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US-Arbeitsmarktbericht ausschlaggebend GBP/USD - Britisches Pfund in Lauerstellung

03.02.2017, 11:34  |  1618   |   |   

Im Anschluss an die Rede der britische Premierministerin May zu den Eckpunkten der Brexit-Strategie vor einigen Tagen legte das Britische Pfund gegen den US-Dollar zunächst deutlich zu, hat sich nun aber wieder auf eine wichtige Unterstützung zurückgezogen und wartet auf neue Impulse. Und diese Impulse könnte bereits der US-Arbeitsmarktbericht für Januar geben, der im Laufe des heutigen Nachmittags veröffentlicht wird, denn es ist ja hinlänglich bekannt, welchen Stellenwert die Arbeitsmarktdaten für die US-Notenbank und ihre Zinspolitik haben.

Wir hatten es in unseren Kommentaren bereits des Öfteren angesprochen: Für uns zählt GBP/USD derzeit zu den spannendsten Währungspaaren überhaupt. Zum einen ist es natürlich der besonderen politischen Situation geschuldet. Zum anderen offenbart aber auch die Charttechnik ihre Reize.

Kommen wir zum ersten Aspekt. Das Britische Pfund geriet als Ergebnis des Brexitreferendums und seiner möglichen Folgen an den Devisenmärkten massiv unter Druck. Der Bank of England gelang es jedoch durch eine kluge Politik, negative Einflüsse bis dato zu kompensieren. Die britischen Konjunkturdaten lassen das große "Brexit-Desaster", von dem ja nahezu alle Marktteilnehmer ausgingen, vermissen. Kurzum: Im Britischen Pfund weicht die Angst der Realität. Und auch beim US-Dollar hält so langsam die Realität Einzug. Der "Trump-Effekt" und die Perspektive auf steigende Leitzinsen (für 2017 hat die FED ja drei Zinsschritte in Aussicht gestellt) hatten zu einer Rally im Greenback geführt. Mittlerweile verpufft dieser "Trump-Effekt" zusehends und die Überbewertung des US-Dollars wird trotz der weiterhin kolportierten Zinsschritte abgebaut. Hier lohnt im Übrigen ein Blick auf den US-Dollar-Index. Da der US-Dollar-Index nun die wichtige Unterstützung bei 100 Punkten nach unten durchbrochen hat, sieht es nach einer Fortsetzung der Dollarschwäche an den Devisenmärkten aus.  

Die Charttechnik bei GBP/USD sieht hingegen vielversprechend aus, zumindest aus Sicht des Pfunds. Nach der Brexit-Grundsatzrede der britischen Premierministerin May legte das Britische Pfund gegen den US-Dollar zu. Im Ergebnis markierte es ein Zwischenhoch bei 1,2675 US-Dollar, kam nun aber wieder zurück. Damit hängt es zwar aktuell zwischen der wichtigen Marke von 1,28 US-Dollar (= massiver Widerstand) und der Marke von 1,2425 US-Dollar (= Unterstützung) fest, aber es wird somit derzeit auch kein Druck auf die zentrale Unterstützungszone 1,21/1,20 US-Dollar ausgeübt.

Kurzum: So lange die 1,2425 US-Dollar (orange dargestellt) nicht wieder unterschritten werden, ist unserer Einschätzung nach von einer Fortsetzung der Erholung im Britischen Pfund und somit von einem Test der 1,28 US-Dollar-Marke auszugehen. Werden die 1,2425 US-Dollar jedoch unterschritten, rückt unweigerlich die zentrale Unterstützung für das Pfund im Bereich um 1,20 /1,21 US-Dollar wieder in den Fokus des Marktes.

Wertpapier: GBP/USD


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