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Volkswagen-Aktie im Fokus – Absatzrekord & Abgasaffäre
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Volkswagen-Aktie im Fokus – Absatzrekord & Abgasaffäre

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
11.01.2017, 08:26  |  472   |   |   

Am deutschen Aktienmarkt setzte sich der impulslose Handel auch am Dienstag fort. Der DAX endete 0,16 Prozent höher bei 11.583 Punkten. Für den MDAX ging es um 0,04 Prozent nach oben auf 22.203 Zähler. Der TecDAX gab um 0,30 Prozent auf 1.841 Punkte nach. Unter den 110 größten Werten gab es 52 Gewinner und 56 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 59 Prozent. Im DAX wurden 88,7 Millionen Aktien im Wert von 3,22 Milliarden EUR gehandelt (10-Tages-Durchschnitt 2,29). Mit Blick auf die Sektoren waren Rohstoffwerte, Techwerte und Industriewerte gesucht, während Banken, Telekomwerte und Medienwerte die deutlichsten Abgaben verzeichneten. Größter DAX-Gewinner war die Aktie von Continental mit plus 2,67 Prozent. Das Papier profitierte von positiven Analystenkommentaren nach den am Vortag vorgelegten Eckdaten für 2016. FMC verbesserte sich nach dem Kursrutsch des Vortages um 2,44 Prozent. ThyssenKrupp schloss 1,93 Prozent höher. Volkswagen-Papiere gewannen 0,14 Prozent. Der Autobauer berichtete von einem neuen Absatzrekord. Der Konzern steigerte trotz des Diesel-Skandals seine Auslieferungen 2016 um 3,8 Prozent auf 10,3 Millionen Fahrzeuge und hat damit vermutlich Toyota als weltgrößten Autohersteller verdrängt. Nach Handelsschluss konnte die VW-Aktie um rund 1 Prozent zulegen, nachdem die Wolfsburger meldeten, dass ein Vergleichsentwurf in den Verhandlungen mit dem US-Justizministerium aufgrund der Abgasaffäre Strafzahlungen in Höhe von rund 4,3 Milliarden USD vorsieht. Am anderen Indexende reagierte die Aktie der Deutschen Bank mit einem Abschlag um 2,43 Prozent auf einen Medienbericht, wonach das Geldinstitut die Bekanntgabe seiner Strategiepläne verschieben wird, bis neue Kapitalregeln für Banken konkretisiert werden. Dahinter verloren Deutsche Telekom und Bayer 0,88 beziehungsweise 0,83 Prozent.

An der Wall Street hielten sich die Anleger mit Blick auf die heute anstehende Pressekonferenz von Donald Trump zurück. Der Dow Jones Industrial verlor am Ende 0,16 Prozent auf 19.856 Punkte. Der Nasdaq 100 gewann hingegen 0,20 Prozent auf ein neues Rekordhoch bei 5.035 Punkten hinzu. 62 Prozent der an der NYSE gehandelten Werte verbuchten Kursgewinne. Das Aufwärtsvolumen betrug 59 Prozent. 93 neue 52-Wochen-Hochs standen zwölf neuen Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Industrie, Hersteller zyklischer Konsumgüter und Healthcare. Die größten Verluste verzeichneten Immobilienwerte, Energiewerte und Hersteller nicht-zyklischer Konsumgüter. Den Spitzenplatz im Dow belegte Caterpillar mit plus 1,58 Prozent. Größter Verlierer war Merck mit einem Abschlag von 1,93 Prozent.

Am Devisenmarkt stieg der Dollar-Index zum Ende des US-Handels um 0,14 Prozent auf 101,98 Punkte. EUR/USD fiel um 0,12 Prozent auf 1,0560 USD. Intraday schwankte das Währungspaar zwischen 1,0551 USD und einem 2-Wochen-Hoch bei 1,0627 USD. Bei den anderen Hauptwährungen fielen der Yen sowie der Aussie mit Stärke und der Franken sowie der Loonie mit Schwäche auf. Bei den Nebenwährungen richtete sich der Fokus auf die türkische Lira, die ihren dynamischen Abwärtstrend fortsetzte und gegenüber dem US-Dollar ein Allzeittief markierte.

Der S&P GSCI Rohstoffindex fiel um 0,38 Prozent auf ein 3-Wochen-Tief bei 389,00 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 2,31 Prozent auf 53,67 USD. Kursbelastend wirkten wachsende Zweifel der Marktteilnehmer an einer Umsetzung der beschlossenen Förderkürzungen von Seiten der OPEC und einigen Nicht-OPEC-Staaten. Der Preis für US-Erdgas sprang in einer technischen Erholung um 5,54 Prozent auf 3,28 USD. Kupfer legte an der Comex gestützt von positiven Inflationsdaten aus China um 2,92 Prozent auf 2,61 USD zu. Gold markierte ein 6-Wochen-Hoch und endete 0,18 Prozent höher bei 1.187 USD (1.125 EUR). Silber und Palladium legten 0,99 beziehungsweise 1,07 Prozent zu. Platin notierte kaum verändert bei 983 USD.

Am Rentenmarkt gab es nur wenig Bewegung. Die Umlaufrendite gab um einen Basispunkt auf 0,10 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte bei 0,28 Prozent. Der Euro-Bund-Future verlor 0,02 Prozent auf 163,17 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes notierte wie am Vortag bei 2,38 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend fester. Der MSCI Asia Pacific Index kletterte um 0,32 Prozent auf 139,64 Punkte und erreichte damit ein Mehrmonatshoch. Besonders kräftig aufwärts ging es mit dem koreanischen Kospi. Gegen den regionalen Trend zeigte der Shanghai Composite Schwäche.

Heute stehen keine marktbewegenden Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Der Fokus der Marktteilnehmer richtet sich auf die Pressekonferenz des künftigen Präsidenten Trump um 17 Uhr.

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