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DAX, Dow Jones & Co. – Märkte im Fokus
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DAX, Dow Jones & Co. – Märkte im Fokus

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
01.12.2016, 08:41  |  351   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt konnte zur Wochenmitte an die Kurserholung des Vortages anknüpfen. Für den DAX ging es nach zwischenzeitlich deutlicheren Zugewinnen am Ende um 0,18 Prozent nach oben auf 10.640 Punkte. Den November schloss das Aktienbarometer mit einem Minus von 0,23 Prozent ab. MDAX und TecDAX verbesserten sich am Berichtstag um 0,06 beziehungsweise 0,18 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 50 Gewinner und 59 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen dominierte mit 62 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX war auffällig hoch und lag bei 110,3 Millionen Aktien im Wert von 3,85 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 2,43). Stärkste Sektoren waren Chemie, Banken und Bauwerte. Am schwächsten präsentierten sich Softwaretitel, Technologiewerte und Automobilwerte. Linde vollzog an der DAX-Spitze einen Sprung um 4,73 Prozent. Der Gashersteller und Technologiekonzern hatte am Vorabend mitgeteilt, dass es einen neuen Vorstoß für eine mögliche Fusion mit dem Konkurrenten Praxair gebe. BASF profitierte von kräftig steigenden Ölpreisen und rückte als zweitstärkster Wert um 2,94 Prozent vor. Commerzbank verbesserte sich dahinter um 2,49 Prozent. Schlusslicht im DAX war die Aktie der Lufthansa mit einem Abschlag von 1,60 Prozent. Infineon und RWE büßten 1,46 beziehungsweise 1,33 Prozent ein.

An der Wall Street überwogen zur Schlussglocke trotz starker Konjunkturdaten die negativen Vorzeichen. Der Dow Jones Industrial endete nach zwischenzeitlich wesentlich deutlicheren Aufschlägen lediglich 0,01 Prozent höher bei 19.124 Punkten. Der Nasdaq 100 verlor 1,28 Prozent auf 4.811 Zähler. 59 Prozent der an der NYSE gehandelten Werte schlossen im Minus. Das Aufwärtsvolumen betrug allerdings 57 Prozent. 205 neuen 52-Wochen-Hochs standen 54 neue Tiefs gegenüber. Der Energiesektor stellte mit einem Anstieg um rund 5 Prozent dank der haussierenden Ölpreise den mit weitem Abstand größten Gewinner. Daneben waren vor allem Finanzwerte und Rohstoffwerte gesucht. Deutlich abwärts ging es hingegen mit den Versorgern, den Herstellern nicht-zyklischer Konsumgüter und den Immobilienwerten. Die vordersten Plätze im Dow belegten Goldman Sachs (+3,56%), DuPont (+3,38%) und Chevron (+2,03 Prozent). Die deutlichsten Verluste verzeichneten Visa (-2,31%), Verizon (-2,08%) und Coca-Cola (-1,94%).

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar mit den besser als erwarteten Konjunkturdaten gegenüber den meisten anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index stieg bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,51 Prozent auf 101,50 Punkte. EUR/USD fiel um 0,52 Prozent auf 1,0600 USD. Im Tagesverlauf schwankte der Kurs zwischen 1,0553 USD und 1,0668 USD. Mit Blick auf die anderen Majors fielen der Yen und der Austral-Dollar durch deutliche Schwäche auf, während Pfund Sterling und Kanada-Dollar kräftig anstiegen.

Beflügelt von haussierenden Ölpreisen stieg der S&P GSCI Rohstoffindex um 4,79 Prozent auf ein Monatshoch bei 377,22 Punkten. Die OPEC wird die Produktion ab Januar auf 32,5 Millionen Barrel pro Tag kürzen. Hierauf einigten sich die Minister des Kartells auf ihrer Konferenz in Wien. Durch die Kürzung wäre der Markt ab Januar bereits unmittelbar ausbalanciert. Sie fällt mit 1,2 Millionen Barrel größer aus als die auf dem Treffen im September diskutierten 1,0 Million Barrel pro Tag. Zudem werden sich laut Aussagen aus den Reihen der Delegationen Nicht-OPEC-Förderländer mit zusätzlichen 600.000 Barrel Kürzung pro Tag dem Schritt anschließen. Der Preis für Brent-Öl zur Lieferung im Februar sprang daraufhin um 8,58 Prozent auf 51,38 USD. In der Spitze markierte die Notierung ein Monatshoch bei 52,37 USD. US-Erdgas legte um 0,94 Prozent auf 3,35 USD zu. Comex-Kupfer stieg um 1,04 Prozent auf 2,62 USD. Die Edelmetalle mit Ausnahme von Palladium gerieten angesichts der steigenden Anleiherenditen und des aufwertenden US-Dollars unter Druck. Gold verbilligte sich um 1,34 Prozent auf 1.172 USD (1.107 EUR). Silber und Platin gaben um 1,06 beziehungsweise 0,91 Prozent nach. Palladium verteuerte sich um 0,94 Prozent auf ein 17-Monats-Hoch bei 770,80 USD.

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,01 Prozent nach. Mit den am Nachmittag veröffentlichten positiven US-Konjunkturdaten und den aufgrund des OPEC-Beschlusses gestiegenen Inflationserwartungen gerieten die Kurse der Staatsanleihen dann deutlich unter Druck und die Renditen zogen an. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen stieg um sechs Basispunkte auf 0,28 Prozent. Der Euro-Bund-Future sackte um 0,65 Prozent auf 160,86 Punkte ab und rutschte damit wieder deutlich unter die am Montag überwundene Abwärtstrendlinie. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes stieg um sieben Basispunkte auf 2,37 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh auf breiter Front nordwärts. Der MSCI Asia Pacific Index kletterte um 0,95 Prozent auf 136,96 Punkte. Dank des schwächeren Yen zeigte der Nikkei 225 deutliche relative Stärke und gewann rund 2,0 Prozent hinzu. Zusätzlich stützend wirkte der japanische Industrie-Einkaufsmanagerindex, der mit 51,3 Punkten etwas besser als erwartet hereinkam. Von der konjunkturellen Seite überraschte daneben auch der offizielle chinesische Industrie-Einkaufsmanagerindex mit einem Anstieg auf 51,7 Punkte (Konsensschätzung: 51,0).

Heute richtet sich der Blick vor allem auf die Industrie-Einkaufsmanagerindizes in der Eurozone, Großbritannien und den USA. Unternehmensseitig könnten die Automobilwerte Impulse von den Daten zum Kfz-Absatz in den USA erhalten.

Produktideen: Classic Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE4FRX Bull Linde AG Hebel 6,6
CE4FRK Bear Linde AG Hebel 7,7

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Wertpapier: Linde

Themen: Aktien, DAX, USD


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