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Zwei Männer, zwei Botschaften Gegensätzlicher geht's nicht: Die Twitter-Neujahrsgrüße von Trump und Obama

02.01.2017, 17:46  |  3022   |   |   

Dass es sich bei Barack Obama und Donald Trump um zwei grundverschiedene Typen handelt, hat das letzte Jahr eindrücklich gezeigt. Einmal mehr bestätigt sich dies mit Blick auf deren Neujahrsgrüße bei Twitter. Denn während der eine darin in aller Ausführlichkeit seine Dankbarkeit und seine Erfolge zum Ausdruck bringt, hat der andere nur Spott und Hohn übrig. 

Zugegeben, so einer womöglich noch im leichten Trunkenheitszustand dahingetippten Twitter-Nachricht sollte man nicht denselben Wert beimessen, wie einer langfristig vorbereiteten Neujahrsansprache. Dennoch bietet sie einiges an Interpretationsspielraum über den jeweiligen Charakter des Verfassers, vor allem dann, wenn es sich dabei um den Noch- und den Bald-Präsidenten der USA handelt. 

Deren Twitter-Neujahrsgrüße könnten in Sachen Botschaft, Länge und Eloquenz unterschiedlicher wohl nicht sein. So brauchte Barack Obama, der sich am 10. Januar noch einmal ganz offiziell in Chicago verabschieden wird, gleich sieben Tweets, um all die Dinge aufzuzählen, die ihm und seiner Regierung in den letzten Jahren gelungen sind und wofür er sich stolz und dankbar zeigte. 

"Während wir in die Zukunft schauen, möchte ich mir einen Moment nehmen, um auf die bemerkenswerte Entwicklung zurückzublicken, die ihr in den letzten acht Jahren möglich gemacht habt." Mit diesen Worten eröffnete der Präsident seine Tweet-Folge, in der er daraufhin kurz auf die Folgejahre nach der Finanzkrise zu sprechen kam. Diese seien von der längsten Jobwachstumsphase überhaupt geprägt gewesen.

In seiner nächsten Nachricht machte er auf die Tatsache aufmerksam, dass noch nie so viele Amerikaner krankenversichert waren, wie zum jetzigen Zeitpunkt. 

Außerdem sei es gelungen, das Öl aus dem Ausland gegen saubere Energien einzutauschen und die Standardwerte zur Treibstoffeffizienz zu verdoppeln. Auf globaler Ebene habe man daran gearbeitet, den einen Planeten, den es gibt, zu retten.

Dem folgte ein Tweet, in der Obama erklärte, man habe mehr Soldaten der US-Truppen nach Hause bringen können und die Führungsrolle der USA ausgebaut. Dabei sei man diplomatisch vorgegangen und habe sich mit Nationen verbündet, um globale Probleme anzugehen. 

Indem Gleichheit bei der Ehe geschaffen und andere Hürden beseitigt wurden, habe man zuletzt auch bei dem Bemühen um die Gleichbehandlung aller Geschichte schreiben können. 

"Es war das Privileg meines Lebens, euch als Präsident zu dienen", schloss Obama seine Tweetfolge. "Ich freue mich darauf, als Bürger neben euch zu stehen. Frohes Neues Jahr allerseits."

Und Donald Trump? Der wünschte den Leuten ebenfalls ein Frohes Neues, wenn auch auf etwas feindseligere und höhnische Art. 

"Ein frohes neues Jahr für alle, inklusive meinen vielen Feinden und jenen, die mich bekämpft haben und so bitter verloren haben, dass sie jetzt nicht wissen, was sie tun sollen", schrieb er und sorgte mit seiner Wortwahl für ziemlich viel Irritation. Denn anstatt gleich von "Feinden" zu reden, würde der etwas diplomatischere Typ wohl eher sowas wie "Gegner" oder "Opponenten" wählen. Wer Trump kennt, weiß aber, dass der Mann seine Festtagsgrüße sehr gerne mal an seine "Feinde", "Hater" und "Loser" richtet. 

Seinem Social-Media-Team scheint die ganze Sache dann aber vielleicht doch etwas zu aggressiv rübergekommen zu sein. Einige Stunden später wurde über Trumps Account nämlich eine deutlich versöhnlichere Twitter-Meldung nachgereicht, in der es dann hieß: "An alle Amerikaner - Frohes neues Jahr (Feuerwerks-Emoji) und viele Segenswünsche für euch alle! Ich freue mich auf ein wundervolles & erfolgreiches 2016, wenn wir zusammen arbeiten, um Amerika wieder groß zu machen (US-Flaggen-Emoji).

 

 



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