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Platin Platin: Ein spezieller Fall

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Gastautor: Nicolai Tietze
11.01.2017, 09:00  |  403   |   

2017 soll die weltweite Nachfrage nach Platin gegenüber 2016 laut Prognosen des World Platinum Investment Council (WPIC) um 2 Prozent sinken. Laut Angaben des Branchenverbandes vom 22. November wird die steigende Nachfrage im Schmuckmarkt die erwarteten Abnahmen in der Automobilbranche, der Industrie und im Anlagesegment nicht ausgleichen können. Dabei hat Europas größter Automobilbauer Volkswagen den Platin-Fans gewissermaßen einen Bärendienst erwiesen.

 

Platin kommt verstärkt in Autokatalysatoren zum Einsatz. Laut WPIC-Statistiken machte die Nachfrage nach Platin für Abgaskatalysatoren in den letzten fünf Jahren sogar 37 Prozent bis 42 Prozent der Gesamtnachfrage aus. Das Edelmetall ist insbesondere bei Dieselmotoren von großer Bedeutung. Angesichts der jüngsten Enthüllungen rund um geschönte Abgaswerte haben Dieselfahrzeuge jedoch viel von ihrem guten Ruf eingebüßt. Mit den entsprechenden negativen Folgen für die Nachfrage nach Dieselautos. Insgesamt soll die Nachfrage nach Platin in der Automobilindustrie 2017 laut WPIC-Prognose aufgrund einer leicht niedrigeren Nachfrage für Abgaskatalysatoren um einen Prozentpunkt sinken.

 

Darüber hinaus scheint die US-Notenbank Fed entschlossen zu sein, in diesem Jahr die Leitzinswende voranzutreiben. 2017 könnten uns drei weitere Leitzinserhöhungen erwarten, nachdem die Leitzinsen Mitte Dezember um 0,25 Prozentpunkte auf 0,5 bis 0,75 Prozent angehoben wurden. Damit könnte der US-Dollar weiter an Stärke gewinnen, was die Nachfrage der in der US-Währung gehandelten Rohstoffe- und Edelmetale belasten würde.

 

Allerdings gilt es im Fall von Platin nicht nur die USA oder die Fed-Politik im Blick zu behalten. Südafrika spielt eine entscheidende Rolle. Etwa drei Viertel des weltweiten Platinangebots stammen aus der größten Volkswirtschaft Afrikas. In den vergangenen Jahren sorgten größere Arbeiterstreiks für Zwischenhochs beim Platinpreis. Zuletzt beruhigte sich die Lage jedoch.

 

Solche Streiks können jedoch jederzeit auf die Tagesordnung zurückkehren und für überraschende Preissteigerungen sorgen. Außerdem könnten die in Zusammenhang mit der Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der USA stehenden Erwartungen der Anleger für eine Platinpreiserholung sorgen. Höhere Staatausgaben und erwartete Infrastrukturprogramme bescherten uns zuletzt etwas höhere Inflationserwartungen und die Aussicht auf ein höheres Wirtschaftswachstum. Auf diese Weise könnten die Industrie- und Investorennachfrage nach Platin befeuert werden.

 

Spekulative Anleger, die steigende Platinpreise erwarten, könnten mit einem Faktor-Long-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) von 4 der Deutschen Bank (WKN DX84XT) auf ein solches Szenario setzen. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist und auf fallende Platinpreise setzen möchte, erhält mit einem Faktor-Short-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) 4 der Deutschen Bank (WKN DX84PL) die Gelegenheit dazu.

 

Stand: 10.01.2017

 

© Deutsche Bank AG 2017
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Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.

 



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Der Produktexperte von X-markets, Deutsche Bank, ist mitverantwortlich für die Produktpalette und den Vertrieb von Hebelprodukten und Zertifikaten. Nach einer Banklehre und einem Betriebswirtschaftsstudium startete er seine berufliche Laufbahn 2002 bei der Deutschen Bank als Aktienhändler.

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