrollinstanz sind Konzerne getreten, die Politiker lenken und bezahlen, mit Aussicht auf einen späteren hochdotierten Posten im Konzern.

Von den wichtigen Themen hat die EU kein einziges unter Kontrolle oder gelöst.
Aber es gibt Menschen dort, die sich mit sehr wichtigen Themen der Kategorie befassen: Wie viel Salz darf auf einer Breze sein?
Nein, diese EU, in dieser Form, hat schlicht und einfach ausgedient!

Gottseidank gibt es jede Menge Menschen, die das mit nüchternem Sachverstand erkannt haben und ändern wollen. Sie sind keine „EU-Hasser“! Sie wollen eine neue, vernünftige EU, die Mitgliedsstaaten nicht knebelt, sondern ihren nationalen Freiraum und ihre nationale Idendität zugesteht.

Das wird eine bessere EU! Und auf die -ohne Draghi und Schulz- freue ich mich.
Auch wenn der Weg dorthin nicht ohne Friktionen ablaufen wird.

Wie der Volksmund so schön sagt: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!

Normalerweise wird man der Evolution den Vorrang geben. Aber, es gibt eben Situationen, in denen das nicht mehr möglich ist. Und das ist hier der Fall.

Dann muss eben die Revolution her!

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