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Infrastuktur – Die Gewinner der Trump-Jahre

Gastautor: Daniel Saurenz
30.01.2017, 09:00  |  661   |   |   

USA_GoldenGateDonald Trump hat in der ersten Woche alle Lügen gestraft, die davon ausgingen, der ehemalige Medienstar würde im Amt präsidentiel werden und den Dialog suchen. Trump regierte per Dekreten ohne den Kontakt zur Legislative oder möglichen “Deal-Partnern” zu suchen. Mit seinen Anordnungen rückten die Themen Migration und Umweltschutz in den Fokus. Trump ordnete den Bau der “Mauer zu Mexiko” an, zudem soll eine umstrittene Pipeline durch ein Reservat gebaut werden und die Einreisesperre für einige muslimische Länder ist auch in den USA höchst umstritten. Dabei geraten Pläne in den Hintergrund die der Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung einen echten Mehrwert bringen.

Trump will die marode Infrastruktur erneuern und legt dazu ein massives Infrastrukturprogramm auf. Dies sorgt in einigen Branchen für große Freude…

Über die nächsten zehn Jahre will US-Präsident Donald Trump bis zu 1 Billion US-Dollar in die marode amerikanische Infrastruktur investieren. Dies ist ganz im Sinne der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die ihre Mitglieder zu erhöhten Ausgaben beispielsweise für neue Verkehrswege auffordert. Anlegern eröffnen solche Pläne zur Konjunkturbelebung Chancen im Bereich Industrie- und Infrastrukturunternehmen.

In Deutschland könnte HeidelbergCement vom Infrastruktur-Boom profitieren, der über die Bundestagswahl auch hier eine Rolle spielen könnte. Ob Schäuble dann an seiner “schwarzen Null” festhalten möchte, diskutieren wir in der Finanzmarktrunde. Ein passendes Produkt auf HeidelCement lautet HU688E.

Ein Bild wie nach einem Erdbeben: Im Jahr 2007 brach im US-Bundesstaat Minnesota eine 40-jährige Stahlbrücke über den Mississippi mit acht Fahrbahnen während des Feierabendverkehrs plötzlich zusammen. Das Ereignis führte schon damals drastisch vor Augen, dass die jahrelang ver nachlässigte amerikanische Infrastruktur dringend einer Erneuerung bedarf. Aber auch in vielen anderen Industrieländern verlottert die öffentliche Infrastruktur zusehends.

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Der neugewählte US-Präsident Donald Trump hat in seiner Antrittsrede versprochen, nicht nur die amerikanischen Innenstädte auf Vordermann zu bringen, sondern auch Autobahnen, Brücken, Tunnels und Flughäfen zu sanieren. Kostenpunkt: rund eine Billion US-Dollar, über zehn Jahre verteilt. Den Grossteil der Gelder sollen Privatinvestoren aufbringen, die dafür in den Genuss von Steuererleichterungen kommen.

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Staatskassen öffnen, um “Wachstumsfalle” zu vermeiden

USA_NetflixApplaus erhält Trump dabei von der OECD. Dieser “Klub wohlhabender Staaten”, ursprünglich ein Verfechter strenger Haushaltsdisziplin, hat im vergangenen Jahr eine Kehrtwende vollzogen und plädiert nun für eine lockere Fiskalpolitik. Die Regierungen hätten dank den niedrigen Zinsen gegenwärtig die einmalige Gelegenheit, die Wirtschaft anzukurbeln, ohne die Staatsschulden über Gebühr zu erhöhen. Bei ausbleibenden Investitionen könnten hingegen laut den OECD-Ökonomen verschiedene Staaten in eine sogenannte Wachstumsfalle – eine Periode von (selbst verschuldetem) ungenügendem Wachstum – geraten.

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Von einem amerikanischen Infrastrukturprogramm verspricht sich die Organisation Impulse für die gesamte Weltwirtschaft. Eine vollumfängliche Umsetzung der Pläne würde die US-Wachstumsrate gemäss dem aktuellen Konjunkturbericht im Jahr 2017 um 0.4 Prozentpunkte erhöhen. Im Folgejahr solle das Plus sogar bei 0.8 Prozent liegen.

Investitionsbedarf bietet Anlagechancen

Weltweit wird gemäss Schätzungen von McKinsey jährlich die stolze Summe von rund 2.5 Billionen US-Dollar in Transportnetze, Energie, Wasser und Telekommunikation investiert. Allerdings reicht dies nicht aus. Bis 2030 wären gemäss dem Beratungsunternehmen pro Jahr 3.3 Billionen US-Dollar notwendig, damit die Infrastruktur mit dem erwarteten Weltwirtschaftswachstum Schritt halten kann. Dies entspricht ungefähr 3.8 Prozent des weltweiten Bruttoinlandprodukts.

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Mit einiger Sicherheit lässt sich sagen, dass Industrie- und Infrastrukturunternehmen die Hauptprofiteure der “Ära Trump” sein werden. Interessierte Anleger können über ausgewählte Einzeltitel oder Kollektivanlagen wie Fonds in solche Sektoren einsteigen. Natürlich hängt vieles davon ab, in welchem Mass die neue Regierung ihre Pläne umsetzen kann und ob andere Staaten den Empfehlungen der OECD folgen.

Quelle: Vontobel Research

Wertpapier: DAX Discount Call 11.200-11.700 bis 2017/06 (DB), DAX Discount Call 11.200-11.700 bis 2017/09 (BNP), E-Stoxx 50 Bonus Cap 2.600 bis 2017/12 (VON), HeidelbergCement Bonus Cap 72 bis 2017/09 (HVB), Caterpillar Mini Future Short 114,17 Open-End (CITI)


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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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