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Ist K+S umweltbewusst bei der Entsorgung der Produktionsabfälle?

28.12.2016, 10:26  |  217   |   |   

K+S (WKN: KSAG88 / ISIN: DE000KSAG888) meldete unmittelbar vor Weihnachten: Das Regierungspräsidium Kassel habe die „lang erwartete“ Genehmigung zur „Fortführung der Versenkung von Salzabwässern“ der Kaliproduktion des K+S Werkes Werra genehmigt. Damit kann die Produktion des K+S Werkes Werra „im Falle eines hydrologischen Normaljahres“ nahezu normal möglich sein. Um was es ging: K+S hatte beantragt, für den Zeitraum 2016 bis 2021 durchschnittlich 2 Mio. Kubikmeter Abwässer pro Jahr in der Werra versenken zu können. Genehmigt hat das Regierungspräsidium Kassel laut K+S nun 1,5 Mio. Kubikmeter. Es gab dabei wohl auch einige Nebenbestimmungen.

K+S-Aktie: finanztreff.de

Ist K+S umweltbewusst bei der Entsorgung der Produktionsabfälle?

In Fällen wie diesen bin ich froh, dass wir in einem Rechtsstaat leben, bei dem auch die Auswirkungen auf die Umwelt von den Behörden berücksichtigt werden. Denn sonst würde K+S wohl bedenkenlos 2,0 Mio. Kubikmeter pro Jahr in die Werra einleiten. Und wer weiß, ob K+S von sich aus den Bau einer neuen Aufbereitungsanlage (soll ab 2018 in Betrieb gehen) in Angriff genommen hätte. Ich habe einmal geschaut, was der von mir hoch geschätzte Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V. zu dieser Nachricht von K+S zu sagen hatte. Ich zitiere: „…obwohl seit 2008 bekannt ist, dass die verpresste Salzlauge auch austreten kann. Hinzu kommt die anhaltende `Entsorgung´ in der Werra. K+S steht nicht gerade für einen umweltbewussten Umgang mit seinen Produktionsabfällen.“ Den Sachverhalt selbst kann ich nicht beurteilen, insofern kann ich nur hoffen, dass K+S diese Problematik zur Chefsache macht.

Und dann noch das Zitat zum Tag:

„Dem Büffel ist das frische Gras lieber als eine goldene Futterkrippe.“

Chinesisches Sprichwort

Michael VaupelEin Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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Bildquelle: Michael Vaupel / Pressebild K+S

Wertpapier: Agrium, Potash of Saskatchewan, K+S


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Christoph Scherbaum M.A. und Diplom-Betriebswirt Marc Schmidt sind die Gründer von dieboersenblogger.de. Der Social-Börsenblog wurde Ende 2008 im Zeichen der Finanzkrise von den zwei Finanzjournalisten gegründet und hat sich seither fest in der Börsenmedienlandschaft etabliert. Heute schreibt ein gutes Dutzend Autoren neben Christoph Scherbaum und Marc Schmidt über Aktien, Geldanlage und Finanzen. Weitere Informationen: www.dieboersenblogger.de.

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