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Warum Cash King ist

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
02.02.2017, 10:00  |  322   |   |   

Wenn man sich entscheiden muss, welche Unternehmen man kaufen und verkaufen sollte, dann schauen die Investoren zuerst auf die Gewinne. Bei vielen Unternehmen in vielen verschiedenen Sektoren, darunter der Gesundheitssektor, ist das Umsatzpotenzial nämlich das, worauf es ankommt. Die Realität sieht aber anders aus. Dort sind diese Dinge nämlich nicht so wichtig. Das liegt daran, dass hohe Umsätze keine hohen Gewinne garantieren und hohe Gewinne garantieren auch nicht, dass das Unternehmen finanziell solide ist. Worauf es wirklich ankommt, ist der Cashflow.

Pragmatisch

In Aktien zu investieren wird von einigen Investoren oft als ein spekulatives Unterfangen gesehen, man sollte aber nicht vergessen, dass Aktien einen Teil eines realen und lebenden Unternehmens sind. Daher sind dieselben Prinzipien, die für kleine Unternehmen zutreffen, genauso wichtig für große Unternehmen. Frag mal einen Kleinunternehmer, was das wichtigste bei seinem oder ihrem Unternehmen ist. Sie werden wahrscheinlich vom Cashflow sprechen. Das liegt daran, dass ein relativ großer Teil der kleinen Unternehmen bankrott geht, weil sie nicht genug Cashflow haben. Niedrige Umsätze oder ein Mangel an Gewinnen sind meistens nicht der Grund.

Wenn man sich auf den Cashflow eines Unternehmens konzentriert, dann ist das wahrscheinlich die pragmatischste Möglichkeit, wie man als Investor auftreten kann. Das bedeutet, dass du so denkst, wie uns Warren Buffett rät. Du denkst wie jemand, dem ein Teil des Unternehmens gehört. Indem du den Cashflow über alles andere stellst, ist es möglich, hinter die aufgeblähten Umsatzzahlen zu schauen und zu sehen, ob ein Unternehmen wirklich erfolgreich ist.

Der Focus

Natürlich gibt es zahllose Möglichkeiten, um zu bestimmen, ob ein Unternehmen einen starken Cashflow hat. Für die Investoren, die allerdings wenig Zeit haben, ist die effektivste Möglichkeit wahrscheinlich, sich auf den freien Cashflow eines Unternehmens zu konzentrieren. Das ist praktisch all das Geld, das in einem bestimmten Zeitraum generiert wird und das man an die in die Investoren ausschütten kann. Das ist das Geld, das verfügbar ist, nachdem die Investitionen getätigt wurden. Diese Zahl ist ein Richtwert für die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens.

Der freie Cashflow wird berechnet, indem man einfach die Investitionsausgaben vom nettooperativen Cashflow abzieht. Aufgrund der natürlichen Fluktuation bei den Investitionsausgaben in jedem Jahr ist es vernünftig, den durchschnittlichen Cashflow von drei bis fünf Jahren anzusehen. Auf diese Art ist es möglich, einen Eindruck der normalen Performance eines Unternehmens zu bekommen und Trends zu entdecken.

Wenn ein Unternehmen verglichen mit den Gewinnen einen schlechten freien Cashflow hat, dann könnte das andeuten, dass es hier Probleme gibt. Diese Probleme könnten sich mittelfristig auch bemerkbar machen. Ein Unternehmen mit einem starken freien Cashflow wird sehr nachhaltig sein, eine relativ hohe Dividende haben und damit im Lauf der Zeit Investoren anziehen.

Unterm Strich

Das Umsatzwachstum und steigende Gewinne sind vielleicht aufregend, der Cashflow ist aber die kalte und harte Realität in Business. Ohne Cashflow kein Geschäft. Daher ist es für einen Investoren sinnvoll, zuerst den Cashflow zu betrachten und ihn als wichtiger anzusehen als die Umsätze und die Gewinne. So kann man die finanzielle Stärke eines Unternehmens und auch die Bewertung besser einschätzen. Das ist vielleicht nicht so aufregend wie andere Zahlen, aber es kann dir helfen, in die richtigen Unternehmen zu investieren.

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Dieser Artikel wurde von Peter Stephens auf Englisch verfasst und wurde am 30.01.2017 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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