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Vorbereitungstreffen erfolglos Opec-Treffen in Wien: Es sieht schlecht aus...

29.11.2016, 14:37  |  3993   |   |   

Es scheint, als sei der Hoffnungsfunke aus der letzten Woche schon längst wieder erloschen. Vieles deutet mittlerweile darauf hin, dass sich die Opec wohl auch an diesem Mittwoch nicht auf eine Förderkürzung einigen wird. Der Ölpreis sackte um rund zwei Prozent ab. 

Anleger müssen sich auf eine erneute Enttäuschung vonseiten der Opec einstellen. Denn was vor ein paar Tagen noch als wahrscheinlich galt, wird nun wiederum von Marktbeobachtern stark angezweifelt.

Demnach wird es morgen wohl nicht zu einem Kompromiss über die im September beschlossene Fördergrenze kommen. Zur Stabilisierung des Ölpreises sollte die tägliche Produktion eigentlich um 700.000 bpd reduziert werden. Doch die internen Differenzen können augenscheinlich nicht überwunden werden. 

„Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Opec-Kürzung kommt, ist sehr gering“, sagte der Chef-Rohstoffanalyst der Großbank SEB, Bjarne Schieldrop heute dem "Handelsblatt". Er verwies dabei auf die Haltung des Iraks und des Irans. Beide Länder sind nicht bereit, sich den Drosselungsplänen anzuschließen. Der Irak braucht die Einnahmen aus dem Ölgeschäft für den Kampf gegen die Extremisten-Miliz IS. Der Iran strebt indes die Rückeroberung verloren gegangener Marktanteile an, nachdem die jahrelangen Sanktionen gegen den Gottesstaat aufgehoben wurden. 

Schon im April dieses Jahres berichtetet wallstreet:online über den Unwillen Saudi Arabiens, bei der Förderkürzung mitzumachen, sollte der Erzfeind Iran sich ebenfalls weigern. Am Sonntag ließ der saudische Energieminister Khalid Al-Falih dann durchklingen, dass das Vorhaben vielleicht sogar gar nicht mehr nötig sei. Denn mit Trump an der Spitze Amerikas würde die Weltwirtschaft im nächsten Jahr wieder angekurbelt werden, wodurch auch die Ölnachfrage steigen dürfte. 

Das für Montag angesetzte Vorbereitungstreffen ist jedenfalls im Sande verlaufen. Die Organisation müsse sich zuerst selbst zu einer Lösung durchringen, bevor weitere Gespräche sinnvoll seien, hieß es. Seitdem ist der Ölpreis um über drei Prozent gefallen, wodurch die Gewinne vom Wochenende wieder passé sind. "Das Hoffen und Bangen um die mögliche OPEC-Produktionskürzung bestimmt weiterhin das Auf und Ab der Preise am Ölmarkt", schrieben die Devisenexperten der Commerzbank.

Wertpapier: Öl (Brent), Öl (WTI)


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