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DAX 13.000 ? – diese Risiken lauern 2017…

Gastautor: Daniel Saurenz
04.01.2017, 08:00  |  517   |   |   

Börse-Dax-2Eine beeindruckende Jahresendrally hat der DAX hingelegt – und das trotz des gescheiterten Verfassungsreferendums in Italien. Nach einem zwischenzeitlich schwierigen Jahr beschließt der DAX 2016 mit einem deutlichen Kursplus. Damit schneidet er deutlich besser ab als der Euro Stoxx 50. Für 2017 sprechen etliche Gründe für einen weiteren Anstieg des DAX, allerdings gibt es auch etliche Belastungsfaktoren. Wie könnte es 2017 bei DAX und Co. laufen?

Investoren setzen darauf, dass EZB-Chef Mario Draghi mit massiven Anleihenkäufen die Lage am Anleihenmarkt in der Euro-Zone unter Kontrolle halten wird. Umso mehr fragen sich viele Anleger, wie es im nächsten Jahr bei DAX und dem Aktienmarkt in Europa insgesamt weitergehen könnte. Von großer Bedeutung ist dabei die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft. Das wird vor allem von dem designierten US-Präsidenten Donald Trump abhängen. Er will mit einem massiven Konjunkturprogramm die US-Wirtschaft kräftig ankurbeln, wovon indirekt auch die Exportstarken deutschen Unternehmen profitieren würden, wie die Autohersteller, oder Siemens, die einen hohen Umsatzanteil in den USA haben. Allerdings ist die Gefahr groß, dass Trump einen Handelskrieg mit China anzettelt. China dürfte seinerseits mit scharfen Maßnahmen reagieren, was den Welthandel und damit die Weltwirtschaft insgesamt deutlich belasten würde.

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Steigender Dollar verursacht enorme Probleme

Das dürfte dazu führen, dass der Dollar weiter deutlich steigt, während sich die Talfahrt des chinesischen Renminbi beschleunigen würde. Beides würde enorme Probleme für die Weltwirtschaft verursachen. In den vergangenen Jahren haben Unternehmen außerhalb der USA Schulden von neun Billionen Dollar angehäuft. Mit jedem Tag, an dem der Greenback steigt, müssen die Unternehmen mehr Geld in heimischer Währung aufwenden, um ihre Dollar-Kredite bedienen zu können. Damit fehlt Geld für Investitionen, für Forschung und Entwicklung und Lohnsteigerungen, wodurch die jeweiligen Volkswirtschaften deutlich belastet werden. Ein weiter sinkender Renminbi hätte ebenfalls unschöne Effekte, denn chinesische Produkte werden im Ausland, beispielsweise in den USA, billiger, während ausländische Produkte in China teurer werden.

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bmwEtliche Experten erwarten daher, dass das Wachstum der Weltwirtschaft trotz Trumps Konjunkturprogramm im nächsten Jahr schwach bleiben wird. Die Experten der DZ BANK rechnen mit einem Wachstum von 3,0 Prozent, während für das laufende Jahr 2,8 Prozent erwartet werden. „Die Wachstumsdynamik ist weltweit schwach. Einige Länder werden versuchen, sich mit Fiskalprogrammen dagegen zu stemmen. Darunter auch die USA mit ihrem neuen Präsidenten, allerdings wird die Wirkung dort erst in der zweiten Jahreshälfte 2017 zu spüren sein“, erklärt Stefan Bielmeier, Chefvolkswirt der DZ BANK. „Global bleibt das Wachstum aufgrund der zahlreichen geopolitischen Risiken fragil. Politische Themen und das Agieren der Zentralbanken werden weiterhin die fundamentalen ökonomischen Faktoren überlagern.“ Sollte die Weltwirtschaft langsamer als erwartet wachsen, würde das den Anstieg des DAX bremsen.

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Hohe politische Risiken in der Euro-Zone

Ein weiterer Risikofaktor ist die Konjunktur in der Euro-Zone. Zwar sieht es derzeit so aus, als ob Draghi die Lage am Anleihenmarkt unter Kontrolle halten könnte. Allerdings gibt es 2017 etliche Wahlen, wie die Parlamentswahlen am 15. März in den Niederlanden und die Präsidentschaftswahl am 23. April in Frankreich. Je nach dem Ausgang der Wahlen könnte bei Investoren die Sorge vor dem möglichen Austritt eines Landes aus der Euro-Zone aufkommen, was für eine konjunkturelle Unsicherheit sorgen und damit die Wirtschaft der Euro-Zone belasten würde.

Börse-EZB-DAX3Bislang hat sie vor allem Rückenwind vom schwachen Euro. Er könnte zwar in den nächsten Monaten weiter sinken, allerdings ist das keine ausgemachte Sache. Sollte es zu einem deutlichen Anstieg des Euro kommen, würde das die Wirtschaft der Euro-Zone deutlich bremsen. Von umso größerer Bedeutung ist, dass es nicht zu einem starken Zinsanstieg kommt. Davon würden zwar die Sparer profitieren, weil sie mehr Geld für den Konsum hätten. Andererseits würden aber viele hochverschuldete private Haushalte und Unternehmen schwer in die Bredouille kommen. Für Rückenwind würde hingegen ein steigender Ölpreis sorgen. Denn dann hätte Volkswirtschaften, wie Saudi-Arabien, oder Russland, mehr Einnahmen aus dem Ölgeschäft, woraufhin die Länder mehr deutsche Produkte kaufen könnten.

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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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