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Einreiseverbot Erste Schlappe für Trump - so könnte der Markt reagieren!

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29.01.2017, 19:30  |  1241   |   |   

Ein Gericht in New York hat die Ausweisung von Ausländern aus den Vereinigten Staaten von Amerika untersagt, die nach dem von US-Präsident Donald Trump verfügten Einreiseverbot an US-Flughäfen festgehalten wurden – die erste Schlappe für Trump! Wie der Aktienmarkt darauf reagieren und wie Anleger und Trader davon profitieren könnten, haben wir einmal für Sie zusammengefasst. 

Am 20. Januar 2017 wurde Donald Trump als 45. US-Präsident vereidigt. Mit einer komfortablen Mehrheit in Senat und Repräsentantenhaus haben die Republikaner ab sofort die Möglichkeit, viele der im Wahlkampf geäußerten Vorhaben und Ankündigungen wie zum Beispiel den Bau der Mauer zu Mexiko auch tatsächlich umzusetzen. Eine davon war auch das vorläufige Einreiseverbote für Bürger aus dem Irak, Syrien, Iran, Sudan, Libyen, Somalia und Jemen.

Ein Gericht in New York hat nun jedoch verfügt, dass die seit Freitag an Flughäfen in den USA eingetroffenen Reisenden aus diesen Ländern vorerst nicht in ihre Heimat zurückgeschickt werden dürfen. Ist dies der erste Denkzettel für Donald Trump?

Die Erwartungshaltung an den neuen Präsidenten ist speziell in der Wirtschaft hoch. Seit dem Gewinn der US-Wahl hat sich zum Ende 2016 eine regelrechte Rally an den Aktienmärkten ergeben. Der Dow Jones stiegt erstmals auf über 20.000 Punkte. Von einem »Trump-Boom« war sogar die Rede. Doch nun? Kann dieser erste Denkzettel ein Umdenken an der Börse bringen und neue Ängste entfachen?

Der VIX als Risikomaß des S&P500-Index

Der Begriff Volatilität beschreibt als eine der bedeutendsten Risikokennzahlen in der Finanzwelt, wie groß die Schwankungsintensität beispielsweise eines Aktien- oder Devisenkurses ist. Sie macht dabei aber keine Aussage, ob der jeweilige Kurs steigt oder fällt. Eine hohe Volatilität ist somit gleichbedeutend mit starken Kursausschlägen, eine niedrige Volatilität mit geringen Kursausschlägen. Der Volatility Index (VIX) ist ein von der Terminbörse CBOE berechneter Index, der die implizite Volatilität eines Korbs von Optionskontrakten auf den S&P 500-Index abbildet. Gerne wird der VIX daher in der Finanzpresse auch als “Angstindex” oder “Angstbarometer” des US-amerikanischen Aktienmarkts bezeichnet, bildet der S&P 500-Index doch die Wertentwicklung der 500 größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen ab. Mit Futures-Kontrakten auf den VIX wird somit die vom Optionsmarkt eingepreiste zukünftige Schwankungsbreite des S&P 500-Index handelbar gemacht.

Stastisch betrachtet existiert eine negative Korrelation zwischen impliziter Volatilität und Kursentwicklung an den Aktienmärkten: Kommt es zu starken Kursverlusten am Aktienmarkt, ist zumeist ein plötzlicher und starker Anstieg der impliziten Volatilität die Folge, da der Markt die Möglichkeit weiterer Kursrückgänge einpreist. Bei steigenden Kursen hingegen wird das Risiko plötzlicher Kursausschläge üblicherweise geringer eingeschätzt, so dass hier eine niedrige zukünftige Schwankungsbreite eingepreist wird. Dies wird auch im Fünfjahrechart des VIX-Futures sichtbar: In Phasen von Markturbulenzen sind hier starke Anstiege zu erkennen, die mit Beruhigung der Märkte wieder auf ein langfristiges Durchschnittsniveau zurück gehen.

Der marktbreite S&P 500 stieg am 24. Januar 2017 zum Beispiel um 0,65 Prozent auf 2.280 Punkte. Der Index hat zu diesem Zeitpunkt in den letzten 70 Tagen keinen Tag einen Rückschlag von einem Prozent oder mehr verzeichnet. Das ist die längste Serie seit dem Jahr 2006. Der Volatilitätsindex VIX, der die erwartete Schwankungsbreite des S&P 500 abbildet, notierte daraufhin mit knapp 13 Prozent auf einem historisch relativ niedrigen Niveau. Dabei floss in jüngster Zeit auffällig viel Geld in Instrumente, die von einem Anstieg der Volatilität profitieren. Da in diesem Bereich vorrangig professionelle Marktakteure unterwegs sind, wird dies von vielen Marktteilnehmern nicht als Kontraindikator betrachtet und könnte für einen baldigen Anstieg der Volatilität, ergo für wieder stark fallende Kurse sprechen. Mit Turbos bezogen auf den VIX-Future haben Sie die Möglichkeit sich frühzeitig zu positionieren und möglicherweise überproportional zu profitieren.

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Autor

Anouch Wilhelms
Derivate-Experte, Commerzbank AG

Anouch Wilhelms ist Derivate-Experte bei der Commerzbank und in diesem Bereich mehr als 12 Jahre tätig. Er studierte Betriebswirtschaft in Frankfurt und Madrid und startete direkt nach dem Studium bei der Commerzbank in Frankfurt im Bereich Aktien und Rohstoffe. Heute ist er Spezialist für strukturierte Wertpapiere. Anouch Wilhelms ist als Derivate-Experte der Commerzbank regelmäßig Gast im TV (z.B. n-tv Telebörse) und schreibt regelmäßig Gastbeitrage in Tageszeitungen und Fachmagazinen. Außerdem moderiert er die Sendung ideasTV.

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