DAX-0,89 % EUR/USD+0,81 % Gold+1,22 % Öl (Brent)-0,83 %
Marktüberblick: Medienwerte gesucht
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Marktüberblick Medienwerte gesucht

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
28.12.2016, 08:23  |  521   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt startete mit Zugewinnen in die letzte Handelswoche des Jahres. Der DAX verbesserte sich um 0,19 Prozent
auf 11.472 Punkte. MDAX und TecDAX konnten um 0,23 beziehungsweise 1,21 Prozent zulegen. Im HDAX der 110 größten deutschen
Aktiengesellschaften standen 81 Gewinner 28 Verlierern gegenüber. Aufwärts- und Abwärtsvolumen hielten sich jedoch mit jeweils 50
Prozent die Waage. Insgesamt war das Handelsvolumen extrem dünn. Im DAX wechselten lediglich 29,5 Millionen Aktien im Wert von
1,09 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 2,50) den Besitzer. Mit Blick auf die Sektorenperformance lagen die zuletzt wenig beliebten
Medienwerte klar vorne, gefolgt von Konsumwerten und Technologiewerten. Abwärts ging es hingegen mit Banken, Automobilwerten
und Einzelhandelswerten. Spitzenreiter im DAX war nachrichtenlos die Aktie von ProSiebenSat.1 Media mit einem Aufschlag von 1,28
Prozent. Merck und RWE folgten mit Zugewinnen von 0,89 beziehungsweise 0,86 Prozent. Die rote Laterne hielt Deutsche Bank nach
Gewinnmitnahmen mit einem Minus von 1,51 Prozent.
An der Wall Street schloss der Dow 0,05 Prozent fester bei 19.945 Punkten. Der Nasdaq 100 rückte um 0,52 Prozent auf ein neues
Jahreshoch bei 4.966 Zählern vor. An der NYSE konnten 59 Prozent aller Werte zulegen. Das Aufwärtsvolumen lag bei 72 Prozent. 140
neue 52-Wochen-Hochs standen 19 neuen Tiefs gegenüber. Bis auf die Hersteller nicht-zyklischer Konsumgüter (Consumer Staples)
konnten alle Sektoren zulegen. Am deutlichsten Rohstoffwerte, Technologiewerte und Hersteller zyklischer Konsumwerte (Consumer
Discretionary). Als bester Wert im Dow verteuerte sich Apple um 0,63 Prozent. Dahinter gewannen Cisco und Merck 0,49 respektive 0,38
Prozent hinzu. Nike rangierte mit einem Abschlag von 1,19 Prozent am Ende des Indextableaus. Im Nasdaq 100 haussierte mit Nvidia
der beste Wert des Jahres um weitere 6,86 Prozent. Von der Konjunkturseite gab es positive Signale. Der Case-Shiller-Hauspreisindex
für die 20 größten Städte der USA stieg im Oktober um 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Konsensschätzung: 5,0). Der
Verbraucherstimmungsindex des Conference Boards verbesserte sich im Dezember von zuvor 109,4 auf 113,7 Punkte
(Konsensschätzung: 109,8).
Am Währungsmarkt wertete der US-Dollar nach den positiven Konjunkturdaten gegenüber allen anderen Hauptwährungen in einem
extrem impulsarmen Geschäft moderat auf. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,08 Prozent höher bei
103,04 Punkten. Er verblieb damit in einer mehrtägigen engen Seitwärtsbewegung. EUR/USD gab um 0,02 Prozent auf 1,0455 USD
nach. Intraday schwankte das Währungspaar zwischen 1,0432 USD und 1,0463 USD. Gegenüber den anderen Majors präsentierte sich
die Gemeinschaftswährung fest. Auffällig schwach tendierten Kanada-Dollar und Yen.
Die Rohstoffpreise bewegten sich am Berichtstag ganz überwiegend nordwärts. Der S&P GSCI Index legte um 1,62 Prozent auf 398,21
Punkte zu. Brent-Öl verteuerte sich um 1,60 Prozent auf 56,04 USD. Der Preis für US-Erdgas stieg um 2,05 Prozent auf 3,74 USD. Kupfer
sprang an der Comex um 1,80 Prozent auf 2,52 USD. Gold legte um 0,56 Prozent auf 1.140 USD (1.089 EUR) zu. Silber, Platin und
Palladium stiegen zwischen 1,13 und 2,73 Prozent.
Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,03 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um einen Basispunkt auf
ein Monatstief bei 0,21 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future legte im Gegenzug um 0,23 Prozent auf ein Monatshoch bei 164,08 Punkten
zu. Der nächste technische Widerstand für den Kontrakt befindet sich bei 164,50/164,71 Punkten. Für die Rendite zehnjähriger USTreasury
Notes ging es gestützt von den positiven Konjunkturdaten um zwei Basispunkte nach oben auf 2,57 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte konnten heute früh mehrheitlich zulegen. Der MSCI Asia Pacific Index kletterte um 0,28 Prozent auf 134,59
Punkte. Am stärksten präsentierte sich der australische ASX 200 mit einem Plus von rund 0,9 Prozent. Der Nikkei 225 pendelte nach
Konjunkturdaten um die Nulllinie. Die Industrieproduktion Nippons stieg im November gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent
(Konsensschätzung: 1,6). Der Einzelhandelsumsatz kletterte um 1,7 Prozent (Konsensschätzung: 0,7). Die Toshiba-Aktie brach aufgrund
möglicher milliardenschwerer Abschreibungen für die Atomkraftwerkssparte um rund 20 Prozent ein.
Heute stehen keine marktbewegenden Daten zur Veröffentlichung an.

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