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Ölpreis feuert High-Yield-Märkte an

25.01.2017, 06:18  |  1033   |   |   

Der Ölpreis wird wohl auch 2017 weiter steigen. Das ist eine gute Nachricht für skandinavische High-Yield-Märkte.

Denn sie sind traditionell eng an das Wohl des Ölpreises geknüpft. So hat die Erholung des Ölpreises 2016 vor allem die Kurse der skandinavischen High-Yields angefacht. Beispiel Norwegen: „Hier macht ein großer Teil der High-Yield-Emittenten Geschäfte mit der Ölindustrie“, sagt Svein Aage Aanes, Head of Fixed Income bei DNB Asset Management. Und 2017 könnte es so weiter gehen: „Die Aussichten auf eine weitere Stabilisierung des Ölpreises scheinen 2017 weiter gut zu sein. Wir halten an unseren bereits öfter kommunizierten Kurszielen von 65 bis 80 USD auf Sicht von zwölf bis 18 Monaten fest.“ Allmählich komme der globale Ölmarkt nach Jahren des Überangebots näher an einen ausgeglichenen Markt heran. „Erstmals seit 2013 könnte es 2017 zu einer Unterversorgung von 300.000 Fass am Tag kommen. Das würde die vollen Öllager ein Stück weit leeren.“ Zwar gebe es nach wie vor ein Überangebot an Plattformen und Versorgungsschiffen und „höhere Ölpreise bedeuten auch erstmal nicht, dass die Investments der großen Ölfirmen 2017 nicht weiter zurückgehen", gibt Hagen-Holger Apel, Senior Portfolio Manager bei DNB Asset Management, zu Bedenken. Doch bei DNB gehe man davon aus, dass 2017 ein Tiefpunkt in diesem Zyklus erreicht wird. „Ab 2018 rechnen wir wieder mit wachsenden Investitionen in Ausrüstung und Servicedienstleistungen, so dass wieder stärkere Cashflows generiert werden können. Nach einer starken Bilanzrezession in den vergangen Jahren haben viele Unternehmen nun einen positiveren Ausblick für die kommenden vier bis fünf Jahre gegeben. In Verbindung mit stärkeren Cashflows wird das für einige Bonds aus dem Energiesektor mehr Upside als Downside bedeuten", sagt Apel.

Argumente gegen weiter steigende Ölpreise kommen jedoch aus der US-Schieferölindustrie. Diese arbeite auf dem aktuellen Preisniveau wieder profitabler und werde die Fördermenge erhöhen. „Das Produktionswachstum in der US-Schieferölindustrie wird 2017 wohl wieder etwas an Tempo gewinnen.“ Lag das Produktionswachstum in der US-Schieferölindustrie im Jahr 2014 täglich noch bei 1,4 Millionen Barrel, schrumpfte die tägliche Produktion 2016 um 0,5 Millionen Barrel. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor: Donald Trump. „Bisher hat sich die Wahl Donald Trumps für die Kurse der Hochzins-Anleihen positiv ausgewirkt. Trotzdem ist der zukünftige Präsident der USA weiterhin eine Blackbox für uns. Unklar ist nach wie vor, was er aus seinem im Wahlkampf angedeuteten Maßnahmen umsetzen wird und was nicht", sagt Apel. 

(TL)



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