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Das große Rätsel

Gastautor: Bernd Niquet
28.01.2017, 13:00  |  1152   |   |   

Kommt Ihnen diese Situation auch irgendwie bekannt vor?

 

Ein großes Volk eines bedeutenden Landes fühlt sich gedemütigt und zurückgesetzt und wählt daher einen scheinbar Verrückten zu ihrem Führer, der anschließend versucht, die internationalen Spielregeln zu ändern und außer Kraft zu setzen?

 

Und mit staatlich finanzierten Investitionen zur Arbeitsbeschaffung die Wirtschaft wieder in Gang bringen will und das sogar schafft.

 

Und wenn Sie dabei die gleichen Assoziation haben wie ich, teilen Sie dann den Optimismus von Karl Marx, dass „alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich so zu sagen zweimal ereignen, das eine Mal als große Tragödie, das andre Mal als lumpige Farce“?

 

Ich setze auf jeden Fall meine ganze Hoffnung auf Marx, dass es dieses Mal nur eine lumpige Farce wird. Und momentan sieht ja auch alles danach aus.

 

Die Tragödie der Folgen von Versailles wiederholt sich dann als Farce der Folgen der Globalisierung. Hoffentlich.

 

Die Ähnlichkeit der handelnden Personen ist jedoch bei aller Unterschiedlichkeit gespenstisch. So empfinde ich das jedenfalls.

 

Und als moderner Mensch von heute könnte ich hinzufügen: Das ist nicht nur ein Gefühl, das ist ein alternativer Fakt.

 

Die Börsen denken da anders. Sie freuen sich über Extremisten, wenn diese in ihrer Richtung laufen. Das war immer so und wird sicher auch immer so bleiben. Sie freuen sich. Jedenfalls am Anfang.

 

Gut, richtig und zudem verständlich ist natürlich auch, dass extreme Entwicklungen irgendwann durch Gegenbewegungen korrigiert werden. Die große Frage ist nur, wie das geschieht.

 

Meine größte Angst ist: Was macht der halbstarke Irre, wenn er merkt, dass er mit seinen simplen Lösungen und Schuldzuweisungen nicht durchdringt und das, was er sich in den Kopf gesetzt hat, nicht realisieren kann?

 

Doch ich verweigere den Blick in das Klassenzimmer unserer aller Schule. Und wer weiß, vielleicht ist bis dahin ja seine Zeit ohnehin bereits abgelaufen.

 

Man kann es sich eigentlich nur wünschen.

 

 



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Bernd Niquet: "Die bewusst herbeigeführte Naivität". Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2014, 265 Seiten, 14 Euro, ISBN 978-3-95744-306-9.

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Kommentare

Hahajaa,..private Raumfahrt,da müssen wir aufpassen,wenn zu viele von denen sich aufm fremden Planeten sonnen und da Urlaub machen,dann wirds nochmal gefährlich !

Sie dürfen uns nach Herzenslust plündern,was sie mit den Richtern machen interressiert kaum noch einen,kommt es zur Obrigkeits-Kriminalität,geht eh keiner hin,...
Eines Tages,werden sie noch behaupten,dass es an die reinste Geiselnahme grenzt,was der Herrgott ihnen zumutet,dass sie dazu verdammt wurden,mit mir und Dir,antriebslos auf dieser beengten Erdkugel durchs All zu irren,während sie sich perfider Weise noch täglich um die eigene Achse drehen,wenn ihnen der Kragen platzt,und sie uns sprengen,dann gehen sie mit drauf!

Die Schöpfung,so isse,...könnte von mir sein !
Genau dies ist der Punkt, der mich mich bei den hier zum Teil vertretenen Gesinnungen inklusive Elitenhass am meisten anwidert ....

Es wird im hintersten Hirnstübchen die Möglichkeit des totalen Chaos akzeptiert, Hauptsache den Eliten tut es weh.

Ich merke mal an, dass dies nicht nur den Eliten nicht gefallen wird .....
Karl Murx,hat sich glaub ich scheiden lassen,der heißt jetzt wieder Chemnitz!
Ich glaube,Du machst Dir einfach viel zu früh Sorgen,gegen Weihnachten,ziehst Du wieder eine Bilanz und stößt auf tolle Gewinne,in Deinem Portfolio,warte mal ab.
Was passiert,wenn so einer merkt,dass sein Plan nicht funktioniert,das wissen wir alle nicht,vielleicht ist er ja auch noch flexibel?
Wenn alle Stränge reißen und es wirklich knallt,dann wird diesmal allerdings das Gejammer schnell verstummen,dann bekommt Karl seine letzte Chance und der Sozialismus wird Welt-Regierungsform,im Tode,sind wir alle gleich,da sparen wir uns die Einäscherung !
Das wird den Eliten nicht gefallen,weil die etwas zu verlieren haben.

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