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DAX, Dow Jones & Co. – Märkte im Fokus
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DAX, Dow Jones & Co. – Märkte im Fokus

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
15.12.2016, 08:21  |  344   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt orientierte sich im Vorfeld der mit Spannung erwarteten, aber nach heimischem Börsenschluss stattfindenden US-Notenbankentscheidung abwärts. Der DAX verlor 0,35 Prozent. MDAX und TecDAX verloren 0,62 beziehungsweise 0,57 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 41 Gewinner und 67 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 75 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 93,1 Millionen Aktien im Wert von 3,19 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 4,23). Die einzigen Gewinnersektoren waren Einzelhandel, Medienwerte und Bauwerte. Am deutlichsten verloren Konsumwerte, Banken und Pharma + Healthcare-Werte. An der DAX-Spitze verbesserte sich die Aktie von ProSiebenSat.1 Media um 1,26 Prozent. Dahinter folgten Henkel und Merck mit Aufschlägen von 0,62 beziehungsweise 0,44 Prozent. Adidas verlor als Schlusslicht 2,02 Prozent. Fresenius SE und FMC büßten 1,77 beziehungsweise 1,63 Prozent ein.

An der Wall Street endeten die Indizes nach einem sehr volatilen Handel unmittelbar nach der Fed-Entscheidung im Minus. Der Dow Jones Industrial schloss nach zwischenzeitlicher Markierung eines neuen Rekordhochs 0,59 Prozent schwächer bei 19.793 Punkten. Der Nasdaq 100 verlor 0,29 Prozent auf 4.921 Zähler. Die US-Notenbank hatte wie erwartet den Leitzins ein Jahr nach der ersten Zinsanhebung und zum zweiten Mal innerhalb von 10 Jahren angehoben auf 0,50-0,75 Prozent. Etwas überraschend für den Markt war, dass sie die Erwartung für den Zinspfad im Jahr 2017 von bislang zwei Zinsanhebungen auf drei Zinsanhebungen änderte. An der NYSE verzeichneten 78 Prozent aller Werte Kursverluste. Das Abwärtsvolumen betrug 81 Prozent. 102 neuen 52-Wochen-Hochs standen 67 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren schlossen im Minus. Die größten Abgaben zeigten Versorger und Energiewerte. Als stärkster Wert im Dow rückte Goldman Sachs um 0,57 Prozent vor. Die rote Laterne hielt Caterpillar mit minus 2,37 Prozent.

Beflügelt von den falkenhaften Kommentaren der Fed wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index haussierte um 1,25 Prozent auf ein neues 13-Jahres-Hoch bei 102,32 Punkten. Die größten Verluste unter den Majors zeigte der Yen. EUR/USD notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,92 Prozent tiefer bei 1,0524 USD. Intraday markierte das Währungspaar ein 21-Monats-Tief bei 1,0497 USD. Damit richtet sich der charttechnische Blick nun auf die wichtige Unterstützung des Tiefs aus dem Jahr 2015 bei 1,0463 USD.

Der S&P GSCI Rohstoffindex gab belastet vom steigenden Greenback um 1,45 Prozent auf 391,14 Punkte nach. Brent-Öl verbilligte sich um 3,36 Prozent auf 53,85 USD. Die US-Sorte WTI verlor 3,87 Prozent auf 50,93 USD. Wie das US-Energieministerium berichtete, fielen die US-Rohölvorräte in der vergangenen Woche um 2,56 Millionen Barrel. Erwartet hatten Analysten im Schnitt einen Rückgang um 1,6-1,8 Millionen Barrel. Die Ölpreise konnten daraufhin zunächst einen Teil der Verluste reduzieren, bewegten sich jedoch am Abend wieder deutlich südwärts. US-Erdgas legte um 2,48 Prozent auf 3,56 USD zu. Comex-Kupfer verteuerte sich um 0,23 Prozent auf 2,60 USD. Gold verlor 1,18 Prozent auf 1.145 USD (1.086 EUR) und markierte damit ein 10-Monats-Tief. Silber, Platin und Palladium konnten hingegen zwischen 0,27 und 1,44 Prozent zulegen.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf 0,11 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sackte um sechs Basispunkte auf 0,30 Prozent ab. Der Euro-Bund-Future gab nach zwischenzeitlicher Markierung eines Wochenhochs bei 162,62 Punkten um 0,11 Prozent auf 161,69 Punkte nach. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sprang in Reaktion auf die falkenhafte Fed um sechs Basispunkte auf ein 27-Monats-Hoch bei 2,54 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh ganz überwiegend südwärts. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 1,46 Prozent auf 136,61 Punkte. Belastend auf die Stimmung wirkte vor allem der steigende US-Dollar. Der Nikkei 225 profitierte hingegen vom fallenden Yen und konnte um rund 0,5 Prozent zulegen.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite diesseits des Atlantiks auf die Dezember-Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Eurozone. In den USA dürften die Verbraucherpreise, der Philadelphia-Fed-Index und der Empire State Manufacturing Index im Fokus stehen. Daneben stehen die Notenbankentscheidungen der Bank of England und der Schweizerischen Nationalbank zur Veröffentlichung an. Unternehmensseitig stehen Metro mit dem Investorentag und Details zur geplanten Aufspaltung sowie die Deutsche Beteiligungs AG mit dem Jahresergebnis im Zentrum des Interesses. Nach US-Börsenschluss präsentiert der SAP-Rivale Oracle Quartalszahlen.

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Themen: Bauwerte, DAX, USD, EUR


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