DAX-0,15 % EUR/USD-0,27 % Gold+0,90 % Öl (Brent)0,00 %

Deutsche Bank – Milliardengeheimnis von John Cryan

Gastautor: Daniel Saurenz
02.02.2017, 13:30  |  834   |   |   

afrika_bmw_vw_daimlerEin Milliardengeheimnis hat die Deutsche Bank am Donnerstag verkündet – oder eben nicht. Erneut wurde deutlich, dass die Deutsche Bank weiterhin einen steinigen Weg vor sich hat. Daher drücken wir bei Feingold Research seit Ende Dezember für die Bank auf die Bremse und haben bevorzugt Seitwärts- oder Absicherungsprodukte vorgestellt. Bei Bilanz finden Sie unseren jüngsten Beitrag zur Deutschen Bank. Im Vorjahr verbuchte die Bank unter dem Strich mit einem Minus von 1,4 Milliarden Euro und enttäuscht damit die Erwartungen der Experten.

Das große Milliardengeheimnis nun ist – wie will John Cryan Milliarden verdienen, was Goldman und Co. längst wieder gelingt. In einem Markt, der jetzt und nicht 2018 oder 2019 richtig boomt? Man kommt weiter ins Hintertreffen, Egmond hat das am Dienstag analysiert. Die Rückstellungen für juristische Auseinandersetzungen summieren sich auf über sieben Milliarden Euro.

Zuletzt drückte der Hypothekenvergleich in den USA auf die Bilanz. Die Aktie fällt am Donnerstag deutlich und notiert mit rund fünf Prozent Abschlag am Ende der DAX-Tabelle. Ebenfalls abgestraft wird die Daimler-Aktie. Trotz eines Rekordgewinns wird die Dividende entgegen der Erwartungen nicht erhöht. Nach der starken Rally seit Sommer 2016 waren die Erwartungen an Daimler hoch.

Unsere aktuelle Auswahl: 

Deutsche Bank Discount Put – PB54BH

Turbo – Bear -  CX9H02

Lesen Sie auch: Immobilienblase immer gigantischer

Hoch sind auch die Erwartungen an die US-Notenbank FED. Wir stellen zur jüngsten Sitzung den Kommentar von Wolfgang Kuhn, Aberdeen Asset Management vor.

USA_66“Wie erwartet hat die Federal Reserve die Leitzinsen unverändert belassen. Es ist weiterhin von drei Zinsschritten für 2017 auszugehen. Janet Yellen, die Vorsitzende der amerikanischen Notenbank, hatte in jüngster Zeit mehrfach von der Notwendigkeit einer ‘allmählichen’ Anpassung gesprochen. Gleichwohl dürfe nicht zu lange mit der Rückführung expansiver Geldpolitik gewartet werden, wolle man nicht Gefahr laufen, eine böse Überraschung zu erleben. Der Text zur gestrigen Sitzung des Offenmarktausschusses spricht von der Erwartung der Fed, dass die Inflationsrate ‘mittelfristig’ auf zwei Prozent ansteigen wird.

Die Notenbank ringt dabei mit der Frage, wie sie den vermeintlich inflationstreibenden Steuer- und Ausgabenplänen des neuen Präsidenten begegnen soll, ohne zu wissen, wie viel letztendlich davon umgesetzt werden wird. Jedenfalls dürfte das bisherige Schneckentempo mit genau einem Zinsschritt pro Jahr angesichts stetigen Wachstums, Vollbeschäftigung und ansteigender Teuerungsraten der Vergangenheit angehören.  Es könnte aber auch alles wieder ganz anders kommen: Ohne Zweifel würde eine – wodurch auch immer verursachte – deutliche Bewegung an den Kapitalmärkten die Fed zu einer erneuten Atempause bewegen.”

Wer beim DAX auf steigende oder fallende Kurse setzen möchte, kann die Knock-Outs aus unserer Auswahl nehmen. Wir haben zum Wochenbeginn zahlreiche Produkte in unsere Auswahl aufgenommen. Hier finden Sie die Übersicht…

Bear – XM3B3U

Bull – CD8027

Wenig erfreulich waren hingegen andere Nachrichten aus den USA. Am Dienstag warf Peter Navarro, ein wichtiger Berater von Donald Trump, Deutschland vor, einen „stark unterbewerteten Euro“ auszunutzen, um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Trump setzt also weiterhin auf Protektionismus, der den Dollar belastet. Damit trüben sich die Perspektiven für die Weltwirtschaft und damit indirekt auch für die US-Wirtschaft ein. Dazu haben wir auf unserer Facebook-Seite und in der Kommentarspalte einen Beitrag vom Kollegen Eckert verlinkt.

Nun der Blick auf die DAX-Chartanalyse:

Auch wenn der Deutsche Aktienindex zur Wochenmitte wieder etwas stärker nachgefragt wurde, ist die jüngste Schwächephase vorläufig noch nicht beendet. Doch mehrere potenzielle Kaufzonen in der Nähe dürften zumindest dafür sorgen, dass das kurzfristige Risiko nach unten auf wenige 100 Punkte begrenzt ist.

chart1

Die genaue Analyse der Kursentwicklung am Mittwoch zeigt, dass Marktteilnehmer sich nach wie vor bedeckt halten. Zwar konnte sich der DAX vom Schwächeanfall der Vortage leicht erholen, bliebt dabei aber immer unterhalb der Höchstkurse vom Dienstag. Auch lag der Mittwochs-Schlusskurs eher im unteren Bereich der Tageshandelsspanne, die zwischendurch erreichten Preise jenseits der 11.700 konnten nicht gehalten werden – dies ist als Schwächesignal zu werten.

chart2

Unverändert reicht das Potenzial auf der Südseite zunächst bis 11.400/11.500. In diesem Areal liegen zahlreiche untere Wendepunkte im 1-Stunden-Chart, auch diesmal ist eine Bodenbildung hier wieder wahrscheinlich. Auch der von uns aus vergangenen Schwankungen berechnete Prognose-Korridor (grau) reicht bis in diese Zielzone. Er beinhaltet 90 Prozent aller Kursschwankungen und hat sich zuletzt auch auf der Oberseite als guter Indikator für einen Wendepunkt erwiesen (blaue Kreismarkierung). Wird der Index wieder stärker nachgefragt, dürfte der Prognose-Korridor bei aktuell rund 11.950 erneut den ersten Zielbereich auf der Oberseite bilden – diese Begrenzung erhöht sich im steigenden Markt kontinuierlich, wäre also nur eine erste Orientierungsschwelle im ansteigenden Aufwärtstrend.

chart3

Vorerst bleibt der DAX aber noch schwach und schiebt sich an dem seit einer Woche im 1-Minuten-Intradaychart erkennbaren Mini-Abwärtstrend weiter nach unten. Erst eine Erholung über die jüngsten Zwischenhochs um 11.735 würde die Prognose wieder geringfügig aufhellen, noch besser wäre es, einen Anstieg zurück über die 11.800er-Marke abzuwarten. Bis diese charttechnischen Durchbrüche nicht erfolgen, bleibt ein Rücksetzer in Richtung 11.400/11.500 das geringfügig wahrscheinlichere Szenario.

Diese Chartanalyse stellen wir Ihnen gemeinsam mit Index-Radar zur Verfügung. Wenn Sie uns oder ihn unterstützen möchten, würden wir uns freuen, wenn Sie sich den Premium-Bereich von Index-Radar einmal ansehen. Hier geht`s dorthin…



0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel