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Gold & Silber - Wie gewonnen, so zerronnen...

28.01.2017, 16:00  |  4039   |   |   

Bis vor kurzem sah es noch so aus, als ob Gold endlich den wichtigen Widerstand um 1.220 US-Dollar aus dem Weg räumen und sich dauerhaft oberhalb dieser Marke etablieren könne. Silber übersprang die wichtige 17 US-Dollar und unterstrich damit die gute Verfassung der Edelmetalle. Trump verunsicherte die Aktienmärkte, der Greenback schwächelte und Gold und Silber profitierten von dieser Gemengelage. Doch diese Phase nahm jetzt ein jähes Ende - zumindest vorrübergehend, denn mittel- bis langfristig sehen wir unverändert erhebliches Aufwärtspotential für den Gold-Silbersektor. .

Aktuell ist es aber so, dass die Finanzmärkte wieder (mehr) Vertrauen in den "Trump-Effekt" setzen und die "Trump-Rally" neu belebt haben. So stieß beispielsweise der Dow Jons Ind. durch die 20.000er Marke und auch der S&P 500 nahm wieder Fahrt auf. Wie lange dieses Pflänzchen jedoch blühen wird (bzw. kann), ist offen.

Mittlerweile ist Donald Trump eine Woche neuer US-Präsident und hat schon so einiges bewegt. Bedenklich stimmt in dieser Hinsicht vor allem, dass er offenkundig gewillt ist, China bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu brüskieren. Die Ein-China-Politik steht genauso auf dem Prüfstand wie die Handelsbeziehungen. Darüber hinaus wurde spätestens mit der Aufkündigung des bereits ausgehandelten Handelsabkommens TTP (ohne China) deutlich, dass in der globalen Wirtschafts- und Handelspolitik zukünftig ein noch rauerer Wind zu erwarten ist. 

Kommen wir auf die Edelmetalle zu sprechen. Zur Wochenmitte durchbrach der Dow Jones Ind. die 20.000er Marke. Die haussierenden Aktienmärkte hatte ja bereits in den letzten Wochen 2016 den Edelmetallen im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser (Kapital) abgegraben und so deren Korrektur begünstigt. Mit dem Jahreswechsel kehrte sich das Bild zunächst um. Das neue Kaufsignal im Dow Jones Ind. könnte nun aber wieder für einen ähnlichen Effekt wie Ende 2016 sorgen. Wie nachhaltig dieser letztendlich sein wird, bleibt wie gesagt noch abzuwarten. Die Befindlichkeiten der Marktakteure lassen sich auch immer ganz gut an der Bestandsentwicklung des weltgrößten physisch besicherten Gold-ETF, des SPDR Gold Shares, ablesen. Dessen Bestandsentwicklung gilt es im Auge zu behalten. Nach einer leichten Aufwärtstendenz in den Tagen zuvor kam es am 25.01. im Vergleich zum Vortag zu einem deutlichen Abfluss - passend zum Kaufsignal im Dow Jones Ind.  

Die charttechnische Lage stellt sich folgendermaßen dar: Gold hätte "nur" die 1.220 US-Dollar überwinden müssen, um ein neues Kaufsignal zu generieren und so den Weg in Richtung 1.250 US-Dollar zu ebnen. Dieser Versuch scheiterte. Darüber hinaus bildete sich eine kleine Doppel-Top-Formation aus, die nun bei Gold eine Fortsetzung der Konsolidierung bis in den Bereich von 1.180/1.170 US-Dollar wahrscheinlich macht. Nicht ganz auszuschließen ist auch ein erneuter Test der zentralen Unterstützung bei 1.120 US-Dollar. Mit Verweis auf die (globalen) Unwägbarkeiten ist dieses Szenario aus unserer Sicht jedoch fraglich. Wir gehen unverändert von der Fortsetzung der Aufwärtsbewegung aus.

 



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