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Wird Snapchat die nächste Twitter?

Gastautor: Daniel Saurenz
03.02.2017, 13:30  |  1141   |   |   

USA_Aktien_Amazon_Facebook_BerlinMit Snpchat plant der nächste Social-Media-Dienst den Gang an die Börse. Mit der App kann man, ähnlich wie bei Facebook oder Instagram, Bilder an ausgewählte Zielgruppen oder die Öffentlichkeit senden. Der Clou: Die Bilder zerstören sich nach wenigen Sekunden. So kann man Dinge versenden, die man nicht in den Netzwerken verewigt sehen möchte. Wen der Nutzen dieser App nicht überzeugt, der dürfte auf die Geschäftszahlen hoffen. Hier liegt das Problem jedoch im Detail. Der Verlust ist derzeit höher als der Umsatz – man stützt sich jedoch auf 158 Millionen aktive Nutzer täglich. Früheren Medienberichten zufolge peilte Snapchat einen Börsenwert von 25 Milliarden Dollar an.

Die Kollegen der Telebörse haben sich die Zahlen genau angesehen. Der Börsenantrag offenbart dabei deutliche Schwachstellen. Im letzten Quartal verzeichnete man nur noch ein Nutzerwachstum von drei Prozent. Der Hype könnte also schon vorbei sein, bevor die Aktie an der Börse ist. Ähnlich war es seinerzeit bei Twitter. Wir warnten auf Feingold Research vor dem Börsengang. Zunächst stieg die Aktie deutlich. Mittlerweile notiert die Aktie rund 50 Prozent unter dem Ausgabekurs.

Unsere Webinare in der Aufzeichnung:

Dienstagswebinar mit Benjamin und Egmond – hier

Finanzmarktrunde – hier

Dass es auch anders geht beweist seit Jahren Facebook: Die Quartalszahlen des sozialen Netzwerks Facebook lagen deutlich über den Erwartungen, woraufhin die Aktie auf Rekordhochs klettert. Im Gegensatz zu Apple und Facebook enttäuscht Amazon mit seinen Quartalsergebnissen. Trotz eines kräftigen Wachstums lag der Umsatz des weltgrößten Internethändlers unter den Erwartungen. Zudem liegt der Ausblick auf das laufende Quartal unter den bisherigen Schätzungen der Analysten. Die Aktie geriet am Donnerstag nachbörslich in den USA deutlich unter Druck.

Direktbanken und Broker überzeugen

BankenDie Deutsche Bank kann sich nach den mauen Zahlen am Donnerstag heute leicht erholen. Gute Ergebnisse liefern bislang die Broker und Direktbanken. DEGIRO hat im Jahr 2016 ein starkes Wachstum hinter sich. Die Anzahl der Transaktionen erreichte insgesamt 9,8 Millionen, ein Anstieg von 66 Prozent  im Vergleich zum Vorjahr . Die Anzahl der eröffneten Anlagekonten stieg auf 147.467 – ein Anstieg von über 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz stieg um 8,5 Millionen Euro in 2016 auf insgesamt 25,8 Millionen Euro.

Als profitable Bank kann derzeit die Comdirect in der kriselnden Branche überzeugen. Der Gewinn der Quickborner stieg um 42 Prozent auf rund 93 Millionen Euro, wie die Commerzbank-Tochter am Dienstag mitteilte. Das eigene Profitabilitätsziel habe die Bank somit erreicht, erklärte Vorstandschef Arno Walter am Dienstag. Wer die Aktie long spielen möchte, greift zum Turbo-Bull PS2EHV. Der Hebel liegt bei 5.

Wer beim DAX auf steigende oder fallende Kurse setzen möchte, kann die Knock-Outs aus unserer Auswahl nehmen. Wir haben zum Wochenbeginn zahlreiche Produkte in unsere Auswahl aufgenommen. Hier finden Sie die Übersicht…

Bear – XM3B3U

Bull – CD8027

Unsere Chartanalyse:

Die Abwärtsbewegung der vergangenen Tage setzt sich vorerst mit unverminderter Geschwindigkeit fort. Hoffnung besteht aber nach wie vor an der nächstgelegenen Kaufzone, die nur knapp 200 Zähler unter dem aktuellen Stand des Deutschen Aktienindex verläuft. Dort wird erstmals wieder eine Stabilisierung möglich.

chart1

Der DAX hielt sich in auch in der zweiten Wochenhälfte zunächst weiterhin unterhalb der frisch im 1-Minuten-Intradaychart erkennbaren Abwärtstrendlinie. Die in den vergangenen Tagen ausgebildete Trendgerade (blau) bleibt zum Wochenausklang bei rund 11.660/11.675 die erste Hürde, zusammen mit der dort verlaufenden horizontalen Wendezone (rot punktiert). Sie fällt etwa um 35 Punkte pro Handelstag.

chart2

Auf der gleichen Zeitebene wird der leichte Nachfrageüberhang um 11.600 erkennbar, der am Donnerstag einen stärkeren Rückschlag des Marktes verhinderte. Besonders überzeugend ist diese charttechnische Unterstützung allerdings nicht.

Auch im Kerzenchart, der mit Open, High, Low und Close die vier wichtigsten Kursniveaus eines jeden Handelstagen anzeigt, wird die derzeitige Schwäche sichtbar: Erneut lag der Schlusskurs (Close) des Deutschen Aktienindex eher am unteren Ende der Tageshandelsspanne – diese Entwicklung ist bereits den fünften Tag in Folge zu beobachten. Gut sichtbar ist zudem, dass sowohl Hoch (High) als auch Tief (Low) des Tages niedriger lagen als die jeweiligen Werte des Vortages. Doch aus dieser Perspektive wird auch schon die Unterstützung um 11.400/11.500 erkennbar, die einen weiteren Einbruch zumindest temporär abfedern könnte.

chart3

Im weiter zurück reichenden 1-Stunden-Intradaychart ist die nächstgelegene Haltezone im Bereich der 11.400er-Marke noch besser zu sehen. Hier zeichnet sich auch das nächste Kursziel ab, falls es an dieser Unterstützung nicht zu Käufen kommt: Bei 11.200/11.300 verläuft derzeit die untere Grenze des anhand vergangener Schwankungen berechneten Prognose-Korridors (grau), der bislang stets einen zuverlässigen Indikator für den verfügbaren Kursspielraum darstellte. Die Wahrscheinlichkeit, dass der DAX ohne eine zumindest vorläufige Bodenbildung bei 11.400/11.500 soweit nach unten durchmarschiert, ist aber vorläufig noch unter 50 Prozent.

Diese Chartanalyse stellen wir Ihnen gemeinsam mit Index-Radar zur Verfügung. Wenn Sie uns oder ihn unterstützen möchten, würden wir uns freuen, wenn Sie sich den Premium-Bereich von Index-Radar einmal ansehen. Hier geht`s dorthin…

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