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Aktien George Soros will ‚Schulhof-Rüpel‘ Trump an den Kragen

Gastautor: Thomas Hellener
31.01.2017, 07:26  |  4776   |   |   

Den Aktienbörsen geht es im Moment gut, wir haben wieder Tempo aufgenommen. Und das ist interessant, trotz Donald Trump und dem Brexit vor der Brust. Die Börse preist ja das ‚normale‘ Chaos immer schon ein. Und das normale Chaos wird uns auch in diesem Jahr weiter begleiten. Also: Wenn Trump Blödsinn macht, dann hat die Börse das jetzt schon eingepreist.  Aber das unnormale Chaos, oder die Schwarzen Schwäne, die könnten uns aus der Bahn werfen.

Soros will dem ‚Schulhof-Rüpel‘ an den Kragen

Bleiben wir zunächst bei Donald Trump, dem 45. Präsidenten der USA. Seine Anhänger versprechen sich von ihm neue Jobs, eine Rückbesinnung auf die Interessen Amerikas und eine radikale Abkehr von der Politik Obamas. Doch, wie Hendrik Leber, der Manager unseres Nachhaltigkeitsaktienfonds PRIMA – Global Challenges beim jüngsten Fondsmanagerdialog (https://youtu.be/cLxT8EtABzc) so treffend bemerkte:  „Man kann sich große Sorgen machen, wie es mit Trump weitergeht. Es ist nicht der Klassen-Clown, sondern eher der Schulhof-Rüpel, der, da bin ich mir sicher, viele Leichen im Keller hat.“ Und Leber fügte hinzu: „Ich habe gehört, dass der amerikanische Großinvestor George Soros gut 2,5 Millionen Dollar für Rechtsanwälte zur Verfügung gestellt hat, um irgendwas gegen Trump zu finden und zu unternehmen.“ Das ist wohl mehr als eine Drohung.

Aber Trump geht unbeirrt seinen Weg: Die Mauer nach Mexiko soll kommen, Pipelines wurden trotz heftiger, grüner Proteste genehmigt, jetzt der Erlass, dem zufolge vier Monate lang keine Flüchtlinge mehr in die USA gelassen werden. Mindestens 90 Tage gilt zudem ein Einreiseverbot für alle Besucher aus Syrien und sechs weiteren mehrheitlich muslimischem Ländern. Und, und, und... jeden Tag ein neues Dekret.

Druck aus der eigenen Partei wächst

Doch schon nach wenigen Tagen wächst der Druck aus der eigenen Partei. Trump hat die Krankenversicherung – Obama Care - per Dekret außer Kraft gesetzt. Es gibt noch kein Gesetz, aber immerhin ist es ein Dekret, das dazu führt, dass 30 Millionen Amerikaner ihren Krankenversicherungsschutz verlieren. Doch kein republikanischer Abgeordneter möchte jetzt in den regionalen Medien lesen, dass ein todkranker Mensch nicht mehr behandelt wird, nur weil er keinen Krankenversicherungsschutz mehr hat. Das kann sich niemand leisten. Das Risiko wächst, dass ihm seine eigene Partei die Gefolgschaft verwehrt, weil ihr sonst die Wähler davonlaufen.

Und dann die 20 Prozent Strafzölle auf alle Waren aus Mexiko. Alle Autoteile, die von dort kommen, werden teurer. Und wer zahlt das? Der kleine Mann auf der Straße. Das heißt: Trump schadet den eigenen Wählern. Und republikanische Abgeordnete werden sagen: „Trump, Du schadest meiner Wiederwahl! Ich will Dich nicht mehr haben.“

Zeit für neue Allianzen

Aber auch sonst wird vieles anders. Es bilden sich neue Allianzen. Das trifft zum einen den asiatischen Raum. Dort könnte China eine immer wichtigere Rolle spielen. In Davos hat man ja schon durchklingen lassen, dass man für freien Handel einstehen will. Und was passiert? Plötzlich wird China in gewisser Weise der Garant des freien Handels für den Westen. Das könnte zu einer neuen Partnerschaft zwischen China und Europa führen.

Und was passiert mittelfristig? Alles spricht für Aktien, da ist sich Hendrik Leber sicher: “Wenn Trump oder auch Putin und Theresa May mal nicht mehr da sind, dann wird es immer noch die Nestles, Daimlers, Coca-Colas und Henkels dieser Welt geben. All diese Unternehmen gibt es seit vielen Jahrzehnten und haben schon viele politische Wirren oder auch Kriege überlebt. Das wird auch so bleiben.“

Inflation wird anziehen und sich beschleunigen

Aber es gibt auch Sorgen, die nichts mit Trump zu tun haben. Das billige Geld wird zunächst bleiben. Die Inflation wird anziehen und sich beschleunigen. Die Inflationsrate in Deutschland hat mit 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Höchststand seit Mitte 2013 erreicht. Weil die Inflation die Zinsen übersteigt, verlieren deutsche Sparer pro Jahr Milliarden - wer klassisch spart, verliert mehr, als er glaubt. Auch das spricht weiterhin für Aktien, auch wenn wir womöglich eine erhöhte Volatilität sehen werden. Sollten darüber hinaus auch noch nachhaltige Kriterien bei der Aktienauswahl zum Tragen kommen, ergibt dies ein vernünftiges Bild.

 

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Thomas Hellener ist Bankkaufmann und studierte an der Universität Stuttgart Betriebswirtschaftslehre. Der ausgewiesene Fondsspezialist ist Geschäftsführer der PRIMA Fonds Service GmbH. Seine Spezialgebiete sind die Analyse der internationalen, vor allem der europäischen Aktienmärkte, Anlagen in nachhaltige Investments und die aktive, dynamische Asset Allocation.

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