DAX0,00 % EUR/USD-0,01 % Gold-0,33 % Öl (Brent)0,00 %

DAX mit deutlichem Wochenplus. Apple, Daimler und Fed im Fokus!

30.01.2017, 12:12  |  707   |   |   

Einmal mehr erwartet uns eine vollgepackte Handelswoche. Und dies nicht nur wegen Donald Trump und der US-Notenbank Fed, sonder auch wegen Apple (WKN: 865985 / ISIN: US0378331005) & Co. Dies ist ein Grund für Sebastian Bleser, Experte für Anlage- und Hebelprodukte, bei HypoVereinsbank onemarkets, in seinem wöchentlichen Marktkommentar auf die wichtigsten Entwicklungen zu schauen.

In dieser Woche endete die wochenlange Börsenlethargie und DAX® & Dow® legten kräftig zu. Der DAX® nähert sich nun der 12.000 Punktemarke und der Dow® schaffte gar den Sprung über 20.000 Punkte. Katalysatoren waren mehrheitlich gute Unternehmensergebnisse und Spekulationen auf Pläne und Beschlüsse von US-Präsident Donald Trump. So rechnen die Marktteilnehmer mit einem umfangreichen US-Infrastrukturprogramm und einer Senkung der Unternehmenssteuer. Beides könnte die US-Wirtschaft in Fahrt bringen und damit die Unternehmensergebnisse beflügeln.

Zu den Top-Performern im DAX® zählten in der zurückliegenden Woche die Aktien der Deutschen Bank (Spekulation auf Börsengang der Asset Managementtochter), Deutsche Lufthansa (positive Analystenkommentare) und HeidelbergCement (profitiert von US-Infrastrukturprogramm). In der zweiten Reihe fielen unter anderem Dürr, Jungheinrich, die Chemieunternehmen Brenntag und Evonik (positive Analystenkommentare) sowie Pfeiffer Vacuum (Übernahmeangebot der Busch Gruppe)  und Rocket Internet (Spekulation über Börsengang der Tochter Delivery Hero) mit überdurchschnittlichen Kurszuwächsen auf.

„Bisher haben von 161 im S&P-500 notierten Unternehmen 122 Konzerne bessere Ergebnisse für Q4 2016 geliefert als erwartet“, schreibt UniCredit Aktienstratege Christian Stocker in seinem wöchentlichen Bericht. „Im STOXX Europe 600 sehen wir das höchste Verhältnis positiver Ergebnisrevisionen seit sechs Jahren.“ Er favorisiert daher weiterhin Unternehmen aus den Bereichen Basic Resources, Chemie, Industriegüter und Bau.

In der kommenden Woche geht der Datenreigen in den USA weiter und in Deutschland kommt er allmählich in Fahrt. Dabei werden unter anderem die Aktien von Apple, Amazon, Daimler, Deutsche Bank und Siemens im Fokus. Bei den Wirtschaftsdaten richten sich die Blicke vor allem auf die US-Notenbanksitzung, die Zahlen zum BIP in der Eurozone für Q4 und die Inflationsrate in der Eurozone. Die Experten der UniCredit erwarten nicht, dass die Fed an der Zinsschraube dreht. Zudem rechnen sie damit, dass die Inflationsrate im Januar auf rund 1,6 Prozent gestiegen sein könnte. Beim BIP für Q4 erwarten sie ein Wachstum von 1,7 Prozent.

Unternehmen im Fokus
In der kommenden Woche geht der Datenreigen in den USA weiter. So werden unter anderem Apple, Amazon, Amgen, Eli Lilly, ExxonMobil, Facebook, GoPro und Pfizer Zahlen für das zurückliegende Geschäftsquartal vorlegen. Die Berichtssaison erreicht nun auch Deutschland. Dabei werden vor allem das Zahlenwerk von Daimler, Deutsche Bank, Infineon, Metro, Sartorius und Siemens im Fokus der Investoren stehen. Siemens lädt zudem zur Hauptversammlung.

Mitte der nächsten Woche werden in Detroit Daten zum US-Autoabsatz veröffentlicht. Im Jahr 2016 verbuchte der US-Markt mit 17,5 Mio. verkauften Neuwagen einen Absatzrekord. Bei den deutschen Herstellern zeigte sich allerdings ein gemischtes Bild. So ging bei BMW der US-Absatz um knapp zehn Prozent zurück. Daimler konnte auf Jahressicht zwar ähnlich viele Fahrzeuge verkaufen wie im Vorjahr. Im Dezember ging der Pkw-Verkauf jedoch um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Bei VW deutet sich ein konträres Bild. Im Gesamtjahr mussten die Wolfsburger bei der Kernmarke Einbußen hinnehmen. Im Dezember legte der Pkw-Verkauf den zweiten Monat in Folge  kräftig zu. Die Januar-Daten bergen somit große Spannung.

Wichtige Termine

  • 30.1.: China – Börsen feiertagsbedingt geschlossen
  • 30.1.: Deutschland – vorläufiger Verbraucherpreisindex für Januar
  • 31.1.: Deutschland – Arbeitsmarktdaten
  • 31.1.: Europa – BIP Eurozone Q4, erste Schätzung
  • 1.2.: China – Einkaufsmanagerindex
  • 1.2.:  USA – Fed-Zinsentscheidung
  • 1.2.: USA – ADP-Arbeitsmarktbericht
  • 2.2.: USA – Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
  • 3.2.: China – Caixin PMI Industrie
  • 3.2.: USA – US-Arbeitsmarktbericht
  • 3.2.: USA – Auftragseingang Industrie, Dezember

Charttechnischer Ausblick: DAX®

Widerstandsmarken: 11.880/12.000/12.400 Punkte
Unterstützungsmarken: 11.450/11.530/11.600/11.650 Punkte.

Der DAX® setzte den gestern Mittag gestarteten Abwärtstrend fort. Er verteidigte zum Handelsschluss allerdings die Unterstützung bei 11.800 Punkten. Nach dem gestrigen Doji Star wird nun von vielen Tradern eine Konsolidierung erwartet. SAckt der Index unter 11.800 Punkte könnte eine Korrektur bis 11.690 Punkte gehen. Solange die Unterstützungszone 11.600/11.630 Punkte hält besteht die Chance auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung bis 12.000 und im weiteren Verlauf bis zum Allzeithoch. Die Bären dürften frühestens unterhalb von 11.600 Punkten wieder Morgenluft wittern.

Kommentator: Sebastian Bleser, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets

Bildquelle: dieboersenblogger.de

Wertpapier: Apple, Lufthansa, Volkswagen, DAX


Verpassen Sie keine Nachrichten von Die Börsenblogger

Christoph Scherbaum M.A. und Diplom-Betriebswirt Marc Schmidt sind die Gründer von dieboersenblogger.de. Der Social-Börsenblog wurde Ende 2008 im Zeichen der Finanzkrise von den zwei Finanzjournalisten gegründet und hat sich seither fest in der Börsenmedienlandschaft etabliert. Heute schreibt ein gutes Dutzend Autoren neben Christoph Scherbaum und Marc Schmidt über Aktien, Geldanlage und Finanzen. Weitere Informationen: www.dieboersenblogger.de.

Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel