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Egbert Prior „Der geilste Tag“: Pantaflix startet

Gastautor: Egbert Prior
30.11.2016, 10:29  |  1260   |   |   

Der Filmproduzent bleibt in der Erfolgsspur. Auch die Komödie „Der geilste Tag“ erwies sich als Kassenschlager und avancierte im ersten Halbjahr zum erfolgreichsten deutschen Neustart. Garant für den Erfolg war einmal mehr das Tandem aus dem Schauspieler Matthias Schweighöfer und dem Produzenten Dan Maag. Gemeinsam mit dem Investor Marco Beckmann gehören ihnen 80% der Pantaleon. Ein Meilenstein war eine Produktion für Amazon: „You are wanted“ ist die erste deutsche Produktion einer Serie für einen Streamingdienst. Mit „Jack the Ripper“ produzierte Pantaleon erstmals einen Fernsehfilm für ProSiebenSat1. Auch die Entwicklungspipeline ist prall gefüllt. Etwa 25 Projekte befinden sich im Portfolio. Geplant sind unter anderem Filme über Boris Becker und Papst Benedikt. Das alles ist beeindruckend, doch wie wir Ihnen bereits schrieben (29.1.2016) liegt die eigentliche Phantasie der Aktie in einem neuen Geschäftsfeld: Nach Abschluß der Testphase startet die Video-on-Demand-Plattform Pantaflix im Dezember die Vermarktung. Pantaflix soll es Produzenten ermöglichen, Filme mit wenigen Klicks einem weltweiten Publikum im Internet anzubieten und dafür direkt vergütet zu werden (75% für den Produzenten, 25% Pantaflix). Das käme einer Revolution gleich. Bislang läuft der Vertrieb in der Branche schwerfällig. Firmen vermarkten Rechtepakete nur in einzelnen Ländern, die meisten Filme schaffen es auf diese Weise nicht über die Landesgrenzen hinaus. Besonders interessant könnte der Dienst für Menschen sein, die im Ausland leben und über Pantaflix Filme aus der Heimat sehen können. Im kommenden Jahr ist eine breite Werbekampagne im TV geplant. Bereits im ersten Quartal möchte Pantaflix eine größere Auswahl an Filmen anbieten als beispielsweise Netflix. Pantaflix ist nicht nur in Europa und den USA unterwegs, auch Asien befindet sich im Fokus. Im Dezember geht das Angebot in Indonesien, Japan, auf den Philippinen und in Vietnam „auf Sendung“. Gesichert hat sich Pantaflix auch 5.000 chinesische Filme, mit denen insbesondere rund 50 Millionen im Ausland lebende Chinesen erreicht werden sollen. CEO Dan Maag schwärmt, „daß wir mit Pantaflix auf dem richtigen Weg sind, eine Plattform aufzubauen, die mit ihrem disruptiven Geschäftsmodell die globale Unterhaltungsindustrie verändern wird“. Für den laufenden Turnus veranschlagt eine Analystenstudie (Hauck & Aufhäuser) den Umsatz von Pantaleon auf 33 Millionen, die Investitionen in Pantaflix drücken das Ergebnis mit 7 Millionen tief ins Minus. Bis 2018 erwartet der Report indes einen sprunghaften Anstieg der Jahreserlöse auf 53 Millionen, während der Überschuß auf plus 7,7 Millionen drehen soll. Wesentlicher Wachstumstreiber Pantaflix! Unter diesen Prämissen erscheint die Aktie günstig. Obwohl der Kurs seit Anfang letzter Woche um etwa zwei Drittel auf aktuell 51 Euro hochgeschossen ist. Das KGV unter 7. So erklärt sich das hohe Kursziel der Analysten von 106 Euro. Die kräftigen Kursausschläge liegen auch an der geringen Liquidität der Aktie, nur 20% Streubesitz. Fazit: Nur wer wagt, kann gewinnen!



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