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Trump – Zinswende oder Handelskrieg?

Gastautor: Daniel Saurenz
06.01.2017, 09:00  |  754   |   |   

USA_Texas_VW_BMWNach wie vor herrscht Unsicherheit an den Märkten bezüglich der konkreten Ausgestaltung der US-Wirtschaftspolitik unter “president elect” Donald Trump. Wie viele Punkte seines Wahlprogramms Trump  tatsächlich umsetzen kann, ist im Moment nur schwer vorherzusagen. Zwei mögliche Szenarien nehmen die Analysten der Schweizer Privatbank Vontobel unter die Lupe.

Der günstige Fall – Trumps Wirtschaftspolitik greift

Im ersten Szenario, „Reflation – Trumps Wirtschaftspolitik greift“, werden viele seiner wirtschaftsfreundlichen Maßnahmen umgesetzt werden können. Das Wort „Reflation“ bezieht sich hierbei konkret auf eine erwartet höhere Inflation, nachdem diese sich im letzten Jahr gegenüber 2015 schon leicht erhöhte.

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Börse_USA_NewYork_4Die von Trump angekündigten staatlichen Infrastrukturausgaben werden nach Ansicht der Experten von Vontobel für das Jahr 2017 ein Volumen von 100 Milliarden US-Dollar umfassen. Dies entspräche rund ein halbes Prozent des jährlichen Bruttoinlandprodukts. Die zweite Säule seine Reformen umfasst massive Steuersenkungen für Unternehmen.

Der aktuelle Satz soll von 35 auf 15 Prozent gesenkt werden. Ebenfalls – zumindest einmalig – senken möchte Trump den Steuersatz auf Gewinnheimführungen. Führen die großen Unternehmen ihre im Ausland gelagerten Gewinne in die USA ein, steht das Geld dort für weitere Investitionen und somit neue Jobs zur Verfügung, so das Kalkül. Dass Regulierungen für Unternehmen der Energie- und Finanzbranche zusätzlich gelockert werden sollen, dürfte bei Betrachtung des Schattenkabinetts außer Frage stehen. Auch hier verspricht Trump sich Wachstumsimpulse für die heimische Wirtschaft.

Was bringt das Jahr 2017  ? Beachten Sie dazu unsere Finanzmarktrunde vom Mittwoch…

Insgesamt schätzen die Analysten von Vontobel, dass das positive Szenario mit einem Wirtschaftswachstum für das aktuelle Jahr von bis zu drei Prozent verbunden ist. Da aktuell nahezu Vollbeschäftigung herrsche, sei mit einem kräftigen Lohnwachstum zu rechnen, was die Inflation auf über drei Prozent katapultieren könne, besonders da die Produktivitätsgewinne gering seien und die Unternehmen kaum auf Margen verzichten werden, so die Analysten. Weiter wird von vier Leitzinserhöhungen und einem Anstieg der Anleihenrenditen auf drei Prozent ausgegangen.

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 „Stagnation – Trumps Wirtschaftspolitik versagt“

Im zweiten Szenario „Stagnation – Trumps Wirtschaftspolitik versagt“, dominieren die wachstumshemmenden Aspekte seines Wahlprogramms. Neben den Neuverhandlungen bestehender Freihandelsabkommen (NAFTA), werden ausstehende Abkommen (TTIP, TPP) nicht ratifiziert. Importzölle und die konsequente Ausweisung illegaler Einwanderer führen dazu, dass die heimische Wirtschaft abgeschottet wird.

Quelle: Vontobel Research



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