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Der „unterbewertete Euro“ im Visier der USA

Gastautor: Jens Chrzanowski
01.02.2017, 12:19  |  734   |   |   

Schenkt man dem Leiter des neuen Nationalen Handelsrates der USA, Peter Navarro, Glauben, bereichert sich Deutschland auf Kosten anderer EU-Partner und auch der USA. Dass der US-Dollar in den letzten sechs Monaten zugelegt hat, ist sicherlich niemandem entgangen. Doch Schuldzuweisungen, und in einer so direkten Form, sind neu. Offene Ohren für solche Vorwürfe gibt es genug: in Griechenland, Spanien, Russland, nicht zuletzt auch in Frankreich und den Niederlanden. „Trumpisation“ könnte vielleicht zum Wort des Jahres werden. Indes klettert der Euro auf ein Zweimonatshoch und das Ende des Aufstiegs scheint noch nicht erreicht.


Nun kommen wir zu unserer Technischen Analyse:

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Rückblick

Der EUR/USD bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums im Bereich der 1,0730/15. Er notierte damit erneut über dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Am Mittwoch setzte der EUR/USD zunächst leicht zurück, um dann wieder an die 1,0770 zu steigen und von hier aus abzuprallen. Der nächste Versuch, die 1,0770 zu überwinden, scheiterte am Donnerstag. Es folgte ein ausgeprägter Rücksetzer an und unter die 1,0700. Erst im Bereich der 1,0660/55 konnte sich das Währungspaar stabilisieren und am Freitag etwas erholen. Der Wochenschluss lag bei 1,0700 und damit auf dem Niveau fünf Handelstage zuvor lag. Zu Wochenbeginn ging der EUR/USD mit einem kleinen Gap-up in den Frühhandel und konnte sich im Anschluss fast bis an die 1,0740 heran schieben. Dieser Anstieg wurde jedoch am Montag vollständig abverkauft. Der EUR/USD sackte ab bis zur 1,0620 und konnte sich erst hier stabilisieren. Die folgende Erholung führte den EUR/USD wieder an die Abbruchstelle zurück, am Dienstag folgte dann der Move über die 1,0770. In Folge dieser Bewegung konnte sich der EUR/USD bis an die 1,0812 schieben und dort auch festsetzen.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum lag erneut deutlich über dem der Vorperiode. Der EUR/USD konnte sich am letzten Handelstag des Monats Januar wieder über die 1,0800 schieben, sich jedoch oberhalb dieser Marke nicht festsetzen. Der EUR/USD setzte in den vergangenen fünf Handelstagen weder an oder unter die 1,0600 zurück. Die Range war mit 192 Pips vergleichbar mit dem des letzten Betrachtungszeitraums.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR/USD mit dem Überschreiten der 1,0792 bis 1,0807/11 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde lediglich um 1 Pip verfehlt. Damit hat das Setup auf der Oberseite sehr gut gegriffen. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,0635 nicht ganz an unsere nächste Anlaufmarke bei 1,0618. Hier haben 2 Pips gefehlt. Damit hat das Setup auch auf der Unterseite gepasst.

  • Wochenhoch*: 1,0812 Vorwoche 1,0775
  • Wochentief*: 1,0620 Vorwoche 1,0589
  • Wochen-Range*: 192 Pips Vorwoche 186 Pips

*Betrachtungszeitraum 25.01.2017 bis 31.01.2017


Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,0819/27/48/69.....1,0904/36/73....1,1057
  • Euro US: 1,0703.....1,0666/34....1,0580/10.....1,0498/57/30....1,0392/51....1,0295/13

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden

  • Box-Bereich: 1,1524 bis 1,0223
  • Tagesschlusskurs-Marken: 1,0969 und 1,0236
  • Intraday-Marken: 1,0796 und 1,0510
  • Range: 1,2355 bis 0,9631


Euro-Chart

Der EUR/USD konnte sich in den ersten Handelswochen des Jahres stabilisieren. Nachdem es zu Jahresbeginn ein Tief im Bereich der 1,0335 ausgebildet hatte, konnte sich das Währungspaar deutlich erholen. Damit hat sich auch das Chartbild aufgehellt. In den letzten Handelstagen ist der EUR/USD wieder über die 1,0770 gelangt und konnte sich über dieser Marke etablieren. Somit hat er die Basis für einen weiteren Anstieg geschaffen, der übergeordnet bis etwa 1,1000 gehen könnte. Sollte der EUR/USD bis zu dieser Marke laufen, könnte die Erholungsbewegung – zunächst – beendet sein.

Die Inflation ist im Januar spürbar angestiegen und nicht mehr weit von der Zwei-Prozent-Marke entfernt. Wie erwartet führt dies jedoch nicht zum Umdenken bei der EZB. Stattdessen wurde der Inflationsbegriff neu definiert, so dass die ultralockere Zinspolitik, die mittlerweile zu einer Fiskalfinanzierung geworden ist, langfristig beibehalten werden kann. Wir hatten bereits vor Monaten auf eine steigende Inflation hingewiesen, die nicht durch Geldpolitik, sondern durch steigende Ölpreise ausgelöst wurde. Zudem hatten wir bereits die Einschätzung geäußert, dass die EZB, trotz dieser Entwicklung, die Haltung zu ihrer Geldpolitik nicht ändern werde . Dieses Szenario scheint einzutreffen. Interessant wird sein, wie sich die Fed verhalten wird. In diesem Jahr wird mit drei Zinsschritten gerechnet. Wir gehen davon aus, dass der erste Zinsschritt frühestens Ende des ersten Quartals 2017 kommen wird.

Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen: Der EUR/USD könnte zunächst versuchen, sich über der 1,0770 zu etablieren. Gelingt dies, könnte er versuchen, die 1,0788/92, die 1,0802/05 und im Anschluss die 1,0814/18 anzulaufen. Kommt es bei 1,0818 nicht zu Rücksetzern, könnte der EUR/USD den Bereich bei 1,0827/30 und im Anschluss die 1,0845/48 anlaufen. Hier könnten sich Rücksetzer einstellen. Schafft es der EUR/USD über die 1,0848, hätte er das Potenzial, die 1,0856/59 und schließlich die 1,0865/67 anzulaufen. Über der 1,0867 wären die 1,0874/76, die 1,0880/84 und die 1,0892/95 die nächsten relevanten Anlaufmarken auf der Oberseite.

Kann sich der EUR/USD nicht über der 1,0770 halten, wäre mit Rücksetzern an die 1,0764/61 beziehungsweise an die 1,0755/52 zu rechnen. Wenn es der EUR/USD nicht schafft, sich an der 1,0755/52 zu stabilisieren, könnten sich weitere Rücksetzer einstellen, die bis 1,0740/38 oder 1,0730/27 gehen könnten. Unter der 1,0727 kommen die 1,0708/06, die 1,0685/80 und die 1,0667/64 in Frage. Rutscht der EUR/USD unter die 1,0664, wären die 1,0652/48, die 1,0637/35 und die 1,0620/15 die nächsten Anlaufmarken.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 02.02.2017 – EU: Rede des EZB-Präsidenten Mario Draghi
  • 03.02.2017 – USA: Non-farm Gehaltsabrechnungen (Jan)
  • 03.02.2017 – USA: Arbeitslosenquote (Jan)
  • 03.02.2017 – USA: ISM Dienstleistungsindex (Jan)


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Geschäftsführer Admiral Markets Partner Deutschland, MT am Germany GmbH

RISIKOHINWEIS: Dieser Artikel liefert eine Einschätzung zum Basiswert EUR/USD, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets UK ist Forex & CFD-Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. Die Verluste können die Einlagen übersteigen! Lesen Sie den kompletten Warnhinweis über folgenden Link. DISCLAIMER: http://www.admiralmarkets.de/risikohinweis

Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.


Über den Autor:

Im Namen von Admiral Markets UK wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!

Jens Chranowski

Ihr Jens Chrzanowski Geschäftsführer Admiral Markets Kundenservice Deutschland


Über das Unternehmen:

Admiral Markets stellt seinen Kunden einen Brokerage-Service und eine innovative Handelstechnologie, den MetaTrader 4, mit einigen unternehmensspezifischen Features zur Verfügung. Den Leitsatz des Brokers „Trading for everyone“ setzen die Mitarbeiter weltweit konsequent um. So stehen den Kunden beispielsweise umfangreiche Webinare und Seminare zur Verfügung, und der Broker verspricht, niemals Kurse gegen den Kunden zu stellen.

Die weltweit aktive Admiral Markets Group ist mit ihren Divisionen einer der größten Forex- und CFD-Broker für Privatkunden weltweit. Seit 2011 ist die Marke „Admiral Markets“ in Deutschland aktiv – seit 2014 unter der weltweit renommiertesten Regulierung für Forexbroker, der (britischen) Financial Conduct Authority, FCA. In Deutschland herrscht zusätzliche Bafin-Registrierung und Regulierung.

Der Kundenservice betreut von Berlin aus seine Kunden umfassend mit Support für die Handelssoftware, mehreren Live-Webinaren pro Woche, Schulungen und Marketingaktivitäten.

THINK GLOBAL – ACT LOCAL, einer der Leitsätze der Brokers, wird dabei konsequent umgesetzt: Das Wissen und die Möglichkeiten eines internationalen Unternehmens werden bestmöglich auf die Gegebenheiten des jeweiligen Landes angepasst. Deshalb steht für Deutschland beispielsweise der DAX-Handel im Fokus. Hier bietet Admiral Markets die günstigsten Konditionen für den DAX-30-CFD am Markt. Darüber hinaus werden der Kundenservice, die Bildungsangebote sowie die Handelssoftware in deutscher Sprache angeboten.

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Wertpapier: EUR/USD

Themen: Handel, USD, EUR


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Der Berliner Jens Chrzanowski arbeitet seit Marktstart von Admiral Markets in Deutschland 2011 beim Forex & CFD Broker. Vorherige Stationen waren FXCM, E*TRADE und die Deutsche Bank.

Im Fokus stehen für den Leiter des Berliner Kundenservices der deutsche Leitindex DAX, aber auch Dow Jones und andere Indizes. Für den Devisenhandel wird meist auf den EUR/USD fokussiert. Neben den Analysen ist Chrzanowski auch mehrmals wöchentlich in live-Webinaren zu erleben.

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