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Warum GW Pharmaceuticals, Insys Therapeutics und Scotts Miracle-Go drei Marihuana-Aktien sind, die dieses Jahr solides Wachstum versprechen.

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
01.02.2017, 14:50  |  1014   |   |   

2016 war ein hervorragendes Jahr für Marihuana-Aktien. Und auch dieses Jahr sieht es so aus, als ob diese Aktien gut da stehen werden. Die Aktien von GW Pharmaceuticals (WKN:693692), Insys Therapeutics (WKN:A1JC8P) und Scotts Miracle-Go (WKN:883369) sollten daher ziemlich weit oben auf deiner Liste mit Marihuana-Aktien stehen, die du 2017 beobachtest.

GW Pharmaceuticals: Bald in Amerika?

GW Pharmaceuticals behauptet von sich, der weltweite Führer in der Cannabinoid-Forschung zu sein. Egal, ob das Unternehmen diesen Titel verdient oder nicht, eines ist sicher: GW gehört zu den Spitzenentwicklern von Medikamenten auf Cannabisbasis. GWs Satiyex wird in 16 Ländern vertrieben, um dort Spasmen bei Multiple Sklerose zu behandeln. Außerdem hat es die Zulassung in zahlreichen anderen Ländern erhalten. In den USA allerdings ist es nicht zugelassen.

Es ist aber gut möglich, dass GW Pharmaceuticals den US-Mark bald betritt. Dann allerdings mit einem anderen Mittel. Das Unternehmen erwartet, dass Epidiolex in der ersten Jahreshälfte von 2017 zur Begutachtung bei der FDA (Food and Drug Administration) eingereicht wird. Das Mittel soll zwei seltene Formen von Epilepsie, nämlich das Dravet-Syndrom und das Lennox-Gastaut-Syndrom, behandeln.

GW erzielte letztes Jahr in drei Spätphasenstudien positive Ergebnisse mit Epidiolex. Das Medikament, welches eine Flüssigformel aus reinem Cannabidiol ist, reduzierte die Krampfhäufigkeit deutlich im Vergleich zu einem Placebo. Und Patienten vertrugen das Mittel in der Regel gut.

Die Aktie von GW Pharmaceuticals schoss 2016 um mehr als 60 % nach oben.

Insys Therapeutics: Bald wieder oben auf?

Im Gegensatz zu GW Pharmaceuticals hatte Insys Therapeutics ein furchtbares Jahr. Die Aktie von Insys fiel um mehr als 65 %. Der Grund waren die miesen Verkaufszahlen von Subsys. Dies ist ein sublinguales Fentanylspray, welches gegen Schmerzschübe bei Krebs eingesetzt wird.

Wenn Insys ganz von Subsys abhängen würde, hätte ich nicht viel Hoffnung, dass 2017 besser wird. Allerdings wurde Insys letzten Juli die Zulassung für ein anderes Medikament gewährt, nämlich seinem ersten Mittel auf Cannabisbasis: Syndros.

Syndros erhielt die Zulassung durch die FDA für die Behandlung von Anorexie mit Gewichtsverlust bei AIDS-Patienten. Außerdem ist es zugelassen für die Behandlung von Übelkeit und Erbrechen infolge von Chemotherapien bei Patienten, die auf konventionelle Mittel nicht ansprechen. Da das Medikament Zutaten enthält, die auf Marihuana aufbauen, muss es von der Drug Enforcement Administratin der USA (DEA) als überwachte Substanz eingeordnet werden.

Die Spitzenumsätze sollen für dieses Mittel 200 Millionen US-Dollar erreichen. Ich vermute, dass dies eine eher vorsichtige Schätzung des Potenzials von Syndros ist. Wenn wir annehmen, dass Insys wahrscheinlich weniger als 250 Millionen US-Dollar Gesamtumsatz für 2016 vermelden wird, sind gute Nachrichten von der DEA ein wichtiger Schritt für das Unternehmen.

Scotts Miracle-Gro: Die Marihuana-Aktie, die gar keine Marihuana-Aktie ist

Du wirst keine Produkte von Scotts Miracle-Gro finden, die auch nur ein Fitzelchen Marihuana enthalten. Aber warum kümmern wir uns dann hier um diese Aktie? Weil viele Marihuana-Züchter stark von den Produkten dieses Unternehmens abhängen.

Scotts hat in den letzten Jahren führende Hydroponieunternehmen aufgekauft. 2014 erlangte das Unternehmen die Kontrolle über AeroGrow International. 2015 kaufte es General Hydroponics und Vermicrop. Letztes Jahr übernahm es American Agritech und Gavita, welches Beleuchtungssysteme für Gewächshäuser und Hydrokulturen verkauft. Dies hat Scotts Miracle-Gro zu einem wichtigen Lieferanten für Marihuanabauern gemacht.

Obwohl Scotts nicht viel über seine beherrschende Stellung im Marihuanamarkt spricht, ist klar, dass das Unternehmen genau weiß, was es tut. Im 10k-Bericht, den es der amerikanischen Börsenaufsicht vorlegen musste, schreibt das Unternehmen, dass die Produkte „für Anwendungen in Branchen oder Marktsegmenten gekauft werden könnten, die instabilen und sich schnell ändernden Gesetzen unterliegen bei einer sich entwickelnden Kundenwahrnehmung.“ Das ist eine ziemlich gute Beschreibung für die Marihuanabranche in den USA.

Scotts Miracle-Gros Aktienpreis sprang 2016 um fast 50 % nach oben. Kann es noch weiter bergauf gehen? Das wird sich zeigen. Aber die Lockerung der Marihuanagesetze in weiteren Staaten während der Wahl im November öffnete einen noch größeren Markt für Scotts – nicht nur für 2017, sondern auch darüber hinaus.

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The Motley Fool hält keine der oben erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Keith Speights auf Englisch verfasst und am 29.01.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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