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Inflation bietet Chancen für die Eurozone

Gastautor: Daniel Saurenz
13.01.2017, 09:00  |  503   |   |   

Konjunktur_Hafen_IsraelDie ersten zehn Tage konnte man als Börsianer getrost abhacken. Es bleibt die Hoffnung dass sich die US-Börsen mit dem näherrückenden Amtsantritt des “President elect” Donald Trump aus dem Winterschlaf befreien. Für uns bleibt daher genug Zeit ausführlich auf das bevorstehende Jahr zu blicken. Wir haben uns dazu den Jahresausblick der Analysten von J.P Morgan vorgenommen. Im ersten Teil stand die Konjunktur im Fokus. Im zweiten Teil steht die Reflationierung im Fokus. 

Neben einer höheren Inflation gab es auch Anzeichen einer stärkeren konjunkturellen Dynamik, sowohl in den Industrie als auch in den Schwellenländern. Während der Sommermonate belebten sich die Einkaufsmanagerindizes sowohl für das verarbeitende Gewerbe als auch für den Dienstleistungssektor ausnahmsweise einmal gleichzeitig (siehe Abbildung 2). Von dieser Verbesserung war auch China betroffen, wo die Industrieproduktion und die Unternehmensgewinne zuletzt positiv tendiert haben.

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Auf globaler Ebene verzeichneten die realen Staatsausgaben 2015 und 2016 das stärkste Wachstum seit mehreren Jahren. Wie Abbildung 3 zeigt, hatte sich auch die US-Haushaltspolitik im Vorfeld der Wahlen bereits leicht unterstützend gezeigt: Das Haushaltsdefizit dürfte sich 2016 und 2017 aufgrund der bereits verabschiedeten Steuer- und Ausgabenänderungen erhöhen. So hatte die Verlagerung des Schwerpunkts von der Geldpolitik zur Fiskalpolitik bereits deutlich vor dem Wahlsieg Trumps im November eingesetzt. Seine Pläne für ein umfassendes neues haushaltspolitisches Konjunkturpaket in den USA haben diesen Trend jedoch verstärkt und die Risiken möglicherweise vergrößert.

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Höhere öffentliche Investitionen in den USA zur Unterstützung des langfristigen Potenzialwachstums könnten auch positive Auswirkungen für die Weltwirtschaft haben. Die Art von Steuersenkungs- und Investitionsmaßnahmen, die der neu gewählte Präsident Trump und der republikanische Kongress bislang im Fokus haben, sind allerdings Wirtschaftswissenschaftlern zufolge generell nicht diejenigen, die die höchste wirtschaftliche Rentabilität liefern würden. Auch lässt sich feststellen, dass diese zusätzlichen Anreizmaßnahmen den Teil der industrialisierten Welt betreffen, der es am wenigsten benötigt. So besteht die Gefahr, dass eine kurzfristige Ankurbelung des Wachstums den Konjunkturzyklus verkürzt, anstatt das Potenzialwachstum der USA zu verstärken, wodurch das Land näher an die nächste Rezession heranrücken würde.

Lesen Sie auch: Brent und WTI – 2017 aufwärts oder abwärts? 

Das wäre zweifellos eine beunruhigende Entwicklung für die Euro- zone, wo die Inflation inzwischen die Talsohle durchschritten hat, jedoch noch weit von ihrem Zielniveau entfernt ist (siehe Abbildung 4).

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In ihrer jüngsten, im Dezember veröffentlichten Prognose hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Inflationsprognose für 2018 sogar leicht auf 1,5 % nach unten korrigiert. Für 2019 liegt die Prognose bei lediglich 1,7 % – ein Niveau, das laut EZB-Präsident Mario Draghi zu weit von der Zielmarke von 2 % entfernt ist.

Lesen Sie auch: Dollar-Yen – Japanische Notenbank droht mit “unbegrenzter” Geldschwemme 

Es ließe sich argumentieren, dass steigende Inflationsraten und Zinsen in den USA die Erholung in Europa erleichtern würden, da die politischen Entscheidungsträger in Europa hierdurch größeren Spielraum hätten, um Inflation über eine schwächere Währung zu importieren. Das ist durchaus möglich. Allerdings ist bemerkenswert, dass die meisten Experten ihre Prognosen für das 2017 in der Eurozone zu erwartende Wirtschaftswachstum nach unten korrigiert haben. Im Januar 2016 lag die Konsenserwartung für das Wachstum in den Jahren 2016 und 2017 bei 1,6 % bis 1,7 %. Die Prognose für 2016 hat sich nicht geändert, für 2017 liegt die Konsensschätzung inzwischen jedoch bei 1,3 %.

Quelle: JP Morgan

Wertpapier: DAX Discount Call 11.200-11.700 bis 2017/06 (DB), DAX Discount Call 11.200-11.700 bis 2017/09 (BNP), E-Stoxx 50 Bonus Cap 2.600 bis 2017/12 (VON), DAX Bonus Cap 10.400 bis 2017/12 (SG), DAX Bonus Cap 10.200 bis 2018/06 (SG)

Themen: Inflation, Euro, Cap


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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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