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Anlegerverlag: Der „Tag X“ rückt näher
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Anlegerverlag Der „Tag X“ rückt näher

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
18.01.2017, 14:00  |  217   |   |   
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Seit Anfang November steigen die Aktienindizes der Wall Street. Seit Anfang Dezember geht es auch mit den Aktienmärkten in Europa deutlich aufwärts. Doch diese Rallye basiert nicht auf einer bereits erfolgten Verbesserung der Rahmenbedingungen, sondern auf der Erwartung, dass sie sich in den kommenden Monaten ergeben wird, sobald Donald Trump ins Oval Ofce eingezogen ist. Man baut darauf, dass er das Wirtschaftswachstum in den USA stärken wird, höhere Löhne und mehr gute Arbeitsplätze zu einem anziehenden Konsum führen werden und dass der Rest der Welt dabei mitgezogen wird.

Dabei weiß man zwar, dass das von Trump avisierte Rezept nur kurzfristig funktionieren könnte, weil steigende Löhne, steigende Staatsausgaben und niedrigere Steuern die ohnehin schon große Haushaltslücke ausweiten und zudem zu Inflation und damit zu steigenden Zinsen führen, die das Wachstum wieder bremsen würden. Aber da ist es wie so oft in den letzten Jahren: Man schaut einfach nicht über den Tellerrand und setzt darauf, dass sich das dann schon irgendwie regeln wird. Was leichtfertig klingt, aber:

Alle wollten dabei sein

Erstens wollte jeder bei dieser Rallye dabei sein und kurzfristig mitnehmen, was man mitnehmen kann. Und zweitens machen Politik und Notenbanken und diese Denkweise des „schauen wir mal“ seit Jahren vor. Doch jetzt rückt der „Tag X“ näher. Der Tag, ab dem Mr. Trump beweisen muss, dass er erreichen kann, was er im Wahlkampf versprochen hat. Und auf einmal wird man zusehends nervös. Denn am Freitag wird Donald Trump vereidigt. Und weiterhin warten die Investoren vergebens darauf, dass er klar darlegt, wie seine Pläne konkret umgesetzt werden sollen. Am vergangenen Mittwoch gab Trump die erste, mit großer Spannung erwartete Pressekonferenz seit der Wahl vom 8. November. Dort, war man sich sicher, würde Tacheles geredet. Doch dem war keineswegs so, Trump blieb extrem vage.

Dafür erneuerte er seine Anschuldigungen in Richtung Geheimdienste und China, zum Teil auch gegen Russland. Er betonte, die Mauer an der Grenze zu Mexiko werde gebaut. Und am Wochenende unterstrich er, dass er erhebliche Strafzölle z.B. gegen die nicht US-Automobilhersteller verhängen werde, die Fahrzeuge in Mexiko bauen und in die USA einführen wollen.

Der Dow Jones steht im Fokus

Offen bleibt bislang auch, ob Trumps Kabinett widerspruchslos seine Linie vertreten wird und ob Senat und Repräsentantenhaus radikale Veränderungen durchwinken werden. Denn die Republikaner haben zwar in diesen beiden Kammern des Kongresses die Mehrheit, aber ob alle Abgeordneten seinen Kurs mittragen, werden die kommenden Wochen erst erweisen. Besonderes Augenmerk verdient da das US-Index-Flaggschiff Dow Jones. Sie sehen im Chart, dass er bereits seit vier Wochen unmittelbar unter der runden Marke von 20.000 Punkten seitwärts läuft. Der „Tag X“, der Tag der Vereidigung des neuen Präsidenten an diesem Freitag, kann da zum Schlüsseltag werden. Wird es gelingen, den Index an diesem Tag über diese 20.000 zu heben und damit den Optimismus der Anleger aufrechtzuerhalten? Wenn ja, kann nach oben noch recht viel Luft sein. Siegen indes die Zweifel, dürften in den kommenden Woche wieder mehr unserer Setups auf der Short-Seite liegen!

Wir wünschen eine erfolgreiche Handelswoche!

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Themen: USA, Anleger, Löhne


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