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EUR/USD-Analyse Deutschland Top, Italien Flop

Gastautor: Jens Chrzanowski
30.11.2016, 13:04  |  473   |   |   

Die heute präsentierten deutschen Einzelhandelsumsätze sind gestiegen wie seit fünf Jahren nicht mehr. Nimmt man die positive GfK-Prognose über die Konsumentenstimmung im Dezember hinzu, so darf man sich auf eine gute weihnachtliche Entwicklung in Deutschland einstellen. Getrübt wird die Stimmung durch das bevorstehende Referendum in Italien. Sollten die Populisten gewinnen, dürfte es den italienischen Bankensektor und somit die ganze EU sehr hart treffen. Auch wenn die Erfahrungen des Brexits und der US-Wahlen gezeigt haben, dass alles nicht so heiß gegessen wie gekocht wird, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die renommiertesten Broker haben ihre Margin-Anforderungen für den Zeitpunkt des Referendums angepasst. Es ist also anzunehmen, dass viele Trader das Ergebnis des Referendums abwarten werden, bevor sie neue Positionen eingehen. Wir möchten an dieser Stelle alle Trader bitten, das eigene Risikomanagement sehr genau zu prüfen, um mögliche böse Marktüberraschungen zu vermeiden. Nun aber zu unserer Technischen Analyse:

Nun kommen wir zu unserer Technischen Analyse:

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Rückblick

Der EUR/USD bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums im Bereich 1,0630/40 und damit gut 100 Pips unter dem Niveau von einer Woche zuvor. Bereits am Mittwoch setzte sich die Schwäche der Vorwoche fort. Der EUR/USD sackte nachhaltig und deutlich unter die 1,0600 ab. Zwar gelang bei 1,0525 die Stabilisierung und eine kleine Erholung, allerdings ging die Talfahrt am Donnerstagmorgen zunächst weiter. Der EUR/USD steuerte die 1,0517 an und konnte sich erst hier stabilisieren. Am Donnerstagnachmittag und am Freitag folgte eine Erholung, die wieder über die 1,0600 führte. Ein Wochenschluss über der 1,0600 gelang jedoch nicht. Montagfrüh kam es zu einer dynamischen Erholung. Diese wurde jedoch wie so oft im Tageshandel wieder abverkauft. Der EUR/USD sackte erneut unter die 1,0600. Am Dienstag gelang es dann, die 1,0600 nachhaltig zu überwinden.

Das Hoch des Betrachtungszeitraums lag erneut unter dem der Vorperiode. Der EUR/USD hat es nicht geschafft, sich über die 1,0700 zu schieben, was ein bearishes Signal ist. Das Tief lag fast an der 1,0500 und damit noch einmal gut 50 Pips unter dem Tief des letzten Betrachtungszeitraums. Die Range ist mit 151 Pips etwas geringer gewesen als zuvor.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR/USD nach einem Überschreiten der 1,0560 weiter bis 1,0672 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich Anfang dieser Handelswoche eingestellt, das Anlaufziel wurde um 4 Pips verfehlt. Die Rücksetzer führten nach Unterschreiten der 1,0525 exakt bis an unser Anlaufziel bei 1,0515/15. Das Setup hat damit sehr gut gepasst.

  • Wochenhoch*: 1,0668 Vorwoche 1,0756
  • Wochentief*: 1,0517 Vorwoche 1,0568
  • Wochen-Range*: 151 Pips Vorwoche 188 Pips

*Betrachtungszeitraum 23.11.2016 bis 29.11.2016

Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,0694....1,0804/69/76....1,0936/73....1,1057.....1,1157.....1,1232....1,1306/30/69...1,1432
  • Euro US: 1,0616.....1,0549/05....1,0457/23....1,0360/02....1,0213

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden

  • Box-Bereich: 1,1524 bis 1,0223
  • Tagesschlusskurs-Marken: 1,0848 und 1,0444
  • Intraday-Marken: 1,0738 und 1,0505
  • Range: 1,2355 bis 0,9631

Euro-Chart

Durch das Unterschreiten der 1,0600 hat sich das Chart-Bild des EUR/USD deutlich eingetrübt. Das Währungspaar notiert damit so niedrig wie seit fast zwölf Monaten nicht mehr. Er hat es auch in den vergangenen fünf Handelstagen nicht geschafft, sich deutlich zu erholen und sich von seiner Unterkante im Bereich 1,0620/1,0580 zu entfernen, mit der er seit Tagen ringt. Diese Kante hat im Augenblick magische Anziehungskraft. Es geht aktuell nicht wesentlich unter diese Schwelle, der EUR/USD kann sich aber auch nicht nachhaltig davon entfernen.

Die kommenden fünf Handelstage könnten es in sich haben. Am Sonntag (04.12.) stimmt Italien über eine Verfassungsreform ab. Diese Abstimmung gilt inzwischen als ein Votum für oder gegen den Euro und Europa. Das Ergebnis könnte weitreichende Folgen haben. Das Problem ist, dass Italien eine der wesentlichen Volkswirtschaften in Europa ist und mittlerweile zu den höchstverschuldeten Ländern der Welt zählt. Die Anleger werden also sehr genau beobachten und bewerten, wie die Abstimmung ausgeht. Sollten sich die Italiener gegen die Reform entscheiden, so könnte dies den Druck auf den Euro dauerhaft erhöhen. Die Parität wäre dann in greifbarer Nähe. Dagegen würde ein Ja dem EUR/USD vielleicht etwas Luft nach oben geben, in unseren Augen allerdings aktuell nicht unbedingt viel und vor allem nicht nachhaltig.

Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen: Der EUR/USD könnte zunächst versuchen, sich über der 1,0620 zu stabilisieren und sich dort auch belastbar zu etablieren. Gelingt dies, so könnte er als nächstes die 1,6035/38 und die 1,0642/44 anlaufen. Sollte er die 1,0644 überwinden können, so hätte er das Potenzial, die 1,0661/64 und die 1,0661/75/78 zu erreichen. Kommt es bei 1,0678 nicht zu einem Rücksetzer, so könnte der EUR/USD die 1,0690/93, die 1,0704/09 und die 1,0715/18 anlaufen. Darüber wäre dann der Weg an die 1,0732/35 und die 1,0748/56 frei. Hier könnten sich Rücksetzer einstellen. Mit Überwinden der 1,0756 wäre der Weg an die 1,0765/68 und die 1,0781/85 frei. Darüber kämen noch die 1,0792/95, die 1,0801/08 und die 1,0820/25 als Anlaufmarken in Frage.

Wenn sich der EUR/USD nicht über der 1,0620 halten kann und erneut unter diese Marke abrutscht, wären die 1,0610/04, die 1,0588/85 und die 1,0576/72 seine ersten relevanten Anlaufmarken. Kann er sich nicht bei 1,0572 stabilisieren, so könnten weitere Abgaben bis 1,0567/65, 1,0557/55 oder 1,0548/45 folgen. Falls der EUR/USD unter die 1,0545 abrutscht, wären die 1,0525/22, die 1,0518/15 und die 1,0505/00 die nächsten Anlaufmarken. Darunter wären dann die 1,0492/88, die 1,0479/75 und die 1,0454/50 als weitere Anlaufziele zu nennen. Bei ausgeprägtem Abgabedruck wären auch die 1,0434/32 und die 1,0420/14 erreichbar.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/aufwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 01.12.2016 – DE: Herstellungs-Einkaufsmanagerindex (Nov.)
  • 01.12.2016 – USA: ISM-Einkaufsmanagerindex (Nov.)
  • 02.12.2016 – USA: Gehaltsabrechnungen ex Agrar / NFP (Nov.)
  • 04.12.2016 – ITA: Verfassungsreferendum
  • 05.12.2016 – USA: ISM-Dienstleistungsindex (Nov.)

Hinweise in eigener Sache:

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RISIKOHINWEIS: Dieser Artikel liefert eine Einschätzung zum Basiswert EUR/USD, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets UK ist Forex & CFD-Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. Die Verluste können die Einlagen übersteigen! Lesen Sie den kompletten Warnhinweis über folgenden Link. DISCLAIMER: http://www.admiralmarkets.de/risikohinweis

Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.


Über den Autor:

Im Namen von Admiral Markets UK wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!

Jens Chranowski

Ihr Jens Chrzanowski Geschäftsführer Admiral Markets Kundenservice Deutschland


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Admiral Markets stellt seinen Kunden einen Brokerage-Service und eine innovative Handelstechnologie, den MetaTrader 4, mit einigen unternehmensspezifischen Features zur Verfügung. Den Leitsatz des Brokers „Trading for everyone“ setzen die Mitarbeiter weltweit konsequent um. So stehen den Kunden beispielsweise umfangreiche Webinare und Seminare zur Verfügung, und der Broker verspricht, niemals Kurse gegen den Kunden zu stellen.

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Der Kundenservice betreut von Berlin aus seine Kunden umfassend mit Support für die Handelssoftware, mehreren Live-Webinaren pro Woche, Schulungen und Marketingaktivitäten.

THINK GLOBAL – ACT LOCAL, einer der Leitsätze der Brokers, wird dabei konsequent umgesetzt: Das Wissen und die Möglichkeiten eines internationalen Unternehmens werden bestmöglich auf die Gegebenheiten des jeweiligen Landes angepasst. Deshalb steht für Deutschland beispielsweise der DAX-Handel im Fokus. Hier bietet Admiral Markets die günstigsten Konditionen für den DAX-30-CFD am Markt. Darüber hinaus werden der Kundenservice, die Bildungsangebote sowie die Handelssoftware in deutscher Sprache angeboten.

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Wertpapier: EUR/USD


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Der Berliner Jens Chrzanowski arbeitet seit Marktstart von Admiral Markets in Deutschland 2011 beim Forex & CFD Broker. Vorherige Stationen waren FXCM, E*TRADE und die Deutsche Bank.

Im Fokus stehen für den Leiter des Berliner Kundenservices der deutsche Leitindex DAX, aber auch Dow Jones und andere Indizes. Für den Devisenhandel wird meist auf den EUR/USD fokussiert. Neben den Analysen ist Chrzanowski auch mehrmals wöchentlich in live-Webinaren zu erleben.

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