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Anlegerverlag: Die kommenden Tage werden entscheidend
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Anlegerverlag Die kommenden Tage werden entscheidend

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
01.02.2017, 14:00  |  315   |   |   

Dass das US-Index-Flaggschiff Dow Jones in der vergangenen Woche nach wochenlangem Bemühen endlich über die runde Marke von 20.000 Punkten lief, wurde von vielen Anlegern mit Erleichterung aufgenommen. Aber keineswegs von allen. Allgemein geht man davon aus, dass das Bezwingen psychologisch bedeutsamer Marken neue Kräfte freisetzt, dass die Marktteilnehmer optimistischer und kauffreudiger werden. Das ist zutreffend, wenn die Rahmenbedingungen positiv sind oder die berechtigte Hoffnung besteht, dass sie sich nennenswert bessern. Dann wird ein Befreiungsschlag auch als ein solcher gesehen, als Aufbruchssignal. Die aktuelle Situation entspricht dieser Idealvorlage aber nicht recht. Erinnern wir uns:

Aktienmarkt-Rallye machte Trump zum Hoffnungsträger

Eigentlich hatte man Donald Trump im Vorfeld der US-Wahl als für die US-Börsen fatal angesehen. Grund: Die Experten waren sich einig, dass das, was er plant, nach kurzfristig positivem Effekt zum Bumerang wird. Doch als er die Wahl überraschend gewann, tauchte eine extreme Rallye auf. Dass nicht alle Welt auf einmal und ohne neue Fakten ihre Meinung ändert, war eigentlich jedem klar. Und zu sehr wirkte diese Rallye wie das letzte Aufgebot der US-Großbanken, der Fonds, der Hedgefonds, die alle zusammen keinerlei Interesse an einer Trendwende nach unten hatten und den Verkaufsdruck daher förmlich „niederritten“.

Da die große Mehrheit der Anleger ungern oder gar nicht auf fallende Kurse setzt, war diese Rallye aber nahezu jedem recht. Und als die Medien den Kursanstieg umgehend mit Trump in Verbindung brachten, war man bereit, das zu glauben. Wie so oft formten also die Kurse die Nachrichten und nicht, wie man denken sollte, umgekehrt. Aber:

Die leise Besorgnis was wäre, wenn Trump all das wahrmachen würde, was er versprochen hat, blieb. Hierzulande ohnehin, denn auch, wenn DAX, MDAX & Co. im Kielwasser der Wall Street mit nach oben liefen, war den meisten klar: Selbst wenn das, was die US-Aktien höher treibt, dort kurzfristig positiv wirken würde – wäre das nicht nur dann der Fall, wenn Trumps Wirtschaftspolitik auf Kosten von Asien und Europa betrieben wird?

Flucht nach vorne wirkt negativ

Diese leise Unruhe lief unter der Oberfläche mit. Dann begann die Wall Street auf der Stelle zu treten. Mr. Trumps Amtsantritt nahte, nun würde sich weisen, ob es berechtigte Hoffnungen waren, die die Kurse im Voraus höher getragen haben.

Der neue US-Präsident agiert auf ein Art und Weise, welche die Anleger nervös macht, denn man ahnt: Da ist Unfriede vorprogrammiert, der an der Wirtschaft nicht vorbeigehen kann. Und in einem solchen Umfeld war der Ausbruch von Dow Jones und DAX am vergangenen Mittwoch ein Fehler derjenigen, die dachten, sie könnten die Anleger erneut mit der Brechstange motivieren.

Da es keinerlei Nachrichten oder Ereignis gab, das die Basis für diesen Ausbruch hätte sein können, wurde vielen klar, dass sie gezielt zum Kauf motiviert werden sollten. Aber diesmal lautete die Nachricht, die dadurch vermittelt wurde: „Die großen Adressen werden nervös“. Jetzt, wo aus Hoffnungen kritische Fakten geworden sind, mag man auf einen solchen Zug nicht mehr aufspringen. Das ist der Grund, warum die Mittwochs-Rallye keine Käufe, sondern Verkäufe nach sich zog. Jetzt wird es spannend sein zu sehen, ob die großen Akteure darauf eine Antwort fnden … die kommenden Tage können über den Trend der nächsten Monate entscheiden.

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Themen: Aktien, DAX, Anleger


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