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Dow Jones und S&P500 im Chart-Check

Gastautor: Daniel Saurenz
03.01.2017, 13:30  |  1465   |   |   

USA_NewYork_BörseDie Mutter aller Aufwärtstrends – so kann man die Entwicklung des S&P 500 bezeichnen. Dazu stellen wir die Analyse der HSBC-Experten vor, die einen langfristigen Blick auf die Entwicklung der großen US-Indizes geworfen haben. Angesichts des Dow Jones knapp unter der historischen 20.000er Marke lohnt sich der Blick in die USA. Heute Abend lädt die HSBC zum Jahresausblicks-Webinar 2017 mit Jörg Scherer ein. Dort wird es ausführlich um die Chancen und Risiken in diesem Jahr gehen -  Hier die Anmeldung…

Langfristige Charts bzw. deren Analyse anhand hoher Zeitebenen fördern oftmals interessante Details zu Tage. Anleger laufen Gefahr diese bei der ausschließlichen Fokussierung auf das hektische „Auf und Ab“ im Tageschart aus den Augen zu verlieren. Das Abklopfen strategischer Kursverläufe halten wir also grundsätzlich für eine sinnvolle Vorgehensweise. Im Rahmen des Jahresausblicks gilt allerdings ganz besonders das Motto: „Wenn nicht jetzt, wann dann!“

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In diesem Sinn möchten wir den Jahreschart des Dow Jones aus dem Vorjahr nochmals aufgreifen. Vor zwölf Monaten wiesen wir daraufhin, dass sowohl zwischen den letzten beiden Jahreshochs als auch den -tiefs jeweils nur wenige Indexzähler lagen. Während das Jahr 2016 zunächst nochmals einen Tests der Tiefs brachte, konnten die Hochs bekanntermaßen im Jahresverlauf zu den Akten gelegt werden. Auf der Unterseite entsteht also bei 15.451/370/341 Punkten eine sehr markante Haltezone, die das Aktienbarometer zuletzt ja auch als Sprungbrett genutzt hat (siehe Chart 6). Allerdings würde bereits ein Rebreak der alten Ausbruchsmarken bei 18.351/103 Punkten für einen faden Beigeschmack sorgen. Da der DJIA das Jahr aber nahezu auf Jahreshoch (19.988 Punkten) beenden dürfte, ist zunächst eine unmittelbare Fortsetzung der jüngsten Kursavancen realistisch.

Dow Jones Industrial Average (Annually)

Die Mutter aller Aufwärtstrends

Diese These wird auch durch einen unserer Lieblingscharts getragen, den wir bereits vor einigen Jahr als „Mutter aller Aufwärtstrends“ bezeichneten: den Kursverlauf des S&P 500® auf Quartalsbasis. Seit der Weltwirtschaftskrise haben die US-Standardwerte einen stabilen Haussetrendkanal etabliert, der seither regelmäßig seine Relevanz unter Beweis gestellt hat (siehe Chart 7). Im Anschluss an die Übertreibung zum Ende der 1990er Jahre gönnte sich das Aktienbarometer eine 13-jährige Schiebezone, um die vorangegangenen Kursgewinne zu konsolidieren.

Der Ausbruch im Verlauf des Jahres 2013 sorgte dann für eine Trendbestätigung in Form eines neuen prozyklischen Investmentkaufsignals. Im zurückliegenden Jahr folgte mit dem neuen Allzeithoch bei 2.278 Punkten ein weiteres. Nachdruck verleiht dem Signal von 2016 die Tatsache, dass sich der S&P 500® zuvor sieben Quartale lang mit den Widerständen bei gut 2.100 Punkten auseinandergesetzt hatte. Aus der Höhe der o. g. Tradingrange ergibt sich ein rechnerisches Kursziel von rund 2.350 Punkten. So spektakulär dieses Ziel im Jahresausblick 2015 klang, so sehr kann es aktuell als „Normalität“ bezeichnet werden.

sp-500-quarterly

Kursziele und Absicherungen

Dennoch besitzt die Marke „Charme“, denn sie harmoniert gut mit einem weiteren Kursziel im Bereich von rund 2.400 Punkten. Dieses ergibt sich aus der Projektion der Höhe der Schiebezone der letzten zwei Jahre nach oben. Im Dunstkreis der Marken von 2.350/2.400 Punkten entsteht also ein Zielcluster (siehe Chart 8). Im Sinne eines vorsichtigen Kaufmanns möchten wir uns aber nicht nur mit der Oberseite beschäftigen, sondern auch mögliche Stoppmarken für 2017 herausarbeiten. Auch in diesem Zusammenhang bietet der Quartalschart einiges an Orientierungshilfe. Der S&P 500® hat sich – wie oben bereits erwähnt – über sieben Quartale mit den alten Rekordständen bei gut 2.100 Punkten auseinandergesetzt.

sp-500-quarterly-2

Dies ist allerdings nur die halbe Wahrheit, denn das Aktienbarometer hat auch eine Vielzahl an markanten Dochten in Schlagdistanz zu diesen Barrieren ausgeprägt. Entsprechend groß ist die Bedeutung der Ausbruchsmarken. Mit anderen Worten: Es gilt ein Rebreak der alten Rekordstände unbedingt zu verhindern. Darunter ergibt sich ein weiterer wichtiger Rückzugsbereich aus der Kombination des Aufwärtstrends seit 2011 (auf wöchentlicher Basis akt. bei 1.982 Punkten) und der 200- Wochen-Linie (akt. bei 1.950 Punkten).

Disclaimer: Wir weisen darauf hin, dass HSBC für die Platzierung dieses Beitrags bezahlt und auch die genannten Produkte ausgewählt hat. Darüber hinaus stellt Feingold Research Produkte von HSBC in ihren Publikationen und Beiträgen vor.



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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