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Eine neue Studie: Stell dir die folgenden Fragen

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
09.01.2017, 17:00  |  184   |   |   

Wenn du außerhalb eines Rentenplans investierst, dann sollte dich die FINRA-Foundation-Studie “Investoren in den Vereinigten Staaten 2016” interessieren.

Die Erkenntnisse sind interessant, aber was wirklich wertvoll dabei ist, sind einige einfache Fragen über dein Wissen und dein Verhalten beim Investieren. Es folgen fünf wichtige Erkenntnisse und einige Fragen, die du dir selbst stellen solltest.

Bildquelle: Getty Images.

1. Investoren ohne ein Rentenkonto sind eine Minderheit

Einzelpersonen, die nicht in ein offizielles Rentenkonto einzahlen, stellen weniger als ein Drittel, nämlich 30 %, der erwachsenen Bevölkerung in den USA dar. Als Gruppe sind sie eher männlich und höchstwahrscheinlich auch etwas älter, weiß und haben eine College-Ausbildung genossen. Diese Investoren haben meistens auch ein höheres Einkommen als die durchschnittliche Bevölkerung. Etwa ein Drittel der Befragten gab an, dass sie weniger als 50.000 US-Dollar außerhalb ihres Rentenplans investiert hätte. Ein zweites Drittel meldete zwischen 50.000 und 250.000 US-Dollar und nur weniger als ein Drittel gab an, mehr als 250.000 US-Dollar zu haben.

Frag dich selbst: Weißt du, wieviel du besitzt? Man kann sehr viel dabei lernen, wenn man seine Depotauszüge jeden Monat genau ansieht und sich die Zeit nimmt herauszufinden, wie man Geld bei jeder Investition verdienen oder verlieren kann.

2. Die Investoren greifen auf Profis zurück, aber die meisten überprüfen diese nicht

Mehr als die Hälfte der Befragten, nämlich 56 %, gab an, auf die Dienste eines Finanzprofis wie eines Brokers oder eines Beraters zurückgegriffen zu haben. Damit möchten sie primär ihre Performance erhöhen (81 %), Verluste vermeiden (78 %) und von neuen Investitionen erfahren (63 %). Die meisten Investoren haben aber bei den Regulierungsbehörden nicht überprüft, ob ihr jeweiliger Berater überhaupt registriert ist oder in der Vergangenheit schon Disziplinarmaßnahmen über sich hat ergehen lassen müssen. Genauso wenig stellen sie grundsätzliche Fragen darüber, wie diese Finanzprofis entlohnt werden. Weniger als ein Viertel (23 %) der Investoren, die einen Finanzprofi engagiert haben, haben bei einer Regulierungsbehörde den Background dieses Beraters überprüft, verglichen mit 69 % der Investoren, die online eine Restaurantkritik gelesen haben und 38 %, die eine Onlinekritik über Autos gelesen haben.

Frag dich selbst: Hast du dich über deine Finanzberater erkundigt? Es kostet nichts und es erfordert nur ein paar Minuten mit dem FINRA BrokerCheck. Mehr als die Hälfte (58 %) aller, die einen Finanzberater haben, sagen, dass Titel oder Zertifizierungen sehr wichtig für sie sind. Wenn du dich selbst zu dieser Gruppe zählst, dann kannst du mehr über diese Berufsbezeichnungen bei FINRA lernen.

3. Investmentkonzepte versteht kaum jemand

Nur 10 % der Befragten, die den Fragebogen mit 10 Fragen ausgefüllt haben, konnten 8 oder mehr Fragen korrekt beantworten. Die Mehrheit (56 %) konnte weniger als die Hälfte der Fragen korrekt beantworten. Frauen sagten im Vergleich zu Männern bedeutend öfter, sie wüssten die Antwort auf die Fragen nicht, was vielleicht auf Unterschiede im Selbstbewusstsein zwischen den beiden Geschlechtern hinweist.

Frag dich selbst: Wie gut kennst du die Grundlagen des Investierens? Anfangen kannst du mit den Fragen und den Antworten in der Studie von FINRA (Fragebogen auf englisch).

Die meisten Investoren konnten zum Beispiel die folgende Frage nicht korrekt beantworten: Welche der folgenden Antworten erklärt den Unterschied zwischen nominellen Renditen und realen Renditen am besten? Die korrekte Antwort ist, dass Nominalrenditen nicht inflationsbereinigt sind, während Realrenditen inflationsbereinigt sind. Nur 12 % der Befragten konnten diese Frage richtig beantworten.

4. Die Investoren besitzen einzelne Aktien und Investmentfonds

74 % der befragten Haushalte gaben an, einzelne Aktien zu besitzen. 64 % gaben an Investmentfonds zu besitzen. Unternehmensanleihen besaßen nur 35 % und eine Rentenversicherung hatten nur 33 %. Andere Investitionen wie ETFs, REITs und Rentenversicherungen besaß nur eine kleinere Anzahl der Befragten. Investoren mit geringerem Portfoliowert tendieren dazu, eine weniger diversifizierte Mischung aus Investitionen zu halten als diejenigen mit einem höheren Portfoliowert.

Zusätzlich ist bemerkenswert, dass die meisten mit Portfolios von weniger als 50.000 US-Dollar die meisten Einzelaktien besitzen (71 %) im Gegensatz zu Investmentfonds (46 %), wie man vielleicht erwarten könnte. Investmentfonds werden genauso oft besessen wie Einzelaktien mit einem Portfoliowert von 50.000 US-Dollar oder mehr.

Frag dich selbst: Verstehe ich das Konzept der Diversifizierung? Besonders wenn du nur Einzelaktien besitzt, solltest du dir überlegen, ob du nicht mit deinem Finanzprofi über Diversifizierung sprechen möchtest.

5. Einige Investoren verstehen die Entlohnung ihrer Berater und einige nicht

Nur etwas mehr als die Hälfte (56 %) derer, die einen Finanzprofi heranziehen, verstehen, wie der Berater entlohnt wird. Ein klares Verständnis bedeutet hierbei auf einer Skala von 1 bis 10 zwischen 8 und 10. Weniger als die Hälfte der Investoren (47 %) sagen, sie hätten ihren Berater gefragt, wie er oder sie entlohnt wird. Der Bericht merkt auch an, dass Umsatzanreize die Mehrheit der Investoren nicht stört, die einen Finanzprofi engagiert haben. Weniger als die Hälfte der Investoren (43 %), die einen Finanzprofi herangezogen haben, machen sich Sorgen, dass Umsatzanreize einen Interessenkonflikt darstellen könnten.

Frag dich selbst: Weiß ich, wie mein Finanzprofi bezahlt wird? Wenn du dir nicht sicher bist, frag.

Die Investoren-Umfrage ist ein Teil in der FINRA Investor Education Foundation National Financial Capability Study, eine der größten und umfangreichsten Studien zum Finanzwissen in den USA. Die Daten der Umfrage wurden im Juli 2015 erhoben.

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Dieser Artikel wurde von FINRA Staff auf Englisch verfasst und wurde am 04.01.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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