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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Nach gutem Lauf wieder verstärkte Skepsis
Foto: Boris Roessler - dpa

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung Nach gutem Lauf wieder verstärkte Skepsis

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
30.01.2017, 09:50  |  746   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Unsicherheit über die Auswirkungen der US-Politik unter dem neuen Präsidenten Donald Trump hat am Montag den Handel dominiert. Nach einem guten Lauf in der vergangenen Woche fiel der Leitindex Dax im frühen Handel um 0,68 Prozent auf 11 734,30 Punkte.

In der Woche zuvor hatte zunächst die Hoffnung auf eine noch stärkere Belebung der US-Wirtschaft unter Trump die Börsen jenseits wie diesseits des Atlantiks weiter nach oben getrieben, bis ihnen am Freitag die Kraft ausgegangen war. Der Dax hatte dennoch auf Wochensicht um knapp 1,6 Prozent zugelegt. Doch nun mehren sich wieder die Bedenken. Die neue Einwanderungspolitik Trumps, der ein Einreiseverbot für viele Muslime erlassen hat, nähre Sorgen über mögliche zunehmende Spannungen - auch mit Blick auf den internationalen Handel, sagte Marktanalyst Ric Spooner vom Broker CMC Markets. Zudem nimmt bei Ökonomen die Skepsis zu, ob die von Trump angekündigten Maßnahmen für mehr Wirtschaftswachstum in den USA wirklich den erhofften Schub bringen können.

KURSVERLUSTE IN GANZ EUROPA

Auch die anderen Indizes zeigten sich am Montagmorgen schwächer: Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax sank zuletzt um 0,67 Prozent auf 22 727,24 Punkte. Der Technologie-Index TecDax gab um 0,43 Prozent auf 1849,63 Punkte nach. Europaweit, etwa in Großbritannien und Frankreich, sah es genauso aus. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,86 Prozent.

Konjunkturseitig könnten am frühen Nachmittag noch die deutschen Verbraucherpreise für den Januar in den Blick rücken. Sollten sie wie erwartet auf Jahresbasis gestiegen sein, dürften erneut Forderungen an die EZB laut werden, die Geldpolitik endlich zu straffen, erwartet Dirk Gojny von der National-Bank in Essen. Zudem würden kurz darauf, unter anderen mit den persönlichen Einkommen und Ausgaben, wichtige US-Daten veröffentlicht. "Sie dürften der Fed erneut Futter für Leitzinserhöhungen geben", kommentierte der Experte.

GERÜCHTE ÜBER KAUFINTERESSE DER ALLIANZ BELASTEN AKTIE

Unter den Einzelwerten am deutschen Markt gaben die Aktien der Allianz überdurchschnittlich um 1,39 Prozent nach. Der Versicherer ist laut dem "Handelsblatt" am australischen Branchenkollegen QBE interessiert. Die Münchener befänden sich in informellen Gesprächen, hieß es in der Montagsausgabe der Wirtschaftszeitung unter Berufung auf Finanzkreise. Auf Anfrage von dpa-AFX teilte die Allianz nun mit, sie beteilige sich nicht an Marktgerüchten. Bei QBE hieß es, es gebe "keine konkreten Fusionsgespräche" mit der Allianz.

Papiere der Lufthansa legten nur zu Beginn zu und verloren zuletzt 0,67 Prozent. Deutschlands größte Fluggesellschaft warnte ihre Piloten vor den Konsequenzen eines zu hohen Tarifabschlusses infolge der laufenden Schlichtung. Dann müsse darüber nachgedacht werden, anstehende Investitionen nicht mehr in die Lufthansa-Kerngesellschaft zu lenken, sagte Vorstandsmitglied Harry Hohmeister der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag.

HÄNDLER: SARTORIUS ENTTÄUSCHT BEIM AUSBLICK

Die Aktien des Pharma- und Laborzulieferers Sartorius sanken nach vorgelegter vorläufiger Bilanz um 0,84 Prozent. Die Eckzahlen für 2016 hätten in etwa den Erwartungen entsprochen, allerdings sei der Ausblick etwas schwächer als erhofft, sagte ein Händler. Für 2017 peilt das Unternehmen ein Umsatzwachstum von etwa 8 bis 12 Prozent an. Zudem soll die Profitabilität weiter steigen, hieß es.

Ansonsten waren es vor allem Umstufungen, die bewegten: Die Versorger Eon und RWE gaben als Schlusslichter im Dax um jeweils fast 2 Prozent nach. Laut Händlern hat RBC Capital die Eon-Aktien auf "Underperform" abgestuft. Die Papiere von LEG Immobilien zählten hingegen im MDax mit knapp 2 Prozent zu den Favoriten. Sie werden inzwischen von der Deutschen Bank zum Kauf empfohlen. Top-Wert im TecDax waren mit plus 4,61 Prozent die Anteilsscheine der Software AG, die nach ihrer am Donnerstag vorgelegten Jahresbilanz nun sowohl von der UBS als auch der HSBC nun sehr positiv eingeschätzt werden./ck/ag

Diskussion: Tages-Trading-Chancen am Montag den 30.01.2017


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