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Silber mit (sehr) guten Perspektiven für 2017

13.01.2017, 14:17  |  3422   |   |   

Wenn man sich das "vorweihnachtliche" Stimmungsbild in Bezug auf die Perspektiven für Gold und Silber noch einmal in Erinnerung ruft, dann dominierte der Pessimismus. Analysten und Kommentatoren skizzierten damals die dunkelsten Szenarien für die beiden Edelmetalle. Und die (damalige) Entwicklung von Gold(aktien) und Silber(aktien) schien diesen Analysen und Kommentaren ja auch recht zu geben. Die Korrektur hatte den Sektor im Würgegriff.

Bereits im Dezember wiesen wir jedoch auf die Parallelen zwischen der Situation Ende 2015 und der Ende 2016 hin, denn auch im Dezember 2015 war der Markt von einem extrem stark ausgeprägten Pessimismus ergriffen. Ob nun die Handelstage um Weihnachten 2016 auch wieder den Boden für eine nachhaltige Erholung des Sektors bereitet haben und sich damit eine ähnliche Entwicklung wie im Vorjahr ankündigt, bleibt zwar abzuwarten, aber aus unserer Sicht stehen die Chancen dafür gar nicht so schlecht...

In den zurückliegenden Kommentaren äußerten wir immer wieder erhebliche Zweifel daran, dass die US-Notenbank mit Blick auf die innenpolitischen Unwägbarkeiten (Trump) und die expansive Geldpolitik in anderen Währungsräumen tatsächlich die kolportierten Zinsschritte in 2017 durchziehen wird (bzw. durchziehen kann). Kommen wir somit auf den neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump zu sprechen. Er versäumte es in seiner Pressekonferenz am Mittwoch, belastbare Antworten zu seiner zukünftigen Steuer- und Wirtschaftspolitik zu geben. Dagegen wurde den Konfliktthemen wie Abschottung des US-Wirtschaft und offensiver Kurs gegen China sehr viel Raum gegeben. Ob die Pressekonferenz womöglich nicht der richtige Rahmen für konkrete Ankündigungen war, sei dahingestellt. Fakt ist aber, dass die Finanzmärkte in Trump große Erwartungen setz(t)en. Nicht umsonst gab es diese "Trump-Rallye" in den US-Aktienindizes und im US-Dollar. Beides hatte den Edelmetallen das Wasser (Kapital) abgegraben. Nach der Pressekonferenz ist nun eine gewisse Ernüchterung zu verspüren und auch in den US-Aktienindizes und im US-Dollar abzulesen und genau davon profitieren gegenwärtig wiederum die Edelmetalle.

Der Schwäche des Greenbacks könnte sich noch ausweiten, wie ein Blick auf den US-Dollar-Index zeigt. Dieser hat die wichtige Unterstützung bei 100 Punkte ins Auge gefasst. Fällt diese, ist mit einer Fortsetzung der Korrektur im US-Dollar zu rechnen. Silber dagegen konnte sich zuletzt von der 16 US-Dollar-Marke lösen und nimmt nun Kurs auf die psychologisch wichtige 17 US-Dollar-Marke. Damit würde sich das Edelmetall weiteres Kurspotential erschließen können. Um die Bodenbildung jedoch zu beenden, muss die Zone um 17,8 US-Dollar überwunden werden, aber das dürfte aus unserer Sicht nur eine Frage der Zeit sein, denn auch die fundamentalen Perspektiven für Silber im Jahr 2017 sind gar nicht so schlecht. Vor allem eine weitere Belebung der Konjunktur könnte für einen weiteren Nachfrageanstieg bei Silber sorgen. Im Gegensatz zu Gold ist die industrielle Nachfrage für Silber eine wichtige Komponente. Immerhin werden mehr als die Hälfte des Silbers von der Industrie nachgefragt.

Kurzum: Ein schwächelnde Greenback könnte kurzfristig weiteren Druck von den Edelmetallen nehmen und so eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung bei Gold, Silber & Co. begünstigen.



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