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Oh nein! Wird die Marge des iPhones von Apple jetzt schrumpfen?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
30.11.2016, 14:00  |  287   |   |   
Kann das iPhone 7 das Wachstum zurückbringen? Vielleicht muss es das gar nicht. Bildquelle: Apple

Der Analyst Rod Hall hat vor kurzem einen Bericht veröffentlicht, indem er nahelegt, dass das kommende iPhone 8 von Apple (WKN:865985) eine niedrigere Bruttogewinnmarge erzielen wird als das iPhone 7.

Hall meldete, dass das auf mehrere Faktoren zurückzuführen wäre. Der erste ist, dass der durchschnittliche Verkaufspreis aufgrund des Überganges von einem Metallgehäuse zu dem gläsernen Gehäuse teurer ausfallen könnte.

Halls Kollegin Narci Chang sagt, “Der Markt glaubt, dass die Reduzierung des sichtbaren Metall einen niedrigeren durchschnittlichen Verkaufspreis bedeuten wird.” Zweitens erwartet der Analyst, dass das komplett gläserne Design teurer in der Herstellung sein wird, da dieses Gehäuse an der Fräsmaschine 20 % mehr kostet. “Wir glauben, dass der durchschnittliche Verkaufspreis für das nächste iPhone und sein Metallgehäuse ähnlich wie der des iPhone 7 und S7 Plus sein wird. Aber die Glasverbindung wird einen höheren Preis mit sich bringen, da dieses Smartphone größer sein wird.” schreibt der Analyst.

Werfen Sie einen Blick darauf, was das für die Aktionäre von Apple bedeuten.

Was wäre, wenn die Bruttogewinnmarge des iPhones um 2 % fallen würde?

Nehmen wir einfach an,  Hall hätte recht und die Bruttogewinnmarge würde während des nächsten Produktzyklus geringer ausfallen. Nehmen wir weiter an, dass die Marge um 2 % schrumpfen wird und der durchschnittliche Verkaufspreis gleich bleiben wird. (Das glaube ich zwar nicht, aber nehmen wir das einfach mal an.)

Während des Steuerjahres 2016 hat Apple 211.884 Millionen Einheiten für insgesamt 136,7 Milliarden US-Dollar verkauft. Das ergibt einen durchschnittlichen Verkaufspreis von etwa 645 US-Dollar. Nehmen wir an die Bruttogewinnmarge würde bei 45 % liegen. (Apple gibt das nicht gesondert an, aber ich nehme an, dass das iPhone ein bessere Marge hat als der Unternehmensdurchschnitt von 40 %.)

Basierend auf diesen Annahmen generierte Apple im Steuerjahr 2016 einen Bruttogewinn mit dem iPhone 6 von 61,52 Milliarden US-Dollar.

Bei einem Verlust von 2 % bei der Bruttogewinnmarge wären es noch 58,781 Milliarden US-Dollar. Das wäre eine Reduzierung um 2,74 Milliarden US-Dollar.

Es mag vielleicht so aussehen, als müssten sich die Aktionäre von Apple auf einen größeren Rückgang vorbereiten, aber das ist nicht notwendigerweise der Fall.

Bildquelle: Apple

Die Gleichung aus Umsatz und Marge

Wenn Apple das neue iPhone so gestalten würde, dass damit eine geringere Bruttogewinnmarge erzielt würde als aktuell, dann würde es das Unternehmen sicher nur dann tun, wenn die zusätzlichen Kosten ein interessanteres Produkt ergeben würden.

Wenn Apple also 2 % bei der Bruttogewinnmarge einbüßt, aber dafür 10 % mehr Umsatz generiert als beim Vorgängermodell, dann würde sich der Bruttogewinn immer noch erhöhen und für die Aktionäre würde das höhere Netto-Einnahmen bedeuten.

An dieser Stelle möchte ich auch darauf hinweisen, dass Erhöhungen bei der Kostenstruktur nicht einfach so umgesetzt werden können. Apple muss schon sehr davon überzeugt sein, dass eine höhere Kostenstruktur sich auch in bedeutend höheren Umsätzen niederschlagen wird, um ein besseres Gewinnwachstum zu erzielen als mit Produkten, die günstiger herzustellen wären.

Wird die Marge wirklich schrumpfen?

An diesem Punkt glaube ich nicht, dass wir es als gegeben hinnehmen sollen, dass die Marge nächstes Jahr wirklich schrumpfen wird. Sollte das neue iPhone wirklich teurer in der Produktion sein, dann könnte es seinen Verkaufspreis dementsprechend auch anpassen. Apple könnte auch von seinen Lieferanten günstigere Preise verlangen, was am Ende deren Margen schaden könnte und nicht denen von Apple. Das ist einer der Gründe, warum Apple gerne wichtige Komponenten aus verschiedenen Quellen einkauft. Mehr Lieferanten bedeuten einen größeren Vorteil für Apple.

Aktuell haben wir aber noch nicht genug Informationen, um entsprechende Veränderungen bei der Bruttogewinnmarge im kommenden Produktzyklus vorhersehen zu können.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A und C)und Apple. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Ashraf Eassa auf Englisch verfasst und wurde am 29.11.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

Wertpapier: Apple

Themen: Dollar, Metall, iphone


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