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Deutsche Bank hebt für Adidas den Daumen

Gastautor: Daniel Saurenz
21.12.2016, 13:30  |  972   |   |   

Berlin_AdidasKurz vor den Feiertagen lässt die Aufwärtsdynamik beim DAX etwas nach, Gewinnmitnahmen sind aber weiterhin nicht zu beobachten. Flankiert von der anhaltenden Euro-Schwäche könnte das Umfeld für die DAX-Bullen derzeit kaum besser sein. Aktien von Adidas werden von den Zahlen des Konkurrenten Nike bewegt. Die Amerikaner übertrafen die Erwartungen des Marktes, nachbörslich legte der Kurs zu.

Kräftig abwärts ging es hingegen für den Post-Branchenkollegen FedEx, der die Prognosen verfehlte. Gute Nachrichten kommen zudem von Volkswagen. Die Wolfsburger einigten sich mit US-Behörden auf eine Entschädigung für rund 80.000 Autos mit Drei-Liter-Motoren und zahlen rund eine Mrd. Dollar.

Heute um 18 Uhr: Die Finanzmarktrunde mit Egmond und Daniel – Hier gehts zur Anmeldung…

Wir hatten bei den bei Adidas und Nike zuletzt eine klare Gewichtung vorgenommen. Unser Trade lautete Adidas Short / Nike Long als Adidas bei 150 Euro stand. Auch hier lohnte sich trotz der guten Geschäftsentwicklung etwas antizyklischer Mut. Die Aktie ist in diesem Jahr bis zum Sommer um 70-75 Prozent gestiegen. Daher sollte man sich über die aktuelle Konsolidierung nicht wundern und die Aktie für 2017 auf der Beobachtungsliste halten.

Aktienmärkte, Zinsen und Geldpolitik – unser Webinar-Ausblick bei CMC hier in der Aufzeichnung…

Adidas_Store_ItalienBei der Deutschen Bank ist man für Adidas weiterhin optimistisch. Man hat die Einstufung für die Aktie des Sportartikelherstellers nach einem Treffen mit dem neuen Konzernchef Kasper Rorsted auf “Buy” mit einem Kursziel von 170 Euro belassen. Das Gespräch habe seine Einschätzung untermauert, dass Anleger zwar noch Geduld brauchten, diese sich aber auszahlen dürfte, schrieb Analyst Adrian Rott in einer Studie vom Mittwoch. Die Ziele für 2020 seien zwar noch weit weg, doch dürfte der Weg dorthin im kommenden Jahr konkreter werden. Die Wahrscheinlichkeit steige, dass die Konzernorganisation und die Infrastruktur 2017 deutlich aufgewertet werden dürften.

 

Unsere ISIN-Liste füllt sich für das Jahr 2017:

DAX Turbo Short k.o11.700 CD9MP6
DAX Open End Turbo Bull CX9FGL
Open End Turbo Short-Optionsschein auf Euro Bund-Future SE3RMV
9000er-DAX Put Absicherung und Mini-Crash Spekulation 2017 DG7UCT
Call Optionsschein auf Daimler AG VS4ZFL
10.300er DAX Put Absicherung PB7BYA
Bayer AG Call-Optionsschein DT2K9Y
DAX Inliner 9400-13000 SE9036
DAX inliner 10.000-12.800 SE9UCN
Capped Bonus Zertifikat auf Euro STOXX 50 UW6K1E
Capped Bonus Zertifikat auf DAX UT8MGY

Dow vor magischer Marke

An der Wall Street sind die Blicke auf den Dow Jones gerichtet. Am Dienstag verfehlte das Aktienbarometer nur knapp die 20.000er-Marke, zur Wochenmitte dürfte der Sprung aber gelingen. Der Anstieg sollte den Optimisten kurzfristig weiter Auftrieb verleihen, könnte sich mittelfristig aber auch als Bumerang herausstellen.

In der langen Historie des Dow Jones erwiesen sich runde Kursschwellen bereits mehrfach als äußerst zähe Widerstandsregionen. Die 1000er-Marke knackte der Index erst nach einer mehrjährigen Seitwärtsbewegung und unzähligen Fehlversuchen 1983. Ein Jahre später testete der Dow die Region erneut von oben – ein Muster, das sich 1987 bei 2000 Punkten und 1996 bei 5000 Punkten wiederholte. Mit der 10.000er-Hürde war der Dow Jones von 1999 bis 2011 beschäftigt. Auch jetzt könnte der Anstieg über die 20.000 zunächst gelingen, auf Sicht von einigen Monaten oder wenigen Jahren wäre aber ein erneuter Rücklauf an die Zone nicht überraschend.

Trading Masters gesucht

Invest_ubs_banken_opernturm_2Bald startet die zweite von insgesamt drei Spielphasen der Trading Masters – dem großen Börsenspiel der UBS. Wer also ohne den Einsatz von eigenem Geld traden oder vielleicht eine neue Strategie für sein Depot risikofrei ausprobieren möchte hat hier die perfekte Gelegenheit dazu. Darüber hinaus winken im Gesamtranking, den Spielphasen und Einzelrankings attraktive Preise im Gesamtwert von über 100.000 Euro , unter Anderem ein nagelneuer Mercedes CLA Coupé AMG-Line. Weitere Informationen finden Sie hier.

Unsere Chartanalyse:

Schönere Aufwärtstrends auf allen Zeitebenen könnte der Deutsche Aktienindex Börsianern zum 24. Dezember fast nicht schenken. Doch die Statistik warnt vor zu hohen Erwartungen.

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Der DAX könnte das Jahr in einer markttechnisch hervorragenden Verfassung beenden, darauf deuten die aktuellen Charts sowohl im Minuten-, als auch im Tages- und Wochenbereich hin. Was dabei aber nicht in Vergessenheit geraten sollte: Der Markt dürfte einen Großteil seines Jahresendspurt-Potenzials bereits aufgebraucht haben. In den vergangenen 20 Jahren lag der Dezember-Performance-Rekord im Jahr 2009 bei spektakulären 18 Prozent, der Durchschnitt aber nur bei 2,5 Prozent Kursgewinn.

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Aktuell hat der Index mit bisher 7,75 Prozent Gewinn im letzten Monat des Jahres bereits den zweiten Platz in der Hitliste erreicht, noch vor dem Jahr 1997 mit 7,6 Prozent Plus. Viel Spielraum bleibt damit nicht mehr, auch wenn im Chart noch Luft ist. Dort wäre erst bei 11.565 Punkten Schluss. Warum aber eher die nächsten Unterstützungen bei 11.420, 11.385 und 11.335 wichtig sind, zeigt auch der Blick auf den Tageschart.

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Aus der Vogelperspektive des länger zurück reichenden Kursverlaufs wird klar, dass der Index am oberen Rand des Aufwärtstrends verläuft (grün punktiert), der bei 11.430 bis 11.670 Punkten erkennbar ist. Auch der hohe prozentuale Abstand zum durchschnittlichen Kurs der vergangenen 21 Tage (etwa ein Handelsmonat, blauer Indikator unter dem Chart) ist ein Warnsignal. Anleger sollten daher auch weiter Teilgewinne mitnehmen und Stopps bestehender Long-Positionen eng nachziehen.

Diese Chartanalyse stellen wir Ihnen gemeinsam mit Index-Radar zur Verfügung. Wenn Sie uns oder ihn unterstützen möchten, würden wir uns freuen, wenn Sie sich den Premium-Bereich von Index-Radar einmal ansehen. Hier geht`s dorthin…



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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