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Aktien Frankfurt: Dax bleibt im Minus - Euro, Daimler und Deutsche Bank belasten
Foto: Boris Roessler - dpa

Aktien Frankfurt Dax bleibt im Minus - Euro, Daimler und Deutsche Bank belasten

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
02.02.2017, 15:02  |  696   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag wieder an Boden verloren. Der stärkere Euro und die nach der Bilanzvorlage sehr schwachen Aktien von Daimler und der Deutschen Bank verhinderten eine weitere Erholung. Der deutsche Leitindex gab bis zum Nachmittag um 0,35 Prozent auf 11 618,83 Punkte nach.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,21 Prozent auf 3252,10 Punkte. MDax und TecDax legten dagegen zu: Der Index der mittelgroßen Werte rückte um 0,38 Prozent auf 22 662,95 Punkte vor. Der Technologie-Index gewann 0,49 Prozent auf 1859,23 Punkte. Der Euro kletterte wieder deutlich über die Marke von 1,08 US-Dollar.

Die europäischen Märkte hätten sich in der jüngeren Vergangenheit stark an den US-amerikanischen Aktienmärkten orientiert, kommentierte Marktbeobachter Jens Klatt. Inzwischen ebbe aber die Euphorie um den so genannten "Trump Trade" merklich ab, auch wenn sich die Börsen noch vor einer deutlicheren Korrektur zierten. Auch die Experten des Börsenstatistik-Magazins "Index-Radar" sehen noch kein Ende der jüngsten Schwächephase.

DAIMLER UND DEUTSCHE BANK AM DAX-ENDE

Bekräftigt wurde diese Vermutung im Zuge der Berichtssaison: Nach durchwachsenen Quartalszahlen der Deutschen Bank schickten die Anleger die Aktie des Branchenprimus mit fast 6 Prozent Minus in den Dax-Keller. Angesichts teurer Rechtsstreitigkeiten und des Konzernumbaus fuhr das Finanzhaus das zweite Jahr in Folge einen Milliardenverlust ein, der zudem höher als von Analysten erwartetet ausfiel. Nun kehren Befürchtungen an den Markt zurück, dass es doch noch eine Kapitalerhöhung geben könnte.

Die Anteilsscheine von Daimler verloren nach Zahlen zum Schlussquartal 2016 und insbesondere einem vorsichtigen Ausblick für das neue Jahr 3,41 Prozent.

INFINEON-AKTIE AUF 15-JAHRESHOCH

Der Halbleiterhersteller Infineon bekräftigte derweil nach einem guten Start ins laufende Geschäftsjahr 2016/17 seine Prognosen auf Grundlage eines Eurokurses von 1,10 Dollar. Die Papiere kletterten daraufhin um 2,36 Prozent und stiegen auf den höchsten Stand seit 15 Jahren.

Ex Dividende wurden die Anteilsscheine von Siemens gehandelt. Der Elektrokonzern schüttete 3,60 Euro je Aktie aus.

HANNOVER RÜCK HEBT GEWINNZIEL 2017 AN

Im Fokus stehen zudem auch einige Werte aus der zweiten Reihe: Bei Hannover Rück beflügelten überraschend gute Vertragsabschlüsse die Gewinnhoffnungen für 2017 und ließen die Papiere im MDax um 1,91 Prozent steigen. Der weltweit drittgrößte Rückversicherer rechnet daher im laufenden Jahr mit einem Nettogewinn von mehr als eine Milliarde Euro. Bisher waren mindestens 950 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden.

Salzgitter allerdings waren Spitzenwert mit plus 3,48 Prozent. Analyst Eugene King von der US-Investmentbank Goldman Sachs empfiehlt die Aktie nun zum Kauf, nachdem er sie bislang als "Verkauf" eingestuft hatte. Das Kursziel stockte er in seiner Branchenstudie zu europäischen Stahlherstellern zugleich von 26,50 auf 45,00 Euro auf. Er erwartet, dass sich die überdurchschnittliche Kursentwicklung der europäischen Stahlaktien aus dem vergangenen Jahr fortsetzt. Salzgitter sei anderen Stahltiteln zuletzt hinterher gelaufen und habe daher entsprechend größeres Potenzial./ck/ag

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

Diskussion: Tages-Trading-Chancen am Donnerstag den 02.02.2017

Wertpapier: Deutsche Bank, Daimler, Hannover Rueck, Infineon Technologies, Siemens, Salzgitter, DAX, MDAX, TecDAX, E-Stoxx 50

Themen: Aktien, Euro, Daimler


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