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DAX, Öl & Co. – Märkte im Fokus
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DAX, Öl & Co. – Märkte im Fokus

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
27.01.2017, 08:24  |  532   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt konnte am Donnerstag seinen Aufwärtstrend fortsetzen – wenngleich mit rückläufiger Dynamik. MDAX und SDAX verzeichneten dabei neue Rekordstände. Der DAX verbesserte sich um 0,36 Prozent auf 11.849 Punkte und erreichte damit das höchste Niveau seit Mai 2015. MDAX und TecDAX legten um 0,07 beziehungsweise 0,66 Prozent zu. Unter den 110 größten Werten gab es 64 Gewinner und 44 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 68 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 93,5 Millionen Aktien im Wert von 3,48 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,21). Stärkste Sektoren waren Pharma+Healthcare, Chemie und Telekom. Die größten Verlierer stellten Rohstoffwerte, Automobilwerte und Bauwerte. Die DAX-Spitze belegte die Bayer-Aktie mit plus 2,11 Prozent. Händler verwiesen zur Begründung auf einen positiven Analystenkommentar. FMC verbesserte sich an zweiter Stelle um 1,92 Prozent. Hintergrund war ein Richterspruch in den USA, der eine möglicherweise nachteilige Neuregelung zur Behandlung von Dialysepatienten vorläufig stoppte. Charttechnisch erreichte die FMC-Aktie intraday einen wichtigen Widerstand bei 77,35 EUR und prallte daran ab. Merck gewann 1,48 Prozent hinzu. Die rote Indexlaterne hielt ThyssenKrupp mit einem Abschlag von 1,29 Prozent. Daimler und Volkswagen verloren 1,09 respektive 0,90 Prozent.

An der Wall Street notierte der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke 0,16 Prozent fester bei 20.101 Punkten und erreichte damit eine neue Bestmarke. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 konnte um 0,10 Prozent auf 5.157 Zähler zulegen – ebenfalls ein Rekordhoch. Die Marktbreite sendete derweil Warnsignale. Lediglich 46 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im positiven Terrain. Das Abwärtsvolumen überwog mit 59 Prozent. 265 neuen 52-Wochen-Hochs standen neun Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Rohstoffwerte und Finanzwerte. Deutlich abwärts ging es mit Werten aus dem Healthcare-Sektor und bei Herstellern nicht-zyklischer Konsumgüter. DuPont rückte an der Dow-Spitze um 1,72 Prozent vor. Verizon bildete mit einem Abschlag von 1,30 Prozent das Schlusslicht.

Am Währungsmarkt zeigte der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen Stärke. Der Dollar-Index legte nach zwischenzeitlicher Markierung eines 7-Wochen-Tiefs bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,72 Prozent auf 100,64 Punkte zu. Der Euro präsentierte sich gegenüber allen anderen Majors mit Ausnahme des Yen von der schwachen Seite. EUR/USD fiel um 0,71 Prozent auf ein Wochentief bei 1,0670 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen fielen der Franken mit Stärke und der Yen durch Schwäche auf.

Der S&P GSCI Index für 24 Spot-Rohstoffpreise endete trotz des festen Greenback 0,69 Prozent höher bei 400,68 Punkten. Brent-Öl verteuerte sich um 1,82 Prozent auf 56,08 USD. Der Preis für US-Erdgas stieg nach Lagerbestandsdaten um 1,50 Prozent auf 3,38 USD. Comex-Kupfer notierte 1,68 tiefer bei 2,66 USD. Gold handelte 0,82 Prozent schwächer auf einem 2-Wochen-Tief bei 1.188 USD. In Euro notierte das Edelmetall bei 1.114 EUR. Silber, Platin und Palladium gaben zwischen 0,20 und 1,58 Prozent nach.

Am Rentenmarkt setzte sich der Renditeanstieg fort. Die Umlaufrendite stieg um vier Basispunkte auf 0,48 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte um einen Basispunkt auf ein 12-Monats-Hoch bei 0,48 Prozent zu. Der Euro-Bund-Future endete 0,05 Prozent fester bei 161,67 Punkten. Im Tagesverlauf hatte der Kontrakt ein 6-Wochen-Tief bei 161,31 Punkten markiert. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab nach zwischenzeitlichem Erreichen eines Jahreshochs bei 2,56 Prozent um zwei Basispunkte auf 2,51 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,06 Prozent auf 141,80 Punkte. Der Nikkei 225 notierte nach Inflationsdaten gestützt vom schwächeren Yen rund 0,2 Prozent höher. Die Verbraucherpreise in Japan fielen im Dezember auf Jahressicht um 0,2 Prozent und damit mit der geringsten Rate seit Februar 2016. Die Börsen in China, Vietnam, Taiwan und Südkorea blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Potenzielle Marktbeweger sind heute die Daten zum US-BIP und dem Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA. ThyssenKrupp hält die Hauptversammlung ab. Quartalszahlen gibt es von American Airlines und Chevron.

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Themen: Bauwerte, DAX, USD, EUR


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