DAX+0,20 % EUR/USD0,00 % Gold-0,14 % Öl (Brent)+0,89 %

Chef-Verbraucherschützer fordert "Winterkorn sollte betrogene Kunden mit seiner Rente entschädigen"

19.01.2017, 08:00  |  2562   |   |   

Der Druck auf Martin Winterkorn wächst, am heutigen Tag muss sich der EX-VW-Chef einem Untersuchungsausschuss des Bundestages stellen. Im Vorfeld der Anhörung forderte der Vorsitzende der Verbraucherzentrale, Klaus Müller, den Manager dazu auf, die entstandenen Schäden aus eigener Tasche zu bezahlen. 

Zigtausend Stellenstreichungen, Strafzahlungen an US-Kunden in Milliardenhöhe, die ersten Führungskräfte hinter Gittern. Der Abgasskandal hat den deutschen Autobauer Volkswagen in die schwerste Krise aller Zeiten gestürzt - und an fast allen Ecken und Enden Spuren hinterlassen. 

Nicht so jedoch beim ehemaligen Oberboss Martin Winterkorn. Kurz nach Bekanntwerden der Dieselaffaire war dieser zurückgetreten und hatte seitdem vehement seine Unwissenheit in dem Skandal beteuert. Für seine "überragenden Leistungen" durfte er sich zudem auf eine stattliche Abfindung von über 30 Millionen Euro sowie auf ein fürstliches Ruhegehalt von 1,2 Millionen Euro im Jahr freuen. 

Der Vorsitzende des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Klaus Müller, hat dem Ex-Manager im "Handelsblattnun eine ganz besondere Anlageempfehlung für das viele Geld ausgesprochen. Seiner Ansicht nach sollte Winterkorn "mit den über 3.000 Euro Rente pro Tag besser betrogene Kunden entschädigen und ein Zeichen der Demut setzen." 

Der langjährige Volkswagen-Konzernchef müsse endlich Verantwortung für die weltweite Abgasmanipulation übernehmen, hieß es von Müller weiter. „Für die Kundinnen und Kunden, die von Volkswagen getäuscht wurden und in Deutschland leer ausgehen, sind die Meldungen über Winterkorns Vergünstigungen ein Schlag ins Gesicht.“

Ob Winterkorn von all dem Treiben wirklich keinen blassen Dunst hatte, oder ob sich die Berichte über seine vermeintliche Mitwisserschaft (mehr dazu hier) bewahrheiten, wird sich im Laufe des Tages herausstellen. Am Vormittag, um 10:00 Uhr ist er zu einer Anhörung vor dem Diesel-Untersuchungsausschuss des Bundestages geladen. Der Vorsitzende, Herbert Behrens (Linke), erhofft sich von der Anhörung eine umfassende Aufklärung der Geschehnisse. "Wenn Herr Winterkorn die Aussage verweigert, kommt dies einem Schuldeingeständnis gleich", sagte er am Montag.

Haftung - Schadenersatz: Erhebliche Pflichtverletzungen - Droht Ex-Chef Martin Winterkorn Klage durch VW-Konzern?

Abgasaffäre - Ermittlungen: Drohende Haftstrafen: VW-Management sollte lieber nicht in die USA reisen

Wertpapier: Volkswagen, Volkswagen Vz


Verpassen Sie keine Nachrichten von Redaktion w:o
Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Kommentare

Neben 30 Millionen Euro Abfindung (für 8 Jahre als VW-Vorstandsvorsitzender) über 3.000 € Rente "PRO TAG".

Das ist doch der Wahnsinn !!!
In Süd Korea würde man ihn alles nehmen für die Wiedergutmachung des Schadens.
Diese Arroganz von dem Herrn ist ja fast unerträglich, wie schmierig man doch sein kann.
Aber am schlimmsten finde ich das so ein Herr in der BRD immer noch damit durchkommt, na ja dafür kommen ja Schwarzfahrer ins Gefängnis ! Ordnung muss sein für die, die keine Lobby oder teure Anwälte sich leisten können.
der Mensch gehört nach den USA ausgeliefert,
die werden ihm dann seine verdiente Ruhestands Bezüge zurecht stutzen ...
und für sein tägliches Wohlergehen, dürfte dort auch gesorgt sein ***
Doch die Deutschen Gesetze und seine hochbezahlten Juristen sorgen sich ja um Ihn ...

Disclaimer

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel