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Konjunktur Deutschland ifo-Institut hebt Prognose für 2017 auf 1,5 Prozent Wachstum

16.12.2016, 09:30  |  972   |   |   

Das ifo Institut hat seine Konjunkturprognose für 2017 leicht angehoben. Es rechnet nun mit 1,5 Prozent Wachstum der Wirtschaftsleistung, nachdem es gemeinsam mit anderen Instituten im Herbst nur 1,4 Prozent vorhergesagt hatte.

„Alle Anzeichen deuten auf ein viertes Quartal 2016, das stärker ist als bislang gedacht; diesen Schwung nehmen wir mit ins neue Jahr“, sagte ifo-Präsident Clemens Fuest am Freitag in Berlin. Für 2016 bestätigte das ifo Institut die gemeinschaftliche Prognose von 1,9 Prozent. „Der Tempowechsel von 2016 auf 2017 ist nur auf eine geringere Zahl von Arbeitstagen zurückzuführen“, fügte Fuest an. Für 2018 schraubte das ifo Institut die Prognose ebenfalls leicht hoch, von 1,6 auf 1,7 Prozent.

Die Zahl der Erwerbstätigen steigt weiter, von 43,5 Millionen in diesem auf 43,8 Millionen im kommenden Jahr und sogar auf 44,2 Millionen 2018. Die Zahl der Arbeitslosen bleibt in allen drei Jahren stabil bei 2,7 Millionen, trotz des Zustroms der Flüchtlinge auf den Arbeitsmarkt; die Quote liegt damit bei konstant 6,1 Prozent.

Steigende Inflationsrate

Gleichzeitig erwartet das ifo Institut wegen des auslaufenden Effekts der Ölpreis-Senkungen einen Anstieg der Inflationsrate von 0,5 Prozent in diesem Jahr auf 1,5 Prozent im nächsten und auf 1,7 Prozent im Jahre 2018. „Die deutsche Inflation ist nahe an dem Ziel der Europäischen Zentralbank; da für den Euroraum insgesamt eine ähnliche Entwicklung erwartet wird, sollte die EZB den Ausstieg aus den Anleihekäufen beschleunigen“, fügte Fuest an.

Wegen der Ausgaben für die Flüchtlinge (Sozialleistungen, Sachleistungen, Unterkünfte, Beschäftigte im öffentlichen Dienst) wird der Überschuss des Staates sinken von 21,5 Milliarden in diesem Jahr auf 11,6 Milliarden Euro im kommenden und auf 9,2 Milliarden Euro 2018. 

Die Überschüsse in der deutschen Leistungsbilanz (Waren, Dienstleistungen, Übertragungen) werden im kommenden Jahr geringfügig sinken von 263 Milliarden Euro auf 261 Milliarden, um dann 2018 wieder zu steigen auf 270 Milliarden. Das entspricht in diesem Jahr 8,4 Prozent der Wirtschaftsleistung und je 8,1 Prozent in den beiden kommenden Jahren.



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