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Anlegerverlag: Deutsche Bank: Gefangen durch den Verfalltermin?
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Anlegerverlag Deutsche Bank: Gefangen durch den Verfalltermin?

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
19.01.2017, 16:20  |  363   |   |   
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Die EZB hat soeben entschieden, alles beim Alten zu belassen. Nicht, dass man etwas anderes erwartet hätte, aber interessant war, wie EZB-Chef Draghi in der Pressekonferenz den überraschend deutlichen Anstieg der Eurozone-Inflation im Dezember kommentieren und bewerten würde. Würde man da herauslesen können, dass die Europäische Zentralbank ihre expansive Geldpolitik womöglich relativ bald beendet? Antwort: nein.

Draghi spielte diesen Inflationsanstieg als nur auf den Energiepreisen basierend herunter. Erst, wenn die Kerninflation vergleichbar zulege, sei das relevant. Also bleibt vorerst alles, wie es ist und die Zinsen erst einmal niedrig. Der Euro fiel daraufhin, zur Freude der exportorientierten DAX-Aktien. Aber für die Deutsche Bank ist das so erfreulich nicht. So betrachtet könnte das momentane Plus womöglich vergänglich sein. Warum?

 

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Weil die Banken unbedingt ein Ende der Negativzinspolitik brauchen, um ihre Ertragslage zu verbessern. Was anfänglich ein Segen war, nämlich der Druck auf den Anleihemarkt, wurde zuletzt, nachdem man in negatives Terrain fiel, zum Fluch. Und dass der Euro als Reaktion auf die Draghi-Statements zurückkam, hilft den Exportwerten, nicht den Banken. Gut möglich also, dass die Käufe bei der Deutschen Bank am heutigen Nachmittag eine andere Basis haben: den morgigen Abrechnungstermin für Optionen am Terminmarkt.

Hier wäre es wahrscheinlich, dass große Akteure am Terminmarkt vor allem Call- und Put-Optionen verkauft haben (sogenannte Stillhaltergeschäfte), deren Basispreise außerhalb der seit Anfang Dezember geltenden Handelsspanne liegen. Damit wäre es wichtig, dass die Aktie diese Handelsspanne vor morgen Abend nicht verlässt. Aber dann wäre das Thema Verfalltermin durch und die Aktie wieder frei, aus dieser Range auszubrechen.

Einer Range, die sich momentan als potenzielles Doppeltopp darstellt, das hinreichend deutlich vollendet wäre, wenn die Aktie unter 16,50 Euro schließt und damit auch die September-Aufwärtstrendlinie brechen würde. Knapp darunter wären jetzt Stoppkurse für kurzfristige Trader opportun. Noch aber hat die Aktie genauso die Chance, sich diesem Doppeltopp durch einen Befreiungsschlag zu entziehen. Schlüsselmarke dazu: Der Widerstand bei 18,83 Euro. Würde es zu dieser bullishen Variante des Ausbruchs kommen, wären aus aktueller Sicht Zukäufe durchaus eine Überlegung wert.



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