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Trump sei Dank – Deutsche Bank optimistisch

Gastautor: Daniel Saurenz
30.11.2016, 06:00  |  389   |   |   

Börse_Bull&BearNachdem der US-Aktienmarkt trotz der Wahl von Donald Trump haussiert, legen etliche ehemals skeptische Investoren eine Kehrtwende ein und werden optimistisch. Sie haben gute Gründe. Allerdings sollten Anleger vor allem einen Indikator genau im Auge behalten. Nachdem viele Finanzprofis vor der US-Wahl für den Fall eines Siegs von Donald Trump einen kräftigen Kursrückschlag beim S&P500 vorhergesagt hatten, ist die Stimmung trotz Trumps Sieg blendend.

Investoren setzen darauf, dass er ein Programm von einer Billion Dollar zur Modernisierung der Infrastruktur auflegen und die Steuern massiv senken wird. Dieses Billionenschwere Konjunkturprogramm würde die Wirtschaft kräftig ankurbeln und damit die Inflation anheizen. Das beflügelt die Kurse der US-Aktien, bekämen die Unternehmen doch von zwei Seiten Rückenwind: von steigenden Absatzmengen und höheren Preisen für ihre Güter und Dienstleistungen.

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S&P 500 auf ein Jahr

S&P 500 auf ein Jahr

Wegen dieser Aussicht ändern etliche Finanzprofis ihre ehemals skeptische Meinung und sehen nun die Börsenampel auf grün springen. Für Fantasie sorgen nicht zuletzt die geplanten Steuersenkungen für Unternehmen, die für kräftig steigende Gewinne sorgen würden. „Der Markt unterschätzt den wahrscheinlich starken Schub für den Gewinn je Aktie der S&P500-Unternehmen durch niedrigere Unternehmenssteuern… und die aktuelle Chance, auf einen langjährigen wirtschaftlichen Aufschwung, der dem Zehn-Jahres-Rekord Konkurrenz macht“, schreiben die Analysten der Deutschen Bank.

Lesen Sie auch: Marktausblick 2017 – Gewinne beim S&P 500 ziehen wieder an

Der aktuelle Aufschwung begann Mitte 2009 und ist damit 7,3 Jahre alt. Damit ist er der viertlängste aller Zeiten. Der längste lief von April 1991 bis März 2001 und damit genau zehn Jahre. Die Analysten der Deutschen Bank gehörten in den vergangenen Monaten zu den größten Skeptikern.

Börse_USA_NewYork_5Die Profis machen folgende Rechnung auf: „Eine Senkung der Steuerquote um jeweils fünf Prozentpunkte gegenüber (aktuell) 35 Prozent würde den Gewinn je Aktie des S&P500 um fünf Dollar erhöhen. Angenommen die USA führen einen neuen Steuersatz zwischen 20 und 30 Prozent ein, gehen wir für 2017 von einem Gewinn je Aktie von 130 bis 140 Dollar aus“, so die Analysten der Deutschen Bank. „Wir erhöhen unsere 2017er-Gewinnschätzung auf 130 Dollar.“ Sie sehen das Kursziel für den S&P500 für Ende 2017 bei 2.350 Punkten. Das entspräche einem Kurspotenzial von sieben Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.

Kleiner HinweisDeutschlands großes Börsenspiel, die TradingMasters der UBS, sind wieder im Gange und wie immer winken attraktive GewinneHier finden Sie weitere Informationen.

Die Kollegen von Goldman Sachs, gehen von einem nicht ganz so starken Zuschlag auf die Unternehmensgewinne aus, zumal der effektive Steuersatz der Unternehmen, also der Satz, denn sie tatsächlich bezahlen, derzeit deutlich niedriger ist als der Höchststeuersatz von 35 Prozent. „Jede Veränderung der effektiven Steuerquote um einen Prozentpunkt erhöht den Gewinn je Aktie des S&P500 um 1,50 Dollar für 2017“, so die Analysten von Goldman.

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„Eine Veränderung des effektiven Steuersatzes auf 20 Prozent von aktuell 26 Prozent würde unsere Gewinnschätzung um acht Prozent auf 125 Dollar steigern.“ Das entspräche einem Ergebnisplus von 19 Prozent gegenüber den 105 Punkten, die Goldman für 2016 vorhersagt. Sollte die Prognose eintreffen, läge das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der 2017er-Schätzungen zwar bei hohen 17,5. Wegen der Aussicht, dass nach der schwachen Gewinnentwicklung der vergangenen Jahre, die Profite im nächsten Jahr kräftig steigen könnten, dürften die Investoren aber über die hohe Bewertung hinwegsehen und weiter auf den fahrenden Zug bei US-Aktien aufspringen.

Morgen, im zweiten Teil unseres Beitrags, werden wir weiter auf das Thema eingehen…



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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