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Aktien Frankfurt: Sorge um Italien-Referendum ebbt etwas ab
Foto: Boris Roessler - dpa

Aktien Frankfurt Sorge um Italien-Referendum ebbt etwas ab

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
29.11.2016, 15:02  |  640   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Laune der Anleger am deutschen Aktienmarkt hat sich am Dienstag etwas aufgehellt. Zu weit wollten sie sich nach dem Kursrutsch zum Wochenauftakt aber nicht aus dem Fenster lehnen. Da hatte die Furcht vor den möglichen Folgen des am Wochenende anstehenden Verfassungsreferendums in Italien für die Eurozone belastet. Der Dax stieg nun am Dienstagnachmittag um 0,13 Prozent auf 10 596,92 Punkte.

Der MDax gewann 0,25 Prozent auf 20 857,57 Zähler und für den TecDax ging es um 0,03 Prozent auf 1710,44 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um rund ein halbes Prozent vor.

HÄNDLER: ITALIEN-REFERENDUM WIRD ETWAS GELASSENER GESEHEN

Die Investoren blicken weiter auf das Treffen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) an diesem Mittwoch und sorgten sich zudem mit Blick auf die Abstimmung in Italien, sagte Markus Huber, Händler für City of London Markets. Allerdings schienen viele Anleger mittlerweile davon auszugehen, dass die Auswirkungen auf die Aktienmärkte nur von begrenzter Dauer sein würden - wie schon nach dem Brexit-Votum der Briten und dem Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl.

Hinzu kamen am Nachmittag gute Konjunkturdaten. So war die US-Wirtschaft im Sommer etwas stärker gewachsen als erwartet.

AUTOWERTE FALLEN - VERSORGER GEFRAGT

Unter Druck standen am Dienstag vor allem Autowerte. Für die Vorzugsaktien von Volkswagen ging es in einem europaweit trüben Branchenumfeld um gut 1 Prozent nach unten. Die Papiere von Daimler und BMW fielen um jeweils rund eineinhalb Prozent.

Eine Empfehlung der französischen Bank Societe Generale verlieh den Papieren des Energiekonzerns Eon Rückenwind. Die Experten halten sie nach den jüngsten Kursverlusten für attraktiver. Der Eon-Kurs stieg um 0,70 Prozent. Auch zum Konkurrenten RWE äußerten sich die Analysten positiv, was den Anteilsscheinen ein Plus von 2,70 Prozent und damit den ersten Platz im Dax bescherte.

STADA NACH ANALYSTENKOMMENTAR GEFRAGT

Im MDax erholten sich die Aktien des Arzneimittelherstellers Stada nach einer Negativserie seit Anfang Oktober um mehr als 2 Prozent. Analyst Marcus Wieprecht vom Investmenthaus Mainfirst hält die Papiere nun wieder für attraktiv bewertet.

Bei den Anteilsscheinen des Tickethändlers CTS Eventim strichen die Experten des Bankhauses Lampe ihre Kaufempfehlung. Der CTS-Eventim-Kurs fiel um mehr als 4 Prozent.

BRAAS MONIER KÄMPFT GEGEN ÜBERNAHME - KURS STEIGT

Der Dachziegel-Hersteller Braas Monier kämpft derweil weiter gegen eine Übernahme durch den US-Konzern Standard Industries und will nun sein Kapital erhöhen sowie eine Zwischendividende ausschütten. Standard Industries hatte 25 Euro je Aktie geboten. Nach der Kapitalerhöhung und der Zwischendividende würden Anteilseigner, die das Angebot annehmen, einen Gesamtwert von 28,13 Euro je Aktie erhalten. Die Braas-Papiere gewannen 5,75 Prozent auf 27,05 Euro./mis/ag

Wertpapier: DAX, MDAX, TecDAX, E-Stoxx 50

Themen: Euro, Aktien, Italien


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