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Egbert Prior Xing-Aktie legt steile Karriere hin

Gastautor: Egbert Prior
21.12.2016, 10:47  |  2185   |   |   

An der Aktie scheiden sich die Geister. Viele halten das Papier für zu teuer. In den letzten fünf Jahren hat sich der Kurs nahezu vervierfacht. Aktuell 174 Euro. Das KGV (2016) schätzungsweise 40! Doch das Karrierenetzwerk wächst schnell. Allein im dritten Quartal haben die Hamburger 442.000 neue Mitglieder gewonnen. Rekord. Der operative Gewinn (Ebitda) sprang um 38% auf knapp 13 Millionen Euro, während der Umsatz im Vorjahresvergleich um 24% auf nahezu 38 Millionen kletterte. Die Marge traumhafte 34%! Xing gelingt etwas, das viele Internetplattformen hierzulande nicht schaffen: Im deutschsprachigen Raum liegen die Hanseaten mit aktuell mehr als 11 Millionen Mitgliedern an der Spitze. Der amerikanische Wettbewerber LinkedIn mit 9 Millionen auf dem zweiten Platz. Allerdings steigerten die Kalifornier in den ersten sieben Monaten des Jahres die Zahl der Mitglieder in der DACH-Region um eine Million, so daß ein spannender Zweikampf im Gange ist. Der TecDAX-Vertreter denkt langfristig und plant auch für die Zukunft kräftiges Wachstum. Nach der im September vorgestellten „Strategie 2020“ soll der operative Gewinn jährlich um 20% zulegen, für den Umsatz ist ein Anstieg in einer Bandbreite zwischen 17 und 20% p.a. geplant. Die Hamburger setzen auf Innovationen. 40% des Wachstums wird aus neuen Produkten erwartet, 60% aus bestehenden. Die Zahl der Mitglieder soll jedes Jahr zwischen 1,5 und 2 Millionen klettern. Neben dem Karrierenetzwerk betreibt Xing einen Internet-Stellenmarkt, eine Jobsuchmaschine und eine Plattform für Arbeitgeberbewertungen. Die Basismitgliedschaft ist kostenlos, für Premiumangebote muß man zahlen. Besonders hat es Xing auf zahlungskräftige Unternehmenskunden abgesehen. Auf dem Feld der Personalbeschaffung erzielen die Nordlichter im deutschsprachigen Raum etwa 50 Millionen Umsatz und decken damit erst ca. 2% des Marktes ab. Jede Menge Platz für weiteres Wachstum also. Die Hamburger denken auch über weitere Zukäufe nach. Dabei geht es um intelligente Ergänzungen des Portfolios, die Preise für die Akquisitionen könnten zwischen 10 und 20 Millionen Euro liegen. Die Kriegskasse ist gut gefüllt, die liquiden Mittel belaufen sich auf 80 Millionen. Im zu Ende gehenden Geschäftsjahr dürften etwa 150 Millionen durch die Bücher gehen, das Ebitda soll sich auf 45 Millionen belaufen. Börsenwert rund 970 Millionen. Siebenfacher Umsatz. Sportlich. Seit Oktober konsolidiert die Aktie. Zum Einstieg würden wir Kurse von unter 150 Euro abwarten.

Wertpapier: XING


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