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Neues Jahr 2017 Es ist wieder Prognosezeit, oder?

Gastautor: Anna Voronina
05.01.2017, 18:44  |  861   |   |   

Aber ob diese Prognosen überhaupt einen Mehrwert für Anleger bringen können steht in Frage. Kai Hattwich, Portfoliomanager und Mitglied des Anlageausschusses der quirin bank klärt auf:

Die Folgenden – zeitlosen – Prognosen zeigen die Problematik der prognosegetriebenen Geldanlage.


Prognose Nr. 1: Irgendwer wird es ganz bestimmt gewusst haben.

Es ist ein wahrer Klassiker: Nach jedem Aktien-Crash gibt es jemanden der diesen Crash vorhergesehen haben will und Experten, welche uns erklären, dass dies vollkommen logisch uns vorhersehbar war. Ob  und wie oft diese Experten bereits daneben lagen, findet nun keine Berücksichtigung mehr. Dieses Verhalten ist psychologisch gesehen völlig normal, da unser Gehirn Unsicherheit und Zufälle schwer ohne eine Begründung (und sei diese noch so schlecht und haltlos) einordnen kann. Allerdings ist diese Sicherheit trügerisch, da die "Experten" längst braun gebrannt auf einer Südseeinsel lägen, so die Prognosen immer so treffsicher gewesen wären.

Prognose Nr. 2: 2017 wird das Jahr der [beliebige Region einsetzen].

Auch in 2017 wird es eine bestimmte Region geben, deren Aktienmarkt sich besser entwickelt als die anderen. Exakte Prognosen hierüber gibt es aber auch in 2017 nicht. Eine strategische und gut diversifizierte Ausrichtung, wie beispielsweise in den Portfolios von quirion, braucht solche Prognosen nicht und bietet die besten Chancen in Relation zum Risiko.

Prognose Nr. 3: In 2017 werden bestimmt aktive Managementstile hervorstechen.

Geschichtenerzähler und Verkäufer prognosegetriebener Ansätze haben selbstredend auch 2017 wieder die neuesten und trendigsten Produkte, welche man nicht verpassen darf. Bevorzugt werden die Geschichten über ausgebuffte Manager sein, die mehr wissen als der Markt. Oder Geschichten über tolle Risikomodelle, die angeblich das schaffen, woran zuvor alle anderen ebenso tollen Modelle gescheitert sind.

Aber unserer Erfahrung nach sehen 98 % dieser Manager im langfristigen Vergleich mit inhaltlich passenden ETFs alt aus. Nachschauen können Sie dies beim Indexanbieter S&P Indices. Dieser veröffentlicht jedes Jahr die sogenannte SPIVA Scorecard, die das systematische Versagen dieser prognosegetriebenen Ansätze aufzeigt.

Alternative: Prognosefrei Investieren mit quirion

Die meisten Prognosen für das neue Jahr werden nicht eintreffen. Ganz so, wie in den vergangenen Jahren auch.

Genau deshalb bedeutet prognosefreies Investieren mit quirion einen Paradigmenwechsel für die Kapitalanlage: Nicht das Übertreffen der Marktentwicklung ist das lohnendste realistische Ziel, sondern die möglichst exakte Beteiligung daran. Dies geschieht am besten über global diversifizierte Portfolios, die nachgewiesene Faktorprämien berücksichtigen und vereinnahmen.

 



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Nach einem Betriebswirtschaftsstudium war sie zunächst als Derivatehändlerin an der Stuttgarter Börse tätig, bevor sie sich voll und ganz der quirin bank verschrieb. Dort oblag ihr zunächst das Ordermanagement der IT-Abteilung, ehe sie an der Seite von Karl Matthäus Schmidt quirion nach und nach Leben einhauchte. Für die gebürtige Ukrainerin, eine ehemalige professionelle Bahnradfahrerin, gibt es in ihrer Freizeit nichts Besseres, als sich sportlich zu betätigen.

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