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moneymeets-Studie So viel Provision bringt Otto Normalo

Gastautor: Dieter Fromm
20.01.2017, 16:03  |  1202   |   |   

„Gestatten, Otto Normalo, manchen auch als Max Mustermann bekannt.“ Der Durchschnittsdeutsche hat 1,4 Kinder, steckt täglich mehr als eine Stunde im Berufsverkehr und bringt 41.000 Euro brutto nach Hause. Davon bleiben ihm monatlich rund 2.000 Euro netto. Jährlich gibt er exakt 2.387 Euro für Versicherungsbeiträge aus  die gesetzliche Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung nicht eingerechnet.

Doch Deutschlands Versicherungskunden werden abgezockt, warnen Verbraucherschützer. So sagt Dorothea Mohn, Leiterin des Teams Finanzen beim Bundesverband der Verbraucherzentralen: „Die provisionsabhängige Beratung ist teuer und erzeugt schlechte Finanzempfehlungen. Es wird zudem suggeriert, dass diese Beratung kostenlos ist. Das muss sich ändern.“ Doch Hand auf Herz: Wissen Sie, wieviel Ihr Versicherungsvermittler am Verkauf und an der laufenden Betreuung Ihrer Versicherungsverträge verdient?

Kostentransparenz bei moneymeets

Kosten transparent zu machen, zählt zu den Geschäftsgrundsätzen der Finanzplattform moneymeets, die Provisionen stets offenlegt und sie mit ihren Kunden teilt. Anhand aller Fakten, die zum Versicherungsportfolio des Durchschnittsdeutschen bekannt sind, zeigt moneymeets die jeweils durchschnittlichen Maklergebühren für den typischen Versicherungsbestand eines Durchschnittsdeutschen. Basis für die Angaben zum Durchschnittsdeutschen sind aktuelle Zahlen vom europäischen Versicherungsverband Insurance Europe und dem Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GdV). Den Berechnungen von Provisionen lagen zudem Angaben für etwa 1.000 Versicherungstarife von 140 Anbietern zugrunde.

Teure Lebensversicherung

Otto Normalo setzt in punkto Altersvorsorge ganz klar auf die Lebens- oder Rentenversicherung. Der Bestand von über 80 Millionen Verträgen zeigt: Statistisch gesehen besitzt jeder Deutsche mindestens eine Police und gibt dafür 1.141 Euro jährlich oder 95 Euro monatlich aus.

Für den Versicherungsbetreuer macht sich der Verkauf der Policen bezahlt: Seine Abschlussprovision berechnet sich nach der Beitragssumme und der Laufzeit des Vertrages. Letztere liegt im Schnitt bei 28 Jahren. Der Vermittler würde bei Mustermanns Vertrag durchschnittlich 1.431 Euro erhalten. Für die laufende Kundenbetreuung werden weitere 18 Euro bezahlt oder 504 Euro für die gesamte Laufzeit.

Lukrative private Krankenversicherung

Die zweitwichtigste Versicherung des Durchschnittsbürgers ist die private Krankenversicherung. Otto Normalo ist zwar grundsätzlich gesetzlich krankenversichert, leistet sich aber eine private Zusatzversicherung. Er ist in dieser Versicherungssparte mit einer jährlichen Prämie von 456 Euro oder 38 Euro monatlich ein kleiner Fisch. Doch stattliche 7,6 Monatsbeiträge verdienen Vermittler im Schnitt beim Verkauf einer solchen Police, zeigt der Vergleich von moneymeets.

Beim Normalo würde der Vermittler beim Abschuss somit 289 Euro verdienen. Hinzu kämen jährlich im Mittel 1,4 Prozent Bestandscourtage auf die Prämie, also 6,38 Euro pro Jahr.

Magere Einkünfte bei Haftpflicht- und Kfz-Versicherungen

Ganz anders bei Sachversicherungen wie Kfz, Hausrat oder Haftpflicht. Hier gibt es nur in Ausnahmefällen eine Abschlussprovision, die dann viel niedriger ist. Es dominiert die Bestandscourtage, die von den Beiträgen berechnet wird.

Ganz unten rangieren Kfz-Policen. Sie sind sehr verbreitet. Schließlich besitzt hierzulande fast jeder Zweite ein Auto. Auch Max Mustermann zahlt im Schnitt 310 Euro Prämie im Jahr. Davon würden etwa 20 Euro per annum an den Vermittler gehen, zeigt der moneymeets-Vergleich von mehr als 80 Tarifen. Eine Beratung ist zu diesem Preis kaum möglich. Die Versicherer haben diese Vergütung offenbar an das veränderte Kundenverhalten angepasst. Denn Normalos und Mustermanns sind vor allem online aktiv und schließen ihre Verträge im Internet ab.

Auch bei einer der wichtigsten Policen überhaupt, der Privathaftpflicht werden Vermittler nicht reich. Bei durchschnittlich 165 Euro Jahresbeitrag des Herrn Mustermann erhält sein Versicherungsbetreuer jährlich im Mittel 30 Euro. An den zudem beliebten Hausrat- und Unfallpolicen, die auch Max Mustermann abgeschlossen hat, würde der Versicherungsbetreuer weitere 60 Euro pro Jahr verdienen.

Und wie kann der Durchschnittsbürger sparen?

Unterm Strich erhielten Versicherungsvermittler für die Unterschrift von Otto Normalo auf seiner Lebens- und Krankenzusatzversicherung 1.720 Euro Abschlussprovision. Daran kann der Versicherte nach Vertragsabschluss kaum noch rütteln. Mit allen Verträgen zusammen verdient sein Betreuer bei Beiträgen von insgesamt 2.387 Euro jährlich in Summe rund 137 Euro Bestandscourtage. Von dieser Gebühr könnte er sich bei moneymeets jedes Jahr die Hälfte zurückholen. Würde der jetzt 43-jährige Normalo dann in 24 Jahren in Rente gehen, hätte er – ohne Versicherungen zu wechseln – 1.644 Euro gespart.

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Auf moneymeets finden Investoren zu allen genannten Fonds günstige Online-Anbieter, bei denen sie sich Ausgabeaufschläge sparen können. Privatanleger können sich zudem bis zu 66 Prozent der Kickbacks erstatten lassen, die sich bei vielen Fondsprodukten in den laufenden Jahresgebühren verstecken. Bei den teuersten Mischfonds beträgt diese Innnenprovision mehr als einen Prozentpunkt.



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Dieter Fromm ist Gründer und Geschäftsführer von moneymeets. Vorher war er 29 Jahre als Berater, Private Banker und Gesamtverantwortlicher für das Privatkundengeschäft der drittgrößten Sparkasse Deutschlands tätig. Mit der Gründung von moneymeets im Jahr 2011 hat er sich auf die Transparenz und die digitale Alternative zur klassischen Anlageberatung konzentriert.

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