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Die beste Lektion, die ich jemals über das Investieren gelernt habe

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
30.12.2016, 10:00  |  600   |   |   

Die beste Lektion, die ich jemals über das Investieren gelernt habe, kommt vom legendären amerikanischen Findsmanager Peter Lynch in seinem klassischen Investmentbuch One up on Wall Street.

Den Sinn an der Börse erkennen

Lynch hat an der Spitze des Magellan-Fonds von Fidelity seinen Investoren in gut 13 Jahren zwischen 1977 und 1990 eine Rendite von 2700 % gebracht. Das sind jährlich gesehen im Durchschnitt 29 %.

Das ist jede Menge und es ist nicht leicht, etwas derartiges zu erreichen. Daher halte ich es für eine gute Idee, mir anzusehen, was Lynch über das Investieren zu sagen hat.

Es scheint, als hätte er so gut abgeschnitten, weil er die Unternehmen, von denen er Aktien besessen hat, besser verstanden hat. Er entwickelte ein Modell dafür, wie man über Unternehmen an der Börse denken sollte und hat mir damit die beste und nützlichste Lektion über das Investieren beigebracht.

Bevor man mit der Analyse einer Aktie beginnt, sollte man laut Lynch Unternehmen in die folgenden sechs Kategorien einteilen.

  • Langsame Wachstumsaktien
  • Etablierte Unternehmen
  • Schnell wachsende Unternehmen
  • Zyklische Unternehmen
  • Turnaround-Aktien
  • Wetten auf Vermögenswerte

Er versuchte diese verschiedenen Kategorien gut zu verstehen und kategorisierte die zugrundeliegenden Geschäftsmodelle seiner Unternehmen entsprechend. Diese Methode half ihm, wie man an seinen Ergebnissen deutlich sehen kann.

Unternehmen, bei denen sich das Blatt sehr schnell wenden kann

Ich finde seine Kategorien sehr gut, denn dadurch sieht man deutlicher, worum es sich bei den Investitionen handelt und was man von ihnen erwarten kann. Nehmen wir als Beispiel nur mal die zyklischen Unternehmen. Diese unvorhersehbare Kategorie ist voller Unternehmen, die zusammen mit den Problemen von makroökonomischen Zyklen Ebbe und Flut unterworfen sind. Solche Unternehmen treten oft längere Zeit auf der Stelle. Sie führen aber auch viele Investoren in die Irre, indem sie sich als etwas anderes ausgeben.

Für den ahnungslosen Investor können die Prognosen zyklische Unternehmen wie schnell wachsende Unternehmen erscheinen lassen, wenn sie sich am Anfang eines Aufwärtstrends befinden. Manchmal sind deren Dividendenrenditen und andere Kennzahlen Indikatoren, die sie wie Schnäppchen aussehen lassen, wenn sie sich während eines Zyklus an einem Höhepunkt befinden kurz bevor sie wieder abstürzen. Wir sollten uns davon aber nicht in die Irre führen lassen. Die Umsätze, Gewinne und Kurse von zyklischen Unternehmen können, wenn es wirtschaftlich bergab geht, sehr schnell wieder auf den Nullwert und sogar noch tiefer zurückfallen.

Nehmen wir als Beispiel nur Minenunternehmen, Einzelhändler und Bauunternehmen. Bevor wir in solche zyklische Bestien investieren, ist es ein großer Vorteil zu wissen, womit wir es hier überhaupt zu tun haben. Zum Beispiel können hohe Renditen und geringe Kurs-Gewinn-Verhältnisse eher eine Warnung als eine attraktive Bewertung sein, nachdem das Unternehmen schon einen Zeitraum voller robuster Gewinne hinter sich hat und wenn die Gewinne langsam verschwinden. Gleichzeitig sinkt der Kurs. An diesem Punkt könnte man dann kaufen.

Zwischen den Kategorien

Schnell wachsende Unternehmen, etablierte Unternehmen und langsam wachsende Unternehmen beschreiben unterschiedliche Niveaus von durchschnittlichem jährlichem Wachstum bei den Gewinnen. Allgemein wird ein schnell wachsendes Unternehmen kleiner sein und ein höheres KGV haben. Ein langsam wachsendes Unternehmen wird wahrscheinlich ein großes Unternehmen mit einer hohen Dividendenrendite und einem niedrigeren KGV sein. Peter Lynch mochte etablierte Unternehmen mit durchschnittlichem Wachstum von 20 bis 50 %.

Unternehmen können sich aber auch von einer Kategorie in eine andere bewegen oder aus einer Kategorie ganz herausfallen und dann zu einer Trendwende oder zu einer Wette auf Vermögenswerte werden. Diese Klassifizierungen nehmen dir die Investment-Entscheidungen natürlich nicht ab, aber ich finde sie sind ein guter Anhaltspunkt dafür, um die Dinge etwas klarer zu sehen.

Die Börse etwas klüger angehen

Lynchs Methode, Aktien zu kategorisieren, hat mir geholfen Verluste zu vermeiden und Kursgewinne zu erzielen. Daher empfehle ich auch dir dieses Buch.

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Dieser Artikel wurde von Kevin Godbold auf Englisch verfasst und wurde am 26.12.2016 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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