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Alternative Investments

14.01.2017, 11:15  |  447   |   |   

Diese Investments bekommen Sie nur selten angeboten. Manche sollten Sie auch lieber mit einem Schmunzeln verbinden…

Omas Möbel sind der Hit (?)
Dass in irgendwelchen Scheunen auf dem Land beim Aufräumen schon mal der eine oder andere Oldtimer unter Heuballen gefunden wurde ist nichts Neues. Es gibt aber auch andere Optionen, außerhalb der Börse mit Sachwerten Rendite zu erzielen. Die Sachwerte dazu sind durchaus in der unmittelbaren Nähe zu finden. Möbel. Opas alter Barock-Stuhl, die Bauhaus-Couch von Tante Elsa oder ein Stück aus der Art Deco Epoche – sie alle bringen Rendite. Hier ist vor allem die Kombination charmant. Zum einen hat man ein schönes Möbelstück bei sich in den eigenen vier Wänden stehen, zum anderen ist es eine solide Geldanlage. Doch wie immer, ist auch dieses Investment mit dem Begriff „Risiko“ verbunden. Denn nicht jede Antiquität ist eine echte Geldanlage. Stichworte in diesem Zusammenhang sind restaurierte und veredelte Antiquitäten und ein guter Antiquitätenhändler im Nachgang, der einem unter anderem bescheinigen kann, dass das Objekt keine Oberflächenfehler hat und auch nicht aus der Massenproduktion kommt. Ähnlich wie bei Uhren ist es immer besser, ein Echtheitszertifikat zu besitzen. Letzteres steigert auf jedem Fall die Sachwertanlage.

Rinderherden in Südamerika können attraktiv sein

Der Reiterhof in Südamerika
In Rinderherden in Südamerika zu investieren – das hat man schon öfters gehört. So manch Ex-Fußballer aus der Bundesliga hat sich hier schon erfolgreich versucht. Es gibt aber neben Rindern und Weingütern auf der anderen Seite des Atlantiks noch eine weitere Möglichkeit, sein Geld langfristig im Einklang mit der Natur anzulegen. Zugegeben – man braucht „Kleingeld“. So vier bis fünf Millionen US-Dollar. Dafür bekommt man aber schon ein Reit-Anwesen mit allem drum und dran. Inklusive Zuchthengst. Eine lohnenswerte Rendite – wenn Tiere aus dem eigenen Gestüt Erfolg bei internationalen Reitwettbewerben erzielen können. Aber selbst das „normale“ Pferd wirft in Südamerika Rendite ab. Der Grund ist einfach. Die Mittelschicht hat mehr Geld, isst mehr Fleisch, es werden mehr Rinder benötigt, und deren Herden ziehen durch Südamerikas Steppe – bewacht von Gauchos auf Pferden. Hinzukommt: Eigene Pferde sind Statussymbole. Nicht nur in Südamerika.

Spezielle Nike Air müssen sein
Geld verdienen mit Turnschuhen? Zugegeben, das klingt zunächst sehr seltsam – wenn man nicht gerade Schuhhändler ist. Aber der US-Branchenriese Nike hat geschafft, was eigentlich undenkbar ist: Aus einem alltäglichen Gebrauchsgegenstand wurden begehrte Anlageobjekte. Wer jetzt den Blick zum Fuß wirft und auf einen Schatz in Form der alten Nike-Treter hofft, wird enttäuscht sein. Es müssen bestimmte Modelle sein. Den Anfang machte Nike Mitte der 1980er mit den ersten Air Jordans. Auf die Idee einen Sportler als Marketinginstrument zu benutzen war bis dahin niemand gekommen. Seither stellt nicht nur Nike in schöner Regelmäßigkeit exklusive Sneakerkleinserien her, die ihre Preise in kürzester Zeit vervielfachen. Bestes Beispiel sind die Nike Air Yeezy 2 „Red October“, die für 100 US-Dollar über den Tresen gingen und inzwischen vier- bis fünfstellige Preise bei eBay erzielen. Aber selbst einfache Sondereditionen sind hier zum vielfachen des ursprünglichen Kaufpreises zu finden. Wie so oft sind Sportschuhe aber nur etwas für Fans, denn nicht jeder Schuh bringt auch den Anlageerfolg.

Geld verdienen mit Turnschuhen?

Mein Porsche und ich
Wer heute an Porsche denkt, verbindet damit Geschwindigkeit, sportliches Fahren und Design. Doch es geht auch anders. In den USA machte Porsche jüngst Werbung mit einem besonderen Fahrzeug aus der eigenen Geschichte: Einem Porsche-Traktor. Der Besuch des Landwirts in der Werkstatt war dabei wie immer bei Porsche ein besonderes Erlebnis. Was viele nicht wissen: Die bis 1963 von der heutigen Sportwagenschmiede gebauten Traktoren zählen zu den beliebtesten Anlageobjekten im Bereich historische Landmaschinen. Egal ob Lanz-Bulldog, Porsche oder Fendt – die namhaften Treckerhersteller von damals sind fast gänzlich verschwunden. Doch ähnlich wie bei Oldtimern gibt es auch im Landmaschinenbereich eine große Fanschar, die dafür sorgt, dass das automobile Kulturgut erhalten wird. Gut erhaltene Traktoren werden auch heute noch zu stolzen Preisen gehandelt. Porsche-Modelle erzielen im Topzustand leicht fünfstellige Preise. Da lohnt sich also der Blick einmal in Opas alte Scheune. Um mit Traktoren jedoch tatsächlich Geld zu verdienen sollte man ein Bastlerherz haben. Die historische Technik ist wartungsintensiv und nichts für den schnellen Euro.

Lego: Auch für große Kinder
Lego ist für viele Menschen eine schöne Erinnerung an ihre Kindheit. Doch wie bei vielen schönen Dingen, gibt es auch bei Lego besondere Fans. Das hat zur Folge das besondere Bausets von früher, die gut erhalten sind, horrende Preise erzielen. Diese Entwicklung hat man bei Lego sicher genau registriert, als man begann gezielt limitierte Editionen der verschiedensten Bausätze aufzulegen. Heute kann man im Lego-Shop eine ganze Reihe von seltenen Bausätzen, etwa aus der Architecture- oder der Ideas-Reihe erwerben, wo bereits jetzt klar ist, dass das Angebot zeitlich begrenzt ist. Aber wie so oft gibt es keine Garantie, dass eine solche Rarität, etwa der Nachbau des Simpsons-Hauses oder die Skyline von London, tatsächlich zur tollen Geldanlage wird. Entscheidend für den tatsächlichen Anlageerfolg sind so viele Faktoren, die niemand im Vorfeld beeinflussen geschweige denn vorhersehen kann. Die Preisentwicklung, etwa der Ideas-Reihe, ist höchst unterschiedlich. Da wird ein Bausatz, der neu 100 Euro gekostet hat, inzwischen für 2.500 Euro angeboten. Ein anderer hat „nur“ eine Preisvervierfachung zu bieten. Zugegeben: Auch das sind schöne Renditen. Aber dazu sollte der Anleger schon sehr in Lego vernarrt sein. Im Falle der Fälle lässt sich statt Rendite zu erzielen auch einfach mit dem Bausatz spielen.

Der eigene Wald direkt neben dem Eigenheim?

Das eigene Stück Wald
Unter den klassischen Sachwerten nehmen Immobilien sowie Grund und Boden eine besondere Rolle ein. Während Betongold in aller Munde ist, hat auch Grund und Boden eine Schar von Anhängern. Das gilt nicht nur für Ackerflächen, sondern auch für Wald. Es gibt Investoren, die bezeichnen ein Waldinvestment als grünes Gold. Aber mit Wald ist weitaus schwieriger Rendite zu erzielen, als mit Gold. Das geht nämlich nur, wenn man auch tatsächlich Waldwirtschaft betreibt. Das heißt, Bäume anbauen, wachsen lassen, schlagen und das Holz verkaufen. Und hier kommt der Knackpunkt: Wälder wachsen nur sehr langsam. Wald-Investments sind also in der Regel etwas für Generationen. Daher setzen vor allem auf langfristige Anlageformen spezialisierte Investoren darauf. Zumal Wald in Deutschland nur noch sehr schwer zu bekommen ist. Die meisten Flächen sind in staatlichem Besitz und der wenige Privatwald findet rasch neue Eigentümer. Im Ausland, etwa im Baltikum oder auch in Mittel- und Südamerika, sind Waldinvestments dagegen deutlich einfacher zu erhalten. Aber auch hier gilt: Waldwirtschaft ist ein hartes Brot. Und um tatsächliche Rendite zu erzielen, muss man nicht nur Geld, sondern auch Zeit investieren. Möglich ist es aber.

Dieser Beitrag ist ein Stück aus EINBLICKE – dem neuen Magazin von dieboersenblogger.de. Unter markteinblicke.de finden Sie das gesamte Magazin. Dort können Sie in der Ausgabe blättern oder Sie laden es sich als PDF herunter. Künftig wird EINBLICKE einmal im Quartal erscheinen.

Bildquelle: dieboersenblogger.de / Pressefoto adidas

 



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Christoph Scherbaum M.A. und Diplom-Betriebswirt Marc Schmidt sind die Gründer von dieboersenblogger.de. Der Social-Börsenblog wurde Ende 2008 im Zeichen der Finanzkrise von den zwei Finanzjournalisten gegründet und hat sich seither fest in der Börsenmedienlandschaft etabliert. Heute schreibt ein gutes Dutzend Autoren neben Christoph Scherbaum und Marc Schmidt über Aktien, Geldanlage und Finanzen. Weitere Informationen: www.dieboersenblogger.de.

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