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BMW im Visier von Donald Trump?

Gastautor: Daniel Saurenz
03.02.2017, 06:00  |  947   |   |   

BMW_6erEiner der stärksten – bisher verbalen – Angriffe des US-Präsidenten Donald Trump galt der Automobilindustrie. Genauer gesagt den ausländischen Autobauern, die insgesamt wesentlich mehr in die USA exportieren als die Vereinigten Staaten ins Ausland. So drohte Trump bereits vor seiner Vereidigung den deutschen Autobauern mit Strafzöllen von 35 Prozent auf Importe und verlangte namentlich von BMW eine geplante Fabrik anstatt in Mexiko in den USA zu bauen. Allein die Ankündigung wirkte sich bereits signifikant auf den Aktienkurs des Autoherstellers aus München aus. 

Nach den Äußerungen Trumps fiel der Kurs anschließend um zwischenzeitlich 2,6 Prozent. Der bayerische Autobauer wurde von Trump konkret genannt, da BMW bis zum Jahr 2019 für die Dreier-Baureihe seine erste Fabrik im benachbarten Mexiko eröffnen will. Dort sollen vor allem Fahrzeuge für den Weltmarkt produziert werden.

Offen bleibt bislang, ob und in wie fern die Aussagen Donald Trumps überhaupt realisierbar wären. Als Gründungsmitglied der Welthandelsorganisation (WTO) haben sich die USA zu einem maximalen Zoll von 2,5 Prozent verpflichtet, wohingegen die Europäische Union ihren bei 10 Prozent festgesetzt hat. Diese Vereinbarungen sind jedoch nicht einseitig aufkündbar.

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BMW tief verwurzelt in den USA

BMW_6Ob Trump seine Forderungen wahrmachen wird  beziehungsweise wahrmachen kann, wird von Experten zumindest in dem Umfang gemeinhin angezweifelt. Darüber hinaus ist BMW bereits tief verwurzelt auf dem amerikanischen Markt. Die weltweit größte Produktionsstätte liegt – gemessen an der Produktionskapazität – im US-Amerikanischen Spartanburg. Im vergangenen Jahr liefen dort rund 411.000 Geländewagen der X-Baureihe vom Band, von denen 70 Prozent aus den USA exportiert wurden. Laut BMW-Chef Harald Krüger wird BMW definitiv auch in den nächsten Jahren weiter in den USA investieren.

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Hinsichtlich seiner Modellpalette will BMW in diesem Jahr mit Oberklasse-Testfahrzeugen den nächsten Schritt zur Serienentwicklung von autonomen Fahrzeugen gehen. Dabei geht es vorrangig um den Versuchsbetrieb des hoch bzw. voll automatisierten Fahrens. Mit an Bord ist dann die Technik der strategischen Partner von BMW, dem US-Chip-Riesen Intel und dem israelischen Kameratechnik-Spezialisten Mobileye.

Auch eine Fortführung der Einkaufskooperation mit dem Wettbewerber Daimler ist geplant. Zusammen können die beiden Autohersteller ihre Kosten bei Zulieferern deutlich senken, was vor dem Hintergrund, dass ein BMW-Modell zu 80 Prozent aus Zulieferer-Komponenten besteht, eine signifikante Kostenersparnis bedeuten kann.

Quelle: Vontobel



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