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Transatlantische Beziehungen Keine vorschnellen Szanarien: „Trump wird Schulterschluss mit Europa suchen“

12.01.2017, 10:54  |  1819   |   |   

Eine Spaltung der USA von Europa wird auch der kommende Präsident der Vereinigten Staaten nicht riskieren: Der unabhängige französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron ist sich sicher, dass der neue US-amerikanische Präsident Donald Trump den Schulterschluss mit Europa suchen wird. „Ich bin davon überzeugt, dass die USA und Europa auch unter Trump sehr gut für die Wahrung von Frieden und Freiheit zusammenarbeiten können“, sagte Macron den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“. Und ergänzt: „Ich glaube an Amerikas Interesse, mit der EU zu kooperieren.“

Er baue darauf, dass sich der neue US-Präsident in der Tradition der europäisch-amerikanischen Beziehungen bewege, so Macron. Sowohl die USA als auch die EU-Länder hätten „gemeinsame Werte“ und „ähnlich strukturierte Volkswirtschaften“. Auch eine gemeinsame Haltung zum Klimawandel hält Macron trotz der Äußerungen Trumps im Wahlkampf, der Klimawandel sei eine Erfindung der Chinesen, für möglich.

Aber auch mit dem transatlantischen Verteidigungsbündnis NATO hat Trump so seine Probleme. Auf seine im Wahlkampf erwogene Überlegung, die Nato abzuschaffen, reagierte Macron gelassen. „Wir würden reagieren, wenn es so weit käme. Aber ich warne davor, hier vorschnell Szenarien zu entwerfen.“
 
Mit Blick auf Russland schloss Macron neue Sanktionen nicht aus. Er werbe zwar für die Lösung des Ukraine-Konflikts nach den Vereinbarungen des Minsker Abkommens. „Falls es zu keinen Fortschritten kommt, würde jedoch die Ausweitung der Russland-Sanktionen Sinn machen.“ Gleichzeitig seien „fortwährende und fordernde Diskussionen“ mit Moskau nötig. 
 
Der 39-jährige Macron arbeitete unter dem scheidenden französischen Präsidenten François Hollande bis August 2016 als Wirtschafts- und Finanzminister. Der Kandidat aus dem Mitte-Links-Spektrum gilt als aussichtsreicher Anwärter auf den Elysée-Palast. Er liegt derzeit in den Umfragen neben dem Konservativen François Fillon und der rechtsextremen Bewerberin Marine Le Pen in der Spitzengruppe. 



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wo er RECHT hat, hat er RECHT,
früher oder später werden auch die Europäischen Politiker begreifen mit welchem Zug das Ziel erreicht werden kann ***

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