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Wie lange geht die Rekordfahrt noch weiter?

Gastautor: Daniel Saurenz
19.12.2016, 09:00  |  620   |   |   

USA_Texas_VW_BMWDer S&P500 eilt von Rekord zu Rekord. Dabei sehen Investoren über Belastungsfaktoren für die US-Wirtschaft und damit für den Aktienmarkt ebenso hinweg, wie über Warnsignale. Wie lange wird die Hausse noch laufen? Die Party beim S&P500 läuft auf vollen Touren: Selbst die Aussicht, dass die US-Notenbank im nächsten Jahr die Zinsen etwas stärker anheben könnte, als Investoren bislang erwartet hatten, hat die Party kaum gestört.

Nach der Sitzung der US-Notenbank am 14. Dezember hatte Fed-Chefin Janet Yellen signalisiert, die Fed wolle im kommenden Jahr die Zinsen drei Mal anheben, nachdem bei der Sitzung im September nur zwei Erhöhungen in Aussicht gestellt worden waren. Verantwortlich dafür, dass die US-Notenbank die Geldpolitik etwas stärker verschärfen könnte, ist die Aussicht auf ein großes Konjunkturprogramm des designierten US-Präsidenten Donald Trump.

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Absicherung auf den DAX:

Inliner: SE903P

Puts (11.200):  UW2PRL und UW0S9K

Absicherung auf die Deutsche Bank:

Reverse-Bonus: DL8L2G oder GL5SWA

Inliner: SE9R2J

Mini-Bear – CX9H02

Commerzbank Absicherungsinliner: SE9R05

Trump wird Inflation kräftig anheizen

S&P 500 auf ein Jahr

S&P 500 auf ein Jahr

Der designierte US-Präsident will ein Infrastrukturprogramm von einer Billion Dollar auflegen und Billionenschwere Steuersenkungen durchsetzen. Laut dem „Committee for a Responsible Federal Budget“, einem überparteilichen Thinktank, würden dadurch die ohnehin kräftig steigenden Staatsschulden in den nächsten zehn Jahren, um zusätzliche 5,3 Billionen Dollar zulegen. Investoren erwarten, dass Trump die Wirtschaft kräftig ankurbeln und so die Inflation deutlich anheizen wird.  Daher flüchten Investoren aus Anleihen, wodurch die Zinsen für zehnjährige Anleihen zuletzt auf rund 2,6 Prozent nach oben geschossen sind.

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Stark steigende Zinsen bedeuten aber erheblichen Gegenwind für die hochverschuldete US-Wirtschaft. So sind die Schulden der Amerikaner, also von Staat, privaten Haushalten und Unternehmen außerhalb des Finanzsektors, zuletzt auf den Rekord von insgesamt mehr als 67 Billionen Dollar gestiegen – das sind herbe 360 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Ein Zinsanstieg belastet vor allem die Hauskäufer und –finanzierer, nachdem die Hypothekenzinsen in den vergangenen Wochen um 70 Basispunkte (0,7 Prozentpunkte) gestiegen waren.

Schlechter Zeitpunkt für Konjunkturdämpfer

Börse_USA_SymbolFür jemanden, der eine Hypothek von 250.000 refinanzieren muss, bedeutet das eine zusätzliche jährliche Zinsbelastung von 1.750 Dollar. Der Dämpfer für die Konjunktur kommt zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt, kommt die Wirtschaft doch erst allmählich aus einer längeren Schwächephase heraus. So war die Industrieproduktion im November um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken und damit deutlich stärker als Volkswirte erwartet hatten. Damit lag die Industrieproduktion den 15. Monat in Folge unter dem Vorjahresniveau.

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Etwas Derartiges hat es außerhalb von Rezessionszeiten, also Zeiten, in denen die US-Wirtschaft schrumpft, noch nie gegeben. Zudem waren die Einzelhandelsumsätze im November um lediglich 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Das war ein deutlich geringeres Plus als Volkswirte vorhergesagt hatten. Etliche Investoren warnen daher, dass weiter steigende Zinsen allmählich Gegenwind für den Aktienmarkt bedeuten könnten. So sehen die Analysten von Goldman Sachs den Schmerzpunkt bei 2,75 Prozent für zehnjährige Anleihen. Der Anleihen-König Jeff Gundlach warnte zuletzt, dass es ab drei Prozent zu Turbulenzen am Aktienmarkt kommen werde.

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USA_Presse_Dollar„Zinsen von mehr als drei Prozent für zehnjährige Anleihen stellen etliche Aspekte des Aktien- und des Häusermarkts im Besonderen in Frage“, sagt Gundlach. Neben den steigenden Zinsen bekommt die US-Wirtschaft noch von einer anderen Seite deutlichen Gegenwind: dem stark steigenden Dollar. Dadurch werden US-Produkte im Ausland deutlich teurer, während ausländische Produkte in den USA billiger werden.

Damit trüben sich die Perspektiven für die US-Exportwirtschaft ein. Umso mehr setzen Investoren darauf, dass es Trump gelingen wird, im nächsten Jahr die Konjunktur kräftig anzukurbeln. Darauf deuten die jüngsten Einkaufsmanagerindizes, wie der der Notenbank von Philadelphia hin.

Im zweiten Teil unseres Beitrags schauen wir uns genauer an, welche US-Aktien die Rally beim S&P500 momentan anführen…

Wertpapier: DAX Bonus Reverse Classic 12.400 bis 2017/06 (GS), DAX Put 11.200 bis 2017/07 (UBS), DAX Put 11.200 bis 2017/10 (UBS), DAX Bonus Reverse Classic 12.900 bis 2017/12 (DB), Commerzbank Inline 4,40-8,80 bis 2017/09 (SG), DAX Inline 9.000-12.800 bis 2017/12 (SG)


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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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